{"id":56753,"date":"2026-10-07T13:52:33","date_gmt":"2026-10-07T12:52:33","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=56753"},"modified":"2026-10-07T13:52:33","modified_gmt":"2026-10-07T12:52:33","slug":"dieser-plan-soll-porsche-wieder-erfolgreich-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/07\/dieser-plan-soll-porsche-wieder-erfolgreich-machen\/","title":{"rendered":"Dieser Plan soll Porsche wieder erfolgreich machen"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Michael Leiters hat sich seit seinem Amtsantritt im Januar Zeit genommen, die Zukunft von Porsche neu zu ordnen. Nun hat der Manager seine Pl\u00e4ne vorgestellt \u2013 mitten in der Herzkammer des Konzerns. So bezeichnet Porsche sein Entwicklungszentrum im schw\u00e4bischen Weissach bei Stuttgart gerne selbst. Mitunter ist auch von der Denkfabrik die Rede. Wo sonst erste Zeichnungen f\u00fcr neue Fahrzeuge entstehen, Prototypen entwickelt und PS-Geschosse auf der hauseigenen Teststrecke erprobt werden, steckte der Porsche-Chef den Kurs f\u00fcr die kommenden Jahre ab.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der 55-J\u00e4hrige skizzierte das Bild eines Unternehmens, das wieder so kraftvoll auftreten will wie das Ross im eigenen Wappen. Denn Porsche war zuletzt ins Straucheln geraten. Die Gewinneinbr\u00fcche hatten auch die Konzernmutter Volkswagen mehrfach in Bedr\u00e4ngnis gebracht \u2013 und die Eignerfamilien Porsche und Pi\u00ebch viel Geld gekostet. Nun steht die Sanierung an.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Plan, der \u201eSportwagenschmiede \u201935\u201c hei\u00dft, setzt auf mehr Exklusivit\u00e4t, neue Modelle und h\u00f6here Ertr\u00e4ge \u2013 aber auch auf harte Einschnitte bei Kosten, Organisation und Belegschaft. Ein \u00dcberblick.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Mit weniger Autos mehr verdienen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Sportwagenbauer war in den vergangenen Jahren stark gewachsen \u2013 und will sich nun angesichts der sinkenden Absatzzahlen unabh\u00e4ngiger von hohen St\u00fcckzahlen machen. Die Gewinnschwelle soll k\u00fcnftig bei weniger als 200.000 verkauften Fahrzeugen liegen. Zuletzt seien viele Teile des Konzerns eher auf die Produktion von 350.000 Autos ausgelegt gewesen, sagte Leiters. Dazu, bei welcher St\u00fcckzahl die Gewinnschwelle zuletzt lag, machte er keine Angaben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Klar ist aber, dass er das Unternehmen auf weniger Masse trimmen will. Das gilt in der Autobranche als schwierig, weil in aller Regel Gr\u00f6\u00dfenvorteile zum Tragen kommen. Leiters will daher die Marke h\u00f6her positionieren und das Angebot in besonders teuren Bereichen ausbauen. \u201eDie oberen Marktsegmente verbinden eine stark wachsende Kundennachfrage mit hoher Exklusivit\u00e4t und attraktiver Profitabilit\u00e4t\u201c, sagte Leiters. Porsche setzt daher auf teure Individualisierung: Der Umsatz des Sonderwunsch-Programms, bei dem sich Kunden ihr Fahrzeug hochgradig personalisieren k\u00f6nnen, soll sich mittelfristig versechsfachen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Neue Modelle f\u00fcr die teuren Segmente<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Anteil besonders teurer Modelle soll daher von rund einem Drittel auf fast die H\u00e4lfte ausgebaut werden. Das soll bis 2030 den Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 Euro auf 330.000 Euro heben. Neben Luxus-Varianten des Klassikers 911 pr\u00fcft Porsche auch ein SUV, das gr\u00f6\u00dfer und teurer als der Cayenne sein soll. Ein Zweit\u00fcrer-Supersportwagen \u00fcber dem 911er d\u00fcrfte ebenfalls dazukommen. Damit die Expedition in neue H\u00f6hen handelbar bleibt, soll die Zahl der Modellvarianten an anderer Stelle um rund 20 Prozent gek\u00fcrzt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In den n\u00e4chsten Jahren muss Porsche auch L\u00fccken im Angebot schlie\u00dfen: Die E-Version des Mittelmotor-Sportwagens 718 (Boxster und Cayman) k\u00fcndigte Leiters f\u00fcr 2027 an. Ein Jahr sp\u00e4ter soll ein neues SUV mit Verbrenner oder als Plug-in-Hybrid neben den E-Macan treten. F\u00fcr die Ikone der Schwaben hatte sich Leiters aber bereits festgelegt: \u201eDer 911er wird niemals elektrisch sein\u201c.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Kosten sollen runter<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Porsche will seine Entwicklungskosten f\u00fcr k\u00fcnftige Modellreihen den Angaben nach um bis zu 20 Prozent senken. Die Personalkosten in der Fertigung sollen mittelfristig um bis zu 30 Prozent runter. Verkaufs- und Vertriebskosten sollen um 20 Prozent sinken, unter anderem durch weniger Vertriebsregionen. Bei den Materialeinzelkosten f\u00fcr neue Fahrzeugprojekte peilt der Konzern ein Minus von rund zehn Prozent gegen\u00fcber den bisherigen Planungen an.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eWir m\u00fcssen dort schlanker werden, wo die Kunden keinen Unterschied sehen, damit wir dort mehr investieren k\u00f6nnen, wo sie ihn sehen\u201c, sagte Porsche-Entwicklungschef Michael Steiner. Die Entwicklungszeit soll um bis zu 40 Prozent sinken. Helfen sollen mehr Simulationen, weniger Komplexit\u00e4t und Synergien im VW-Konzern \u2013 zum Beispiel bei gemeinsamen Bauteilen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Porsche konzentriert sich zudem auf sein Kerngesch\u00e4ft: Dazu geh\u00f6ren der Verkauf von Beteiligungen an Bugatti und der Management- und IT-Beratung MHP sowie die geplante Schlie\u00dfung mehrerer Tochter-Firmen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Der Umbau trifft die Besch\u00e4ftigten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein wesentliches Ziel der Strategie ist ein schlankeres Unternehmen. Das hei\u00dft: Viele Porsche-Mitarbeiter m\u00fcssen gehen. Insgesamt werde die Belegschaft mittelfristig um 25 Prozent reduziert \u2013 bei einem strategischen Ziel von 30 Prozent, hie\u00df es. \u00dcberproportional abgebaut werden soll in Verwaltung und Entwicklung. Wegfallen sollen daher auch 40 Prozent der Management-Stellen. Weltweit besch\u00e4ftigte der Konzern Ende 2025 noch rund 41.800 Menschen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dabei spielt das sogenannte Zukunftspaket eine zentrale Rolle. Darauf hatten sich im Sommer Unternehmen und Gesamtbetriebsrat geeinigt. Unter anderem sieht es den Abbau von weiteren 5.000 Stellen in der Region Stuttgart bis 2035 vor. Im Gegenzug wurden betriebsbedingte K\u00fcndigungen ausgeschlossen. In der Porsche-Heimat fallen insgesamt rund 9.000 Stellen weg. Hinzu kommen Abbauprogramme im Leipziger Werk und bei Tochterunternehmen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Porsche muss mehrere Probleme gleichzeitig l\u00f6sen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Porsche hatte zuletzt zu k\u00e4mpfen \u2013 unter anderem mit sinkenden Absatzzahlen, vor allem in China, einer geringeren Nachfrage nach E-Modellen und den US-Z\u00f6llen. Hinzu kamen die Milliardenkosten f\u00fcr das l\u00e4nger als geplante Festhalten am Verbrenner, die den Gewinn 2025 zum gr\u00f6\u00dften Teil aufgezehrt haben. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vorjahresvergleich um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Im ersten Halbjahr stabilisierte sich das Ergebnis.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In China stellt sich Porsche Leiters zufolge darauf ein, k\u00fcnftig h\u00f6chstens noch ein Zehntel seiner Fahrzeuge zu verkaufen. Der Markt sei sehr anspruchsvoll und habe sich grundlegend ver\u00e4ndert. Die Planung f\u00fcr China sei daher \u201esehr konservativ\u201c. Im Spitzenjahr 2020 wurden fast 35 Prozent der Fahrzeuge von Porsche in die Volksrepublik verkauft. 2025 waren es noch knapp 15 Prozent. Aufgeben werde man China aber nicht, sagte Leiters.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Rechnung der Strategie<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Zweifel an der Ertragskraft der fr\u00fcheren VW-Renditeperle soll die Strategie entkr\u00e4ften: \u201eDas Umsatzwachstum soll das Absatz-Wachstum \u00fcbertreffen, das Ergebniswachstum soll das Umsatzwachstum \u00fcbertreffen\u201c, hie\u00df es.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mittelfristig soll von 100 Euro Umsatz wieder ein operativer Gewinn von 10 bis 15 Euro \u00fcbrig bleiben. Im ersten Halbjahr waren es 7,80 Euro. Absolut strebt Porsche in einigen Jahren einen Umsatz zwischen 41 und 45 Milliarden Euro an. 2025 waren es 36,3 Milliarden. Das obere Ende der Ziele sei aber auch von einem besseren wirtschaftlichen, geopolitischen und regulatorischen Umfeld oder von weiteren Wertsch\u00f6pfungsinitiativen abh\u00e4ngig.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wann kommt der Schub?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eWas wir hier vorhaben, wird nicht \u00fcber Nacht geschehen\u201c, sagte Leiters. Es werde zun\u00e4chst eine \u00dcbergangsphase geben, in der man wettbewerbsf\u00e4higer werden m\u00fcsse. Bereits im kommenden Jahr soll die Gewinnschwelle unter die Marke von 200.000 Fahrzeugen fallen. Von 2028 an sollen die elektrischen 718-Modelle den Absatz st\u00fctzen. Vom neuen Verbrenner-SUV erwartet Porsche ab 2029 einen sp\u00fcrbaren Beitrag zu Umsatz und Profitabilit\u00e4t.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das n\u00e4chste Kapitel sei dann der Start der neuen Produktgeneration. \u201eDann erwarten wir, dass die Entwicklung richtig an Fahrt gewinnt\u201c, sagte Leiters. Doch selbst wenn die Strategie aufgeht: Mit einem langfristigen Renditeziel von 15 Prozent bleibt Porsche unter Werten fr\u00fcherer Top-Jahre. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":56754,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7198,131],"tags":[518,39,29,542,123,1360,1780,2132],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56753"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56753"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56755,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56753\/revisions\/56755"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56753"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=56753"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=56753"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=56753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}