{"id":57811,"date":"2026-10-11T06:32:50","date_gmt":"2026-10-11T05:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=57811"},"modified":"2026-10-11T06:32:50","modified_gmt":"2026-10-11T05:32:50","slug":"tod-im-pestlabor-wie-real-ist-die-biowaffen-gefahr-durch-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/11\/tod-im-pestlabor-wie-real-ist-die-biowaffen-gefahr-durch-ki\/","title":{"rendered":"Tod im Pestlabor: Wie real ist die Biowaffen-Gefahr durch KI?"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>Russische Laborantin eines Pest-Instituts gestorben \u2013 <strong>Biowaffenverdacht im Westen.\u00a0<\/strong>\n<\/li>\n<li>\n<strong>Bundestags-Bericht:<\/strong> Gro\u00dfe Biowaffenprogramme bleiben staatlich.<\/li>\n<li>Anthropic meldet <strong>f\u00fcnf F\u00e4lle riskanter Bioforschung<\/strong> mit seinem Chatbot Claude.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Alle Bundeswehrsoldaten m\u00fcssen einmal im Jahr eine sogenannte ABC-Ausbildung absolvieren beziehungsweise auffrischen. Sie lernen, wie sie sich im Fall eines atomaren, biologischen oder chemischen Angriffs sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Obwohl seit 1975 ein <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/sicherheitspolitik\/abruestung-ruestungskontrolle\/uebersicht-bcwaffen-node\/verbotbiowaffen-bwue-node\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weltweites \u00dcbereinkommen<\/a> \u00fcber das Verbot biologischer Waffen in Kraft ist und beispielsweise von allen NATO-Staaten, Russland und der Volksrepublik China unterzeichnet wurde, glauben Milit\u00e4rs nicht daran, dass sich jeder Unterzeichnerstaat an den Vertrag h\u00e4lt. Das wurde zuletzt besonders bei der NATO-\u00dcbung <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/organisation\/unterstuetzungsbereich\/meldungen\/ueben-fuer-den-nuklearen-und-chemischen-ernstfall\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ePlatinum Mask 23\u2033<\/a> im Juli 2023 deutlich, bei der in der Oberlausitz die Reaktion auf einen ABC-Angriff auf das NATO-B\u00fcndnisgebiet ge\u00fcbt wurde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr das Milit\u00e4r ist die Bedrohung durch Biowaffen also kein Hirngespinst.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Spekulationen \u00fcber einen Pesterreger<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Seitdem bekannt wurde, dass die 28-j\u00e4hrige russische Laborantin Darja Schipilowa am 2. Oktober in einem Krankenhaus in Schelechow bei Irkutsk starb, werden in westlichen Medien Spekulationen laut, die Frau sei an einem Pesterreger gestorben, da sie am Irkutsker Anti-Pest-Forschungsinstitut f\u00fcr Sibirien und den Fernen Osten gearbeitet hatte. Seither wurde in Medien mehrfach der Verdacht ge\u00e4u\u00dfert, Russland forsche an Biowaffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Moskau wies diese Spekulationen zur\u00fcck. Am 4. Oktober <a href=\"https:\/\/tass.com\/society\/2197353\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">meldete<\/a> die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS, die nationale Gesundheits- und Verbraucherschutzbeh\u00f6rde Rospotrebnadsor stelle klar: Bei der verstorbenen Laborantin seien keine Mikroorganismen gefunden worden, die mit ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit in Zusammenhang st\u00fcnden. Vielmehr sei eine \u201eLungenentz\u00fcndung unbekannter \u00c4tiologie\u201c diagnostiziert worden, hei\u00dft es in der TASS-Meldung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Weil die Verstorbene an einem Pestforschungsinstitut arbeitete, verbreitete sich in der westlichen \u00d6ffentlichkeit die Annahme, es k\u00f6nne sich in Wahrheit um eine <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/RKI-Ratgeber\/Ratgeber\/Ratgeber_Pest.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lungenpest<\/a> handeln, die durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht wird. Sie ist die ansteckendste Form der Pest und verbreitet sich \u00fcber Tr\u00f6pfcheninfektion.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bat Russland um weitere Informationen zu dem Fall und zu Berichten \u00fcber einen zweiten Erkrankten mit einer Lungenentz\u00fcndung unklarer Ursache. Nach Angaben der russischen Beh\u00f6rden wurde bei keiner der Kontaktpersonen der Verstorbenen Pest nachgewiesen; rund 90 Prozent der zun\u00e4chst etwa 200 unter Quarant\u00e4ne gestellten Personen seien nach ann\u00e4hernd 5.000 Labortests wieder entlassen worden, bei denen keine gef\u00e4hrlichen Erreger gefunden worden seien. Ein Risiko einer Epidemie bestehe nicht.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/pestverdacht-in-sibirien-labor-liegt-neben-kindergarten-hotel-und-supermarkt-a5629974.html\"><h4 class=\"heading-4\">Pestverdacht in Sibirien: Labor liegt neben Kindergarten, Hotel und Supermarkt<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/pestverdacht-in-sibirien-labor-liegt-neben-kindergarten-hotel-und-supermarkt-a5629974.html\"><div class=\"relative h-fit\">\n<figure><img alt=\"Pestverdacht in Sibirien: Labor liegt neben Kindergarten, Hotel und Supermarkt\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id6100055-IMG_3068-420x280.96d8b950bdeef16f8fee6bf10ac0565b.webp\" class=\"wp-image-57817\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id6100055-IMG_3068-420x280.96d8b950bdeef16f8fee6bf10ac0565b.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id6100055-IMG_3068-420x280.96d8b950bdeef16f8fee6bf10ac0565b-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Trump-Putin-Telefonat brachte keine Kl\u00e4rung<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigte am 6. Oktober an, er habe mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin ein <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/trump-putin-russia-pneumonic-plague-f78d6612128f649ac179aee7da40e5be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Telefonat vereinbart<\/a>, um den m\u00f6glichen Pestfall im russischen Forschungsinstitut zu er\u00f6rtern. Einen Tag sp\u00e4ter <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/live-news\/20261007-russia-warns-of-false-information-as-second-plague-case-reported\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fragten ihn Reporter<\/a> im Oval Office, ob es sich um eine russische \u201eBiowaffe\u201c handeln k\u00f6nnte. Trump antwortete: \u201eDas glauben wir nicht. Wir werden es bald genug herausfinden, aber wir glauben das nicht.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Am 9. Oktober kam es zu dem Telefongespr\u00e4ch zwischen Trump und Putin. Danach gab der amerikanische Pr\u00e4sident jedoch lediglich bekannt, dass er die Lieferung von zun\u00e4chst mehr als 300.000 Tonnen Diesel aus Russland ausgehandelt habe. Von einer Aufkl\u00e4rung des Todesfalls im Pest-Forschungsinstitut war keine Rede mehr, wie die Nachrichtenagentur AP in einem von PBS News ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.pbs.org\/newshour\/world\/trump-strikes-deal-with-putin-for-russian-diesel-in-sharp-reversal-of-u-s-policy-ahead-of-midterms\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht<\/a> anmerkte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">M\u00f6glicherweise bleibt die Ursache des Todesfalls genauso ungekl\u00e4rt wie der Ursprung des Coronavirus SARS-CoV-2, das erstmals Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan bei einem Menschen nachgewiesen wurde und die weltweite COVID-19-Pandemie ausl\u00f6ste. Unter CIA-Direktor John Ratcliffe <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/cia-china-corona-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00e4nderte<\/a> der US-Auslandsgeheimdienst seine Einsch\u00e4tzung und h\u00e4lt einen Laborunfall in Wuhan f\u00fcr die wahrscheinlichere Erkl\u00e4rung, den die Volksrepublik China nicht zugeben wolle. Ebenso wie im russischen Irkutsk gab es auch in Wuhan ein Forschungsinstitut, in diesem Fall f\u00fcr Virologie.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Fehlende \u00dcberpr\u00fcfbarkeit<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Obwohl nahezu alle Staaten dieser Welt das Abkommen gegen die Herstellung von Biowaffen unterzeichnet haben, gibt es Forschungen, die sich in einer rechtlichen und wissenschaftlichen Grauzone bewegen oder offiziell zur Verteidigung dienen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA), das Schweizer Au\u00dfenministerium, wies am 14. August in einem <a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/de\/biologische-waffen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag<\/a> \u00fcber biologische Waffen auf seiner Website auf folgende Problematik hin: Das Biowaffen\u00fcbereinkommen verf\u00fcge weder \u00fcber eine f\u00fcr den Vollzug zust\u00e4ndige Organisation \u201enoch \u00fcber ein rechtlich verbindliches Verifikationssystem zur \u00dcberwachung der Einhaltung der Vertragsbestimmungen\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Weitere grundlegende Herausforderungen seien der rasante Fortschritt der biowissenschaftlichen Technologien sowie der \u201eDual-Use-Charakter der Biowissenschaften\u201c. Das hei\u00dft, die Forschungsergebnisse k\u00f6nnen sowohl zivil als auch milit\u00e4risch zur Herstellung biologischer Waffen genutzt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das EDA kommt zu dem Schluss: \u201eAngesichts dieser Risiken sowie der diffusen Bedrohung durch biologische Kampfstoffe und nichtstaatliche Akteure stellt das Fehlen wirksamer Verifikationsma\u00dfnahmen ein anhaltendes Defizit dar und schafft Unsicherheit und Misstrauen.\u201c<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/verdacht-auf-lungenpest-in-sibirien-who-und-usa-verlangen-antworten-von-russland-a5629564.html\"><h4 class=\"heading-4\">Verdacht auf Lungenpest in Sibirien: WHO und USA verlangen Antworten von Russland<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/verdacht-auf-lungenpest-in-sibirien-who-und-usa-verlangen-antworten-von-russland-a5629564.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Verdacht auf Lungenpest in Sibirien: WHO und USA verlangen Antworten von Russland\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/6tvcnd4zfs-v6-ax-s2048-420x280.9fb3d2982492f53b8ec245278ee12159.webp\" class=\"wp-image-57818\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/6tvcnd4zfs-v6-ax-s2048-420x280.9fb3d2982492f53b8ec245278ee12159.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/6tvcnd4zfs-v6-ax-s2048-420x280.9fb3d2982492f53b8ec245278ee12159-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">KI k\u00f6nnte die Entwicklung von Biowaffen erleichtern<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Seit kurzem warnen Experten zudem davor, dass K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) die Entwicklung von Biowaffen erleichtern und die bestehenden Sicherheits- und Kontrollmechanismen unterlaufen k\u00f6nnte. Einer von ihnen ist der Biologe Harald K\u00f6nig vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie. Er leitet das entsprechende Projekt beim B\u00fcro f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Das B\u00fcro ber\u00e4t <a href=\"https:\/\/www.tab-beim-bundestag.de\/ueber-uns.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach eigener Aussage<\/a> das Parlament in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In seinem <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/071\/2107148.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endbericht<\/a> f\u00fcr den Bundestag zu den Risiken von Biotechnologie und KI, den der Forschungsausschuss am 8. Juli billigte, schreiben K\u00f6nig und sein Mitautor Arnold Sauter: \u201eDie rasanten Fortschritte bei der Analyse und Synthese von Erbgut (DNA) sowie bei der gezielten Ver\u00e4nderung von Genen in verschiedensten Organismen durch Genomeditierungs-Techniken haben die M\u00f6glichkeiten der Erforschung und der Ver\u00e4nderung biologischer Systeme bzw. Organismen in den letzten 10 bis 15 Jahren vereinfacht und stark erweitert.\u201c Ein zunehmend wichtiges Werkzeug seien dabei computergest\u00fctzte Analyse- und Designprozesse.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mit den durch KI und deren Zusammenspiel mit biotechnologischen Methoden (KIxBio) weiter zunehmenden M\u00f6glichkeiten der Synthetischen Biologie habe sich \u201eeine Sicherheitsdebatte entwickelt, die sich stark auf Missbrauchsrisiken durch die m\u00f6gliche Herstellung biologischer Waffen sowie die damit verbundenen Sicherheitsfragen fokussiert\u201c, hei\u00dft es in dem Papier weiter.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es best\u00fcnden Bef\u00fcrchtungen, dass die H\u00fcrden hierf\u00fcr durch die neuen KIxBio-M\u00f6glichkeiten entscheidend gesenkt werden k\u00f6nnten und die Generierung gef\u00e4hrlicherer oder neuartiger biologischer Mittel erleichtert w\u00fcrde. Bef\u00fcrchtet werde zudem, dass die Wirksamkeit von Biosicherheits- und Abwehrma\u00dfnahmen verringert oder unterlaufen werden k\u00f6nnte.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gro\u00dfe Programme bleiben staatlich \u2013 kleinere Anschl\u00e4ge werden denkbarer<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Bedrohungen durch aufwendige Biowaffensysteme weiterhin vor allem von Staaten oder von diesen unterst\u00fctzten Gruppen ausgehen d\u00fcrften, weil Massenproduktion und Ausbringungstechnik von den neuen KI-M\u00f6glichkeiten weitgehend unabh\u00e4ngig sind. Wahrscheinlicher seien bei nicht staatlichen Akteuren technisch einfachere Anschl\u00e4ge mit kleinen Mengen \u2013 wie 1984 bei der Salmonellenvergiftung in US-Restaurants oder 2001 bei den Anthrax-Briefen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hier k\u00f6nnte KI eine Rolle spielen, etwa beim Erlangen von Wissen \u00fcber die Herstellung solcher Agenzien. Zwar legen Tests nahe, dass Sprachmodelle die Leistungen von Personen mit wenig Biologieerfahrung bei Wissensfragen verbessern k\u00f6nnen, \u201eteilweise auf das Niveau von Expert\/innen oder sogar dar\u00fcber hinaus\u201c. Ob sich dieses Wissen in der Praxis umsetzen l\u00e4sst, bleibt laut Bericht jedoch offen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Au\u00dferdem weist der Bericht auf kommerzielle automatisierte Laborplattformen hin, die \u00fcber das Internet genutzt werden k\u00f6nnen: \u201eCloud Labs und \u00e4hnliche Einrichtungen k\u00f6nnen bereits heute die Notwendigkeit aufheben, (zumindest manche) praktische Laborarbeiten zur Herstellung biologischer Agenzien selbst durchf\u00fchren zu m\u00fcssen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr den effektiven Einsatz solcher Labore sei zwar noch \u201espezifisches Wissen zu den verwendeten Agenzien und methodischen Verfahren sowie zu Cloud-Lab-Abl\u00e4ufen selbst\u201c notwendig. Es sei aber nicht auszuschlie\u00dfen, dass diese Anforderungen k\u00fcnftig abnehmen, etwa durch eine mittels KI erleichterte Programmierung von Experimenten, stellen die Experten fest.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/wie-realistisch-ist-ein-russischer-militaerschlag-auf-nato-gebiet-a5629079.html\"><h4 class=\"heading-4\">Wie realistisch ist ein russischer Milit\u00e4rschlag auf NATO-Gebiet?<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/wie-realistisch-ist-ein-russischer-militaerschlag-auf-nato-gebiet-a5629079.html\"><div class=\"relative h-fit\">\n<figure><img alt=\"Wie realistisch ist ein russischer Milit\u00e4rschlag auf NATO-Gebiet?\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/GettyImages-2259855024-420x280.cfff8b2c87db4340e9d9a3a9930e18f1.webp\" class=\"wp-image-57819\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/GettyImages-2259855024-420x280.cfff8b2c87db4340e9d9a3a9930e18f1.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/GettyImages-2259855024-420x280.cfff8b2c87db4340e9d9a3a9930e18f1-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Anthropic-Bericht \u00fcber KI-Missbrauch f\u00fcr \u201ebiologische Zwecke\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anfang September ver\u00f6ffentlichte die in San Francisco beheimatete KI-Firma \u201eAnthropic\u201c auf ihrer Website gnau zu diesem Thema ebenfalls einen <a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/threat-intelligence-report-september-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht<\/a>. Ihr Sicherheitsteam habe festgestellt, dass es \u201eMissbrauch von KI f\u00fcr biologische Zwecke\u201c entdeckt und \u201ebek\u00e4mpft\u201c habe. Anthropic stellt in seinem Bericht fest: \u201eDer Missbrauch biologischer Mittel ist eines der gravierendsten Risiken von KI-Modellen der neuesten Generation. Seit langem besteht die Sorge, dass KI-Modelle eines Tages ein Leistungsniveau erreichen k\u00f6nnten, das es ihnen erm\u00f6glicht, bestehende Krankheitserreger noch gef\u00e4hrlicher zu machen \u2013 oder v\u00f6llig neue zu erschaffen. Ohne geeignete Sicherheitsvorkehrungen k\u00f6nnten solche F\u00e4higkeiten katastrophale Folgen haben.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anthropic f\u00fchrt f\u00fcnf F\u00e4lle auf, in denen KI f\u00fcr Forschung genutzt wurde, die der Entwicklung von Biowaffen dienen k\u00f6nnte. Bei Forschung, die sowohl der Medizin als auch milit\u00e4rischen Zwecken dienen kann, sei es jedoch schwierig, eine klare Trennlinie zwischen harmlosen und b\u00f6sartigen Absichten zu ziehen, erkl\u00e4rt das Unternehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Konkret nennt der Bericht einen blockierten Versuch, mit Hilfe von Claude einen F\u00f6rderantrag f\u00fcr Gain-of-Function-Forschung am Chikungunya-Virus zu verfassen \u2013 die Arbeiten zielten darauf, Mutationen zu finden, die die \u00dcbertragbarkeit des Erregers und seine F\u00e4higkeit zur Umgehung des Immunsystems erh\u00f6hen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Antrag stammte den Angaben zufolge aus einem milit\u00e4rischen Forschungsinstitut. Solche Methoden sind in Laboren g\u00e4ngig, um Gegenmittel zu entwickeln, sie sind aber auch ein Weg zur Entwicklung von Biowaffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In einem zweiten Fall plante ein Forscher au\u00dferhalb der USA \u00fcber Wochen mit Claude Experimente zu hochpathogener Vogelgrippe, bei denen es um die Anpassung an S\u00e4ugetiere und die \u00dcbertragung \u00fcber die Luft ging. Auch hier h\u00e4lt Anthropic fest, dass solche Forschung der Pr\u00e4vention dienen kann, ebenso aber der Entwicklung von Biowaffen.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":56488,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7737,7198],"tags":[6306,17325,6281,17326,234,10928,17327,577,17328,11639,17329,16915,646,17330,16916,17331,80,17332,934,1125],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57811"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57811"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57820,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57811\/revisions\/57820"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57811"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=57811"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=57811"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=57811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}