{"id":58628,"date":"2026-10-14T12:12:04","date_gmt":"2026-10-14T11:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=58628"},"modified":"2026-10-14T12:12:04","modified_gmt":"2026-10-14T11:12:04","slug":"was-eine-zuckersteuer-fur-die-limo-preise-bedeuten-konnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/14\/was-eine-zuckersteuer-fur-die-limo-preise-bedeuten-konnte\/","title":{"rendered":"Was eine Zuckersteuer f\u00fcr die Limo-Preise bedeuten k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Limonaden, Eistees und andere zuckerges\u00fc\u00dfte Getr\u00e4nke k\u00f6nnten bald teurer werden. Grund ist eine neue Steuer, die die schwarz-rote Bundesregierung nach l\u00e4ngerer Verhandlung jetzt auf den Weg gebracht hat. Als N\u00e4chstes wird sie im Bundestag debattiert. Geht es nach Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), soll sie schon n\u00e4chsten Sommer greifen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Auf welche Produkte soll die Zuckersteuer anfallen?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besteuert werden gezuckerte Getr\u00e4nke mit einem Gesamtzuckergehalt von mindestens f\u00fcnf Gramm pro 100 Milliliter. Das geht aus dem Vorschlag hervor, den die Bundesregierung jetzt in den Bundestag gibt. Demnach sind zum Beispiel Limonaden, Eistees, Energydrinks und Fruchtsaftgetr\u00e4nke mit Zuckerzusatz betroffen. Keine zus\u00e4tzliche Steuer gibt es f\u00fcr Getr\u00e4nke mit Alkohol \u2013 sie w\u00fcrden ja ohnehin schon h\u00f6her besteuert, wird argumentiert. Auch alkoholfreie Biere, Weine oder Cocktails sind ausgenommen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Reine Frucht- und Gem\u00fcses\u00e4fte oder unges\u00fc\u00dfte Schorlen werden ebenfalls nicht zus\u00e4tzlich besteuert, weil hier ja kein Zucker zugesetzt, sondern nat\u00fcrlich vorhanden ist. Anders als zwischenzeitlich von Beamten des Finanzministeriums erwogen, wird die Steuer auch nicht auf Zero-Getr\u00e4nke erhoben, die mit S\u00fc\u00dfungsmitteln ges\u00fc\u00dft werden und dadurch kaum oder keine Kalorien enthalten.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wie viel teurer k\u00f6nnten die Getr\u00e4nke werden?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das h\u00e4ngt davon ab, ob die Hersteller die neue Steuer eins zu eins auf die Verbraucher umlegen. Denn erst einmal zahlen sie die Steuer \u2013 abh\u00e4ngig davon, wie viel Zucker sie in ihre Produkte mischen. Die Hersteller m\u00fcssen dann abw\u00e4gen, ob sie die Mehrkosten selbst tragen, sie ihre Rezepte \u00e4ndern und weniger Zucker nutzen oder ob sie die Kosten \u00fcber h\u00f6here Preise an die B\u00fcrger weitergeben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Generell sind zwei Stufen vorgesehen. Bei einem Zuckergehalt zwischen 5 und 8 Gramm pro 100 Milliliter sollen je Liter 26 Cent, der Steuersatz f\u00fcr Getr\u00e4nke mit einem Zuckergehalt ab 8 Gramm pro 100 Milliliter soll 32 Cent betragen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ausnahmen soll es f\u00fcr kleine, unabh\u00e4ngige Hersteller geben. Allerdings sind hier genaue Grenzen noch offen. Die Bundesregierung m\u00f6chte alle Betriebe von der Steuer befreien, die bis zu einer Million Liter im Jahr produzieren. Das muss aber von der EU-Kommission erlaubt werden. Sollte die Kommission ein Veto einlegen, soll es zumindest Ausnahmen f\u00fcr Betriebe mit j\u00e4hrlicher Produktionsmenge bis zu 70.000 Liter geben.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Warum das alles?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Steuer wird aus zwei Gr\u00fcnden eingef\u00fchrt. Einerseits soll sie Getr\u00e4nkeherstellern einen Anreiz geben, bei ihren Produkten weniger Zucker zu verwenden. Damit solle die Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen gesch\u00fctzt werden, erkl\u00e4rte das Finanzministerium. \u00dcberm\u00e4\u00dfiger Zuckerkonsum f\u00fchre zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Karies. Das Gesundheitssystem habe dadurch j\u00e4hrlich Kosten von rund 2,1 Milliarden Euro.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gleichzeitig aber sollen die Einnahmen aus der Steuer den Bundeshaushalt entlasten. Denn Finanzminister Klingbeil muss ohnehin jeden Cent zusammenkratzen, gleichzeitig drohen h\u00f6here Beitr\u00e4ge zum Beispiel f\u00fcr die Krankenversicherung. Das wollen Union und SPD verhindern, die Steuereinnahmen sollten deshalb \u201edazu verwendet werden, die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die gesetzliche Krankenversicherung stabil zu halten\u201c, erkl\u00e4rte das Ministerium.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Um wie viel Geld geht es?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Bund rechnet mit Einnahmen von etwas unter einer Milliarde Euro im Jahr. Konkret sollen im kommenden Jahr 690 Millionen in die Kasse flie\u00dfen \u2013 weil die Steuer ja erst zur Jahresmitte gelten soll. Im Jahr 2028 werden Einnahmen von 925 Millionen erwartet. Danach, so denkt man, k\u00f6nnte sich der Markt anpassen und weniger Zucker verwenden. Deshalb sinken perspektivisch auch die Einnahmen. F\u00fcr die Folgejahre rechnet das Finanzministerium mit 875 bis 890 Millionen Euro j\u00e4hrlich.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Ist damit alles klar oder gibt es noch Streit?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00e4hrend die SPD die Zuckersteuer unterst\u00fctzt, gibt es vor allem in der Union Gegner. Der hessische Ministerpr\u00e4sident Boris Rhein (CDU) bezeichnete sie in einem Interview vor der Koalitionseinigung als \u201eTeuer-Steuer\u201c. Steigende Lebenshaltungskosten seien eines\u00a0der gr\u00f6\u00dften Probleme in Deutschland, sagte er dem \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c. \u201eEine Zuckersteuer halte ich deshalb f\u00fcr ein falsches Signal, zumal es dabei nicht darum geht, die Gesundheit zu f\u00f6rdern, sondern B\u00fcrger wieder zur Kasse zu bitten f\u00fcr die Haushaltsl\u00f6cher des Bundes.\u201c Zudem gef\u00e4hrde die Steuer Arbeitspl\u00e4tze in der meist mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Getr\u00e4nkeindustrie.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die CSU tr\u00e4gt die Steuer im Grundsatz zwar mit, w\u00fcnscht sich aber einen sp\u00e4teren Starttermin. \u201eUnser Wunschtermin ist der 1. Januar 2028. Dann h\u00e4tten die Unternehmen Zeit, die Rezepturen umzustellen\u201c, sagte der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Hoffmann, im Fr\u00fchstart von RTL und ntv. Den bislang vorgesehenen Start zum 1. Juli 2027 sehe die CSU weiterhin \u201esehr, sehr kritisch\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hauptziel sei die Gesundheit von Kindern, deshalb m\u00fcsse man den Unternehmen Zeit geben, ihre Rezepturen umzustellen. Der Bundeshaushalt sei zwar \u201eauf Kante gen\u00e4ht\u201c, es gebe aber Spielr\u00e4ume, um auf die Einnahmen f\u00fcr 2027 zu verzichten und eine Verschiebung m\u00f6glich zu machen. Im Bundestag d\u00fcrften Union und SPD dar\u00fcber in den n\u00e4chsten Wochen noch debattieren. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":58629,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134,7198],"tags":[29,4026,165,730,264,249,116],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58628"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58628"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58630,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58628\/revisions\/58630"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58628"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=58628"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=58628"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=58628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}