{"id":49179,"date":"2026-09-15T21:00:26","date_gmt":"2026-09-15T20:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=49179"},"modified":"2026-09-15T21:00:26","modified_gmt":"2026-09-15T20:00:26","slug":"fall-fabian-angeklagte-verwickelt-sich-in-neue-widerspruche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/09\/15\/fall-fabian-angeklagte-verwickelt-sich-in-neue-widerspruche\/","title":{"rendered":"Fall-Fabian: Angeklagte verwickelt sich in neue Widerspr\u00fcche"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eKann ich nicht erkl\u00e4ren\u201c, \u201eWei\u00df ich nicht\u201c, \u201eIch war mit der Situation \u00fcberfordert\u201c \u2013 im Mordfall Fabian muss die Angeklagte mehrfach eingestehen, ihr Verhalten nicht erkl\u00e4ren und Widerspr\u00fcche in ihren Aussagen nicht ausr\u00e4umen zu k\u00f6nnen. Am 28. Verhandlungstag muss sich die 30-J\u00e4hrige einer neuerlichen Befragung unterziehen. Obwohl der Vorsitzende Richter Holger Sch\u00fctt zu Beginn der Verhandlung betont, die Befragung diene nicht dazu, die Angeklagte vorzuf\u00fchren, nimmt er sie anschlie\u00dfend stundenlang hart in die Mangel.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut Anklage soll die Frau den achtj\u00e4hrigen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in G\u00fcstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer s\u00fcdlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschlie\u00dfend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verh\u00e4ltnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenh\u00e4ngen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat weiterhin ab.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Grund f\u00fcr Fahrt nach G\u00fcstrow infrage gestellt<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch Sch\u00fctt konfrontiert die Beschuldigte mit zahlreichen Widerspr\u00fcchen, die sie etwa zum Tag des Verschwindens von Fabian gemacht hat. Sie habe angegeben, von ihren Gro\u00dfeltern zum Geldabheben in die Kleinstadt geschickt worden zu sein, aber die Bankkarte vergessen zu haben, sagt er. Die Gro\u00dfeltern h\u00e4tten jedoch sp\u00e4ter erkl\u00e4rt, dass sie am Tattag den ganzen Vormittag zu Hause verbracht habe. Wie komme es zu dem Widerspruch? Das k\u00f6nne sie nicht erkl\u00e4ren, muss sie einr\u00e4umen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Immer wieder st\u00f6\u00dft der Richter sie auf Ungenauigkeiten, Widerspr\u00fcche und auch Falschaussagen. Sie habe bei der Befragung in der vergangenen Woche ausgesagt, dass sie das Geld dann einen Tag sp\u00e4ter abgeholt habe. Bis in die Folgewoche sei aber keine Abholung erfolgt, sagt Sch\u00fctt unter Verweis auf die Bankausz\u00fcge. Damit zieht er das von der Angeklagten genannte Motiv \u2013 die Geldabhebung \u2013 f\u00fcr die Fahrt nach G\u00fcstrow grunds\u00e4tzlich infrage. \u201eWarum war das nicht so eilig\u201c, will er wissen. Eine klare Antwort kann die Beschuldigte darauf nicht geben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eWarum haben Sie den Vater des toten Jungen angelogen\u201c \u2013 fragt Sch\u00fctt die Angeklagte dazu an einer Stelle. Auch dem Kindesvater habe sie schlie\u00dflich falsche Angaben zu ihrem Verbleib am mutma\u00dflichen Tattag gemacht. An anderer Stelle wirft er ihr vor, beim Leben ihres eigenen Kindes zu schw\u00f6ren, nun die Wahrheit zu sagen, nachdem sie gerade beim L\u00fcgen erwischt wurde. \u201eDabei ist es nur die halbe Wahrheit\u201c, konstatiert er, nachdem sie auch diese Angaben korrigieren muss.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch die Absprache eines Alibis f\u00fcr den Vormittag des mutma\u00dflichen Tattages irritiert Sch\u00fctt. Zuvor hatte die Angeklagte laut Gericht dies damit begr\u00fcndet, ein Treffen mit einem verheirateten Bekannten geheim halten zu wollen. Dieses Treffen fand allerdings am Nachmittag statt. Das Alibi wurde nur bis 11.00 Uhr verabredet. \u201eIch wei\u00df nicht, warum\u201c, sagt die Angeklagte.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Umst\u00e4nde des Leichenfunds bleiben omin\u00f6s<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Widerspr\u00fcche macht das Gericht zudem zu den Umst\u00e4nden des Leichenfunds deutlich. Am 14. Oktober meldete die inzwischen Angeklagte der Polizei die Entdeckung einer Kinderleiche bei einem T\u00fcmpel bei Klein Upahl. Damals gab sie an, die Leiche zuf\u00e4llig beim Spazierengehen entdeckt zu haben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Frage, wieso die Angeklagte, der in der Vergangenheit eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung attestiert wurde, schon am Abend und in der Nacht zuvor am Fundort war, erst mit einem und danach mit einem weiteren Bekannten, nimmt am 28. Verhandlungstag erneut viel Platz ein. Sie habe ihre Bekannten mit der anf\u00e4nglichen Falschaussage sch\u00fctzen wollen, sagte sie w\u00e4hrend der Verhandlung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sch\u00fctt will wissen, wieso die Angeklagte am 13. Oktober binnen drei Stunden dem ersten der beiden Bekannten dreimal vorgeschlagen habe, dort auf einem Feld zu suchen. Die Angeklagte verweist auf Internetvideos, in denen Klein Upahl erw\u00e4hnt worden sei. Daher h\u00e4tten sie sich dort umgeschaut. Sch\u00fctt wendet ein, selbst wenn der Ort bereits zuvor im Internet genannt worden sei, sei von einem Feld keine Rede gewesen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wieso werden die laut Angeklagter ma\u00dfgeblichen Internetvideos mit keinem Wort in Sprachnachrichten an den Bekannten erw\u00e4hnt, als sie vorschl\u00e4gt, dort zu suchen? Sch\u00fctt sagt, die Idee wirke eher wie ein \u201efrischer Gedanke\u201c der Frau. Wieso erw\u00e4hne sie die Internetbeitr\u00e4ge auch nicht in ihrer Vernehmung bei der Polizei? Auch darauf gibt die Angeklagte keine klare Antwort.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sie relativiert stattdessen: \u201eWir wollten ja auch nicht richtig suchen.\u201c Es habe sich vielmehr um einen Vorwand zum Treffen mit ihrem Bekannten gehandelt. Sch\u00fctt leuchtet auch das nicht ein. Wozu br\u00e4uchten die beiden, die sich in den Vortagen bereits mehrfach getroffen hatten, einen Vorwand?<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Mutter wirft Angeklagter Mord vor<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es bleibt bei den Aussagen der Angeklagten vieles unklar. Obwohl noch keine Pl\u00e4doyers gehalten werden, wirft die Staatsanwaltschaft ihr st\u00e4ndige L\u00fcgen vor. Auch die Mutter Fabians als Nebenkl\u00e4gerin glaubt der Beschuldigten nicht, wirft ihr \u201eL\u00fcgengeschichten\u201c vor und fragt sie in einem emotionalen Ausbruch direkt: \u201eWarum musste er sterben?\u201c, ehe das Gericht die Anw\u00fcrfe als unzul\u00e4ssig unterbricht. \u201eIch war es nicht\u201c, beharrt die Angeklagte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Verteidigung bescheinigt der Angeklagten zumindest das Bem\u00fchen um Wahrheit. \u201eEs ist ihre Art, vorschnell etwas zu sagen\u201c, sagt Anwalt Andreas Ohm. Der zweite Verteidiger Thomas L\u00f6cker begr\u00fcndet Irrt\u00fcmer seiner Mandantin mit der hohen emotionalen Belastung und verweist darauf, wie viele Menschen schon bei einer einfachen Pr\u00fcfung Wichtiges vergessen w\u00fcrden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Skepsis des Richters bleibt. \u201eVieles stellt sich als unwahr heraus\u201c, fasst Sch\u00fctt zum Ende der Befragung zusammen. Er wisse nicht, ob das mit der Krankheit zu tun habe oder mit ihrer Pers\u00f6nlichkeit, aber f\u00fcr schl\u00fcssig halte er die Darstellung der Angeklagten nicht, macht er deutlich. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":49180,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134,7198],"tags":[29,13891,6544,502,66,1270,1271],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49179"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49179"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49181,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49179\/revisions\/49181"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49179"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=49179"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=49179"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=49179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}