{"id":48139,"date":"2026-09-13T06:19:36","date_gmt":"2026-09-13T05:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=48139"},"modified":"2026-09-13T06:19:36","modified_gmt":"2026-09-13T05:19:36","slug":"was-kunst-mit-unserem-wohlbefinden-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/09\/13\/was-kunst-mit-unserem-wohlbefinden-macht\/","title":{"rendered":"Was Kunst mit unserem Wohlbefinden macht"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eBeim Blick in Richtung Zukunft kannst du die einzelnen Punkte noch nicht miteinander verbinden \u2013 erst im R\u00fcckblick zeigt sich der Zusammenhang. Deshalb musst du darauf vertrauen, dass sich die Punkte in deiner Zukunft auf irgendeine Weise miteinander verbinden werden.\u201c Das sind die Worte des ehemaligen Apple-Chefs Steve Jobs in seiner <a href=\"https:\/\/news.stanford.edu\/stories\/2005\/06\/youve-got-find-love-jobs-says\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abschlussrede an der Stanford University im Jahr 2005<\/a>.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In seiner Rede schilderte Jobs, wie er nach seinem Studienabbruch auf dem Campus blieb und einen Kurs in Kalligrafie belegte. Jobs f\u00fchrte die au\u00dfergew\u00f6hnlich sch\u00f6ne Typografie des Apple Mac auf genau diesen Kurs zur\u00fcck und bezeichnete ihn als einen der Gr\u00fcnde f\u00fcr den unglaublichen Erfolg des Mac.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Jobs belegte diesen Kalligrafiekurs, weil es ihm Spa\u00df machte. Er ahnte nicht, wie wichtig er f\u00fcr seinen sp\u00e4teren Erfolg sein w\u00fcrde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Von Jobs\u2019 aufschlussreichen \u00dcberlegungen inspiriert, begann ich die Punkte meiner Lebensgeschichte zu verbinden, allerdings auf ganz andere Weise: um zu schildern, in welcher Weise sich Kunst auf mein Wohlbefinden ausgewirkt hat. Viele von uns haben ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wahrscheinlich schon einmal im Zusammenhang mit Ern\u00e4hrung betrachtet, aber vielleicht noch nicht dar\u00fcber nachgedacht, inwiefern die Kunst, die wir konsumieren, unsere Lebensqualit\u00e4t beeinflusst.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wenn Kunst zum Leben geh\u00f6rt<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kunst hatte schon immer einen festen Platz in meinem Leben, und ich hatte das Gl\u00fcck, viele der bedeutendsten Galerien und Museen der Welt besuchen zu k\u00f6nnen: darunter den Louvre in Paris, das Rijksmuseum in Amsterdam, die Eremitage in Sankt Petersburg, das Metropolitan Museum of Art in New York und viele mehr. Da ich den gr\u00f6\u00dften Teil meines Lebens nicht weit von den weltber\u00fchmten Londoner Kunstinstitutionen entfernt gelebt habe, liegt gro\u00dfe Kunst f\u00fcr mich praktisch vor der Haust\u00fcr.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Meine erste Begegnung mit einem Meisterwerk hat sich tief in mein Ged\u00e4chtnis eingepr\u00e4gt. Ich war etwa elf Jahre alt und auf einem Schulausflug in einer Londoner Galerie. Dort sah ich eine mit roter Kreide zart ausgef\u00fchrte Zeichnung von Raffael, Leonardo da Vinci oder einem anderen Meister dieser Epoche (man m\u00f6ge es meinem elfj\u00e4hrigen Ich verzeihen, dass es dieses wichtige Detail vergessen hat).<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/09\/Leonardo_da_Vinci_-_Virgin_and_Child_with_Ss_Anne_and_John_the_Baptist.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"935\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5601577 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/Leonardo_da_Vinci_-_Virgin_and_Child_with_Ss_Anne_and_John_the_Baptist-700x935.aaac5ba732b3abfbcb06f0ae489b6575.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">\u201eThe Burlington House Cartoon\u201c, 1506\u20131508, von Leonardo da Vinci. Leonardos beeindruckende Zeichnung mit Kohle und roter Kreide in der Londoner National Gallery \u00e4hnelt jener, die mich im Alter von 11 Jahren inspiriert hat.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: gemeinfrei<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich war zutiefst beeindruckt von dieser zarten, filigranen Darstellung, ohne jedoch genau sagen zu k\u00f6nnen, warum. Ich glaube nicht einmal, dass ich damals verstand, was sie eigentlich zeigte. Doch die Zeichnung faszinierte mich so sehr, dass ich einfach stehen blieb und dieses geheimnisvolle Meisterwerk weiter betrachtete, w\u00e4hrend meine Klassenkameraden l\u00e4ngst weiterzogen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Etwa zehn Jahre nach dieser ersten Begegnung verbrachte ich so manche Mittagspause in der Galerie f\u00fcr Alte Meister der Londoner Tate Gallery, der heutigen Tate Britain, unweit meines Arbeitsplatzes. Zwischen diesen Meisterwerken fand ich stets eine gewisse Ruhe und Trost, ganz gleich, was gerade in meinem Leben vor sich ging.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/09\/GettyImages-168648173.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5601600 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/GettyImages-168648173-700x467.4efbcb46eaf85e9613f81bdd674eeb85.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Die Ausstellung \u201eWalk through British Art\u201c in der Tate Britain, London, zeigt die nationale Sammlung britischer Kunst erstmals chronologisch vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart (2013).<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Warrick Page\/Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese Erfahrungen, die ich mit traditionellen Gem\u00e4lden gemacht hatte, schienen die Kraft zu haben, mich in irgendeiner Weise aufzubauen. Ich dachte an andere Kunstwerke zur\u00fcck, die einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hatten, um mehr \u00fcber diese Wirkung zu verstehen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Monet und mehr<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, war der Anblick von Monets \u201eSeerosen\u201c w\u00e4hrend einer Schulaustauschreise nach Paris im Jahr 1991. Damals war ich von allem, was Monet geschaffen hatte, zutiefst beeindruckt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Monet malte seine ber\u00fchmte Seerosenserie eigens f\u00fcr zwei ovale Galerien im Mus\u00e9e de l\u2019Orangerie, deren W\u00e4nde sich auf einer L\u00e4nge von mehr als 90 Metern erstrecken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich schlenderte durch eine der ovalen Galerien, den Blick gebannt auf Monets pastellfarbene Seerosen in Blau, Rosa und Gr\u00fcn, die im Licht f\u00f6rmlich zu tanzen schienen. W\u00e4hrend meine Schritte der Rundung der Galerie folgten, lie\u00df ich mich immer mehr von dem sanften Spiel der Farben in den Bann ziehen \u2013 so sehr, dass ich die kleine Kante am Boden \u00fcbersah, dort, wo der Fu\u00dfboden auf die Wand traf. Im n\u00e4chsten Moment verlor ich den Halt und rutschte aus. Instinktiv streckte ich den Arm aus, um mich abzufangen, und h\u00e4tte dabei beinahe Monets Leinwand mit der Hand ber\u00fchrt. Nat\u00fcrlich war mir das uns\u00e4glich peinlich. Aus der unertr\u00e4glichen, seltsamen Stille, die offenbar jeden Unfall begleitet, riss mich schlie\u00dflich ein Museumsmitarbeiters, der mich auf Franz\u00f6sisch anschrie. Es war nicht gerade meine glorreichste Begegnung mit der Kunst \u2013 aber ich habe viel daraus gelernt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Monets \u201eSeerosen\u201c haben mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich buchst\u00e4blich den Halt verloren habe. Mir ist jetzt klar, dass viele moderne Kunstwerke genau das bewirken: Sie bringen uns eher aus der Fassung, als dass sie uns leiten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Erinnerung an meine hautnahe, eher peinliche Begegnung mit Monets Kunst \u00fcberraschte mich. Nur zwei weitere Werke der modernen Kunst haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Das erste war \u201eMy Bed\u201c, das 1998 von der britischen K\u00fcnstlerin Tracey Emin geschaffen wurde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Emins Installation bestand aus ihrem ungemachten Bett, wie es w\u00e4hrend einer psychischen Krise ausgesehen hatte. Auf dem Bett und darum herum lagen Zigarettenschachteln, Wodkaflaschen, benutzte Taschent\u00fccher und allerlei andere Dinge. Zugegeben, das Werk regte zum Nachdenken an: Ich fragte mich, ob ich an diesem Morgen eigentlich mein Bett gemacht hatte. Doch dar\u00fcber hinaus regte es mich nicht dazu an, ein besserer Mensch zu werden \u2013 abgesehen davon, dass ich pl\u00f6tzlich den Drang hatte, meine Wohnung aufzur\u00e4umen. Es l\u00f6ste in mir vor allem Ekel und zugleich ein gewisses Mitgef\u00fchl f\u00fcr Emin aus.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Emins Kunst erinnerte mich zu sehr an das, was ich t\u00e4glich in den Nachrichten sah: die schonungslose Darstellung eines Lebens, ohne jeden Anflug einer positiven Note.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das zweite war eine Installation in der Tate Modern, die mich sogar dazu brachte, nie wieder dort hingehen zu wollen. Bei der fraglichen Installation handelte es sich um eine Sammlung farbenfroher, totemartiger Pf\u00e4hle mit Parolen der Suffragetten und feministischen Protestrufen. Ich verlie\u00df die Tate Modern aus stillem Protest.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mir wurde klar, dass Kunst von Monet, Emin und anderen K\u00fcnstlern dieser Art einfach nicht das Richtige f\u00fcr mich war. Ich sehnte mich nach Kunst, die etwas Erl\u00f6sendes in sich trug. Einfach gesagt: Ich suchte in der Kunst eine Art von Trost.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Altes Wissen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als ich nun besser verstand, wie unterschiedliche Formen der Kunst auf mich wirkten, konnte ich einen weiteren Punkt mit den anderen verbinden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Etwa zehn Jahre lang arbeitete ich als Ayurveda-Praktikerin. Ayurveda \u2013 ausgesprochen \u201eAi-ju-we-da\u201c und aus dem Sanskrit stammend, wo der Begriff so viel wie \u201eWissen vom Leben\u201c bedeutet \u2013 ist ein Jahrtausende altes Naturheilsystem, das \u00e4hnlich wie die traditionelle chinesische Medizin vor rund 5.000 Jahren in Indien entstand.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ayurveda betrachtet Krankheit anders als die westliche Medizin. Krankheit \u2013 im englischen Original als \u201edis-ease\u201c, also als ein Zustand des Unwohlseins, verstanden \u2013 bezeichnet dabei alles, was Unbehagen verursacht, unabh\u00e4ngig davon, ob die Ursache k\u00f6rperlicher oder seelischer Natur ist. Mithilfe der ayurvedischen Prinzipien k\u00f6nnen wir daf\u00fcr ein Bewusstsein entwickeln, wie sehr die kleinen Dinge unseres Alltags unsere Gesundheit beeinflussen. Ein Grundprinzip des Ayurveda lautet beispielsweise: \u201e\u00c4hnliches verst\u00e4rkt \u00c4hnliches.\u201c Die meisten von uns wenden dieses Prinzip ganz intuitiv an: Wenn uns hei\u00df ist, greifen wir vielleicht automatisch zu einem Eis oder einem eiskalten Glas Wasser, um uns abzuk\u00fchlen. Etwas Hei\u00dfes w\u00fcrden wir dagegen nicht w\u00e4hlen, denn es w\u00fcrde unsere K\u00f6rpertemperatur noch weiter erh\u00f6hen. Genau darin zeigt sich das Prinzip \u201e\u00c4hnliches verst\u00e4rkt \u00c4hnliches\u201c in der Praxis.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach den Prinzipien des Ayurveda sollten wir daher, um Unwohlsein oder Beschwerden zu lindern, auf die jeweils entgegengesetzte Qualit\u00e4t dessen setzen, was wir gerade erfahren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ayurveda geht au\u00dferdem davon aus, dass alles, was wir in uns aufnehmen, sei es durch unsere Nahrung oder durch unsere Sinneseindr\u00fccke, eine Form von Nahrung ist. So leuchtet es ein, dass zu den Grunds\u00e4tzen f\u00fcr Gesundheit und Gl\u00fcck im Ayurveda auch der bewusste und angemessene Gebrauch unserer f\u00fcnf Sinne geh\u00f6rt \u2013 etwas, wor\u00fcber wir vermutlich nicht unbedingt nachdenken. Und doch beeinflusst uns alles, was wir \u00fcber unsere Sinne aufnehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Ayurveda gibt es das Konzept \u201eAs\u0101tmyendriy\u0101rtha Samyoga\u201c, einen Sanskrit-Begriff, der den unangemessenen oder sch\u00e4dlichen Kontakt der Sinne mit ihren Objekten bezeichnet. Beim Sehsinn sind die Augen beispielsweise das Sinnesorgan, mit dem wir visuelle Eindr\u00fccke aufnehmen. Unzutr\u00e4gliche Sinneserfahrungen werden dabei in drei Kategorien eingeteilt, die Unwohlsein oder Beschwerden hervorrufen k\u00f6nnen: \u00fcberm\u00e4\u00dfiger, zu geringer oder unangemessener Gebrauch der Sinne.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die meiste Zeit befinden wir uns wahrscheinlich in einem Zustand der \u00dcberbeanspruchung unserer Sinne \u2013 etwa, wenn wir auf dem t\u00e4glichen Weg zur Arbeit von Werbeplakaten geradezu bombardiert werden und gleichzeitig durch die sozialen Medien scrollen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vor diesem Hintergrund begann ich zu verstehen, welchen Einfluss das Betrachten von Kunst auf meine Gesundheit haben k\u00f6nnte. Von den drei Formen des unzutr\u00e4glichen Sinnesgebrauchs war insbesondere der \u201eunangemessene Gebrauch der Sinne\u201c f\u00fcr mich relevant. Damit ist eine Handlung gemeint, die wir ausf\u00fchren, obwohl wir wissen, dass sie uns nicht guttut. Ein Beispiel f\u00fcr einen unangemessenen Gebrauch des Sehsinns w\u00e4re, verzerrte Bilder oder absto\u00dfende, be\u00e4ngstigende oder aggressive Darstellungen zu betrachten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Anblick wundersch\u00f6ner Kunstwerke wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus. Bronzestatuette eines Philosophen auf einem Lampenfu\u00df, Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. Bronze; 27,3 cm hoch. Rogers Fund, 1910; Metropolitan Museum of Art, New York City. Gemeinfrei<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mit diesem Verst\u00e4ndnis kann ich heute nachvollziehen, wie ich selbst Unwohlsein in mir hervorrief, indem ich entweder Kunst betrachtete, die unangenehm auf mich wirkte, oder solche, die zwar sch\u00f6n, aber nicht ganz lebensnah war. So ergab es auch Sinn, dass mich das Kunstwerk, das ich als M\u00e4dchen gesehen hatte, so tief ber\u00fchrte: Auch wenn ich damals nicht verstand, was es darstellte, verband es mich mit meiner Menschlichkeit. Ich erkannte es auf einer tiefen, beinahe seelischen Ebene. Diese Erfahrung n\u00e4hrte mich und gab mir Kraft.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der englische Maler Sir Joshua Reynolds brachte es bereits 1784 treffend auf den Punkt: \u201eEin Raum, der mit Bildern beh\u00e4ngt ist, ist ein Raum voller Gedanken.\u201c Es lohnt sich, dar\u00fcber nachzudenken, welche Absicht hinter einem Bild steht, welche Gedanken der K\u00fcnstler vermitteln m\u00f6chte \u2013 und ob das Kunstwerk von einer G\u00fcte durchdrungen ist, die zu unserer Gesundheit beitr\u00e4gt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Was wir einmal angeschaut haben, k\u00f6nnen wir nicht wieder ungesehen machen. Doch oft k\u00f6nnen wir selbst entscheiden, was wir in uns aufnehmen. Die Frage ist also: Wollen wir Kunst konsumieren, die zu unserem Unwohlsein beitr\u00e4gt, oder zu unserer inneren Harmonie?<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Dieser Artikel erschien im Original auf <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">theepochtimes.com<\/a> unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/bright\/why-ancient-medicine-values-wholesome-art-and-beauty-6065585\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWhy Ancient Medicine Values Wholesome Art and Beauty\u201c<\/a>. (redaktionelle Bearbeitung: ee)<\/em><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":48140,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2113,7259,7198],"tags":[15325,15326,15327,15328,15329,564,15330,15331,15332,15333,15334,15335,15336,15337,15338],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48139"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48139"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48141,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48139\/revisions\/48141"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48139"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=48139"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=48139"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=48139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}