{"id":57136,"date":"2026-10-08T12:44:12","date_gmt":"2026-10-08T11:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=57136"},"modified":"2026-10-08T12:44:12","modified_gmt":"2026-10-08T11:44:12","slug":"70-regierungen-seit-kriegsende-italiens-parlament-billigt-neues-wahlrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/08\/70-regierungen-seit-kriegsende-italiens-parlament-billigt-neues-wahlrecht\/","title":{"rendered":"70 Regierungen seit Kriegsende: Italiens Parlament billigt neues Wahlrecht"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni hat das neue Wahlrecht mit einer letzten Abstimmung erfolgreich durch das Parlament gebracht. Die Reform nahm in der Abgeordnetenkammer in Rom die letzte parlamentarische H\u00fcrde und wurde mit 227 zu 164 Stimmen endg\u00fcltig verabschiedet. Der Senat \u2013 die zweite Kammer des Parlaments \u2013 hatte das Vorhaben bereits Mitte September gebilligt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. Meloni hatte die Reform zum Pr\u00fcfstein f\u00fcr ihre Regierung gemacht und erkl\u00e4rt, ein Scheitern werde Konsequenzen haben. Die drei vorherigen Vertrauensvoten \u00fcber einzelne Artikel des Wahlrechts am Dienstag und Mittwoch waren namentlich erfolgt, die heutige Schlussabstimmung hingegen war geheim. Die Opposition hatte deshalb auf Abweichler aus den Reihen der Regierungskoalition gehofft.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/meloni-gewinnt-bei-wahlrechtsreform-letzte-huerde-folgt-a5630088.html\"><h4 class=\"heading-4\">Meloni gewinnt bei Wahlrechtsreform &#8211; letzte H\u00fcrde folgt<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/meloni-gewinnt-bei-wahlrechtsreform-letzte-huerde-folgt-a5630088.html\"><div class=\"\"><figure><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Im Fokus vor allem der sogenannte Mehrheitsbonus<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Meloni m\u00f6chte mit der Reform durchsetzen, dass der Sieger einer Parlamentswahl einen Mehrheitsbonus bekommt, wenn er 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Eine neue Koalition bek\u00e4me dann in der Abgeordnetenkammer 70 Sitze hinzu und im Senat 35 Sitze zus\u00e4tzlich. Aus einem knappen Wahlsieg k\u00f6nnte so eine komfortable Mehrheit werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Meloni begr\u00fcndet die Reform mit dem Bed\u00fcrfnis nach stabilen Mehrheiten und langfristigen Regierungen mit einer klaren politischen Ausrichtung. Mit stabileren Mehrheitsverh\u00e4ltnissen w\u00fcrde es nicht mehr so h\u00e4ufig zu Regierungswechseln kommen. Seit Kriegsende z\u00e4hlte Italien 70 Regierungen. Meloni h\u00e4lt sich mit ihrer Koalition inzwischen so lange am St\u00fcck im Amt wie kein anderer Regierungschef \u2013 fast vier Jahre schon regiert sie in Rom.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Auswirkungen noch unklar<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Trotz des Siegs in der Abgeordnetenkammer ist aber ungewiss, welche Auswirkungen die Reform tats\u00e4chlich bei der n\u00e4chsten Wahl entfalten k\u00f6nnte. Aktuell liegen zwar sowohl das Dreier-Lager um Meloni als auch das Mitte-Links-Lager nahezu gleichauf bei etwas mehr als 42 Prozent. Allerdings schwindet derzeit vor allem die Zustimmung f\u00fcr die beiden kleineren Koalitionspartner Lega von Matteo Salvini und Forza Italia von Antonio Tajani.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sollte eine Partei oder Koalition bei einer Wahl also unter der Schwelle von 42 Prozent bleiben, werden die Sitze im Verh\u00e4ltniswahlrecht zugeteilt und es droht Zersplitterung. Statt Stabilit\u00e4t k\u00f6nnte also wieder Instabilit\u00e4t drohen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zum entscheidenden Faktor k\u00f6nnte auch Roberto Vannacci mit seiner neu gegr\u00fcndeten Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) werden, die bei etwa acht Prozent lag und deren Kandidat zuletzt bei der Nachwahl in Kalabrien Ende September auf rund elf Prozent kam.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Offiziell endet die Legislaturperiode im Herbst 2027. Allerdings ist inzwischen auch ein fr\u00fcherer Wahltermin im Gespr\u00e4ch. Diskutiert wird etwa eine Zusammenlegung mit den Kommunalwahlen in zahlreichen St\u00e4dten und Gemeinden im kommenden Fr\u00fchjahr.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Laut Medien auch verfassungsrechtliche Bedenken<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es gibt jedoch auch verfassungsrechtliche Bedenken. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte das italienische Verfassungsgericht der Regierung noch einen Strich durch die Rechnung machen und die Reform stoppen. Dies trifft insbesondere auf den Mehrheitsbonus zu. Verfassungsrechtler verweisen Medienberichten zufolge auf die Rechtsprechung des Gerichts, das eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Verzerrung des Stimmenverh\u00e4ltnisses zugunsten des Wahlsiegers untersagt hat. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":57137,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7198],"tags":[538,51,54,865],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57136"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57136"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57138,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57136\/revisions\/57138"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57136"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=57136"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=57136"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=57136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}