{"id":44514,"date":"2026-09-04T17:38:23","date_gmt":"2026-09-04T16:38:23","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=44514"},"modified":"2026-09-04T17:38:23","modified_gmt":"2026-09-04T16:38:23","slug":"staat-als-wachstumsmotor-was-die-neuen-industriezahlen-uber-deutschlands-wirtschaft-verraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/09\/04\/staat-als-wachstumsmotor-was-die-neuen-industriezahlen-uber-deutschlands-wirtschaft-verraten\/","title":{"rendered":"Staat als Wachstumsmotor: Was die neuen Industriezahlen \u00fcber Deutschlands Wirtschaft verraten"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>\n<strong>Die deutschen Industrieauftr\u00e4ge stiegen im Juli deutlich<\/strong>, allerdings vor allem durch Gro\u00dfbestellungen und eine st\u00e4rkere Inlandsnachfrage.<\/li>\n<li>\n<strong>Staatliche Ausgaben f\u00fcr Verteidigung und Infrastruktur st\u00fctzen die Konjunktur,<\/strong> w\u00e4hrend Konsum, Arbeitsmarkt und wichtige Industriebranchen weiter Schw\u00e4chen zeigen.<\/li>\n<li>Deutschlands Wirtschaft befindet sich auf Erholungskurs. F\u00fcr einen breit getragenen Aufschwung m\u00fcssten jedoch <strong>private Investitionen, Besch\u00e4ftigung und Konsum st\u00e4rker zulegen.<\/strong>\n<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die deutsche Industrie erh\u00e4lt wieder mehr Auftr\u00e4ge. Im Juli stieg der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gegen\u00fcber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 2,5 Prozent. Gegen\u00fcber Juli 2025 lag das Ordervolumen sogar 13,1 Prozent h\u00f6her. Das zeigen die <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/09\/PD26_313_421.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuellen Daten<\/a> des Statistischen Bundesamtes (Destatis).<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr einen breit getragenen Aufschwung reichen die Zahlen allerdings noch nicht. Hinter dem Anstieg stehen vor allem einzelne Gro\u00dfbestellungen. Ohne sie w\u00e4ren die Auftragseing\u00e4nge im Juli gegen\u00fcber Juni um 1,4 Prozent gesunken. Auch Konsum, Arbeitsmarkt und wichtige Industriebranchen zeigen weiterhin Schw\u00e4che.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders deutlich ist der Effekt im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe und Schienenfahrzeuge geh\u00f6ren. Dort erh\u00f6hten sich die Auftragseing\u00e4nge gegen\u00fcber Juni um 126,4 Prozent. Das Statistische Bundesamt f\u00fchrt dies auf ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hohes Volumen an Gro\u00dfauftr\u00e4gen zur\u00fcck. Die Automobilindustrie verzeichnete dagegen ein Minus von 12,5 Prozent.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch der Dreimonatsvergleich relativiert den positiven Monatswert. Von Mai bis Juli lagen die gesamten Auftragseing\u00e4nge zwar 2,9 Prozent \u00fcber den vorangegangenen drei Monaten. Ohne Gro\u00dfauftr\u00e4ge ergibt sich jedoch ein R\u00fcckgang von 2,2 Prozent.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Staatliche Nachfrage st\u00fctzt die Industrie<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auff\u00e4llig ist zudem, woher die Bestellungen kommen. Die Inlandsauftr\u00e4ge stiegen im Juli um 9,1 Prozent, w\u00e4hrend die Auslandsbestellungen um 2,1 Prozent zur\u00fcckgingen. Aus der Eurozone kamen 12,1 Prozent mehr Auftr\u00e4ge, aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb des Euroraums dagegen 10,1 Prozent weniger. Grundlage sind ebenfalls die Daten von Destatis.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der j\u00fcngste Auftragsschub beruht damit nicht auf einer gleichm\u00e4\u00dfigen Belebung der weltweiten Nachfrage. Das <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Verarbeitendes-Gewerbe\/2026\/20260904-entwicklung-verarbeitendes-gewerbe-juli.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeswirtschaftsministerium<\/a> verweist vielmehr auf m\u00f6gliche Effekte der \u00f6ffentlichen Beschaffung. Genannt werden die Modernisierung der Bundeswehr sowie Auftr\u00e4ge im Zusammenhang mit dem Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Infrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t. Das Ministerium kennzeichnet diesen Zusammenhang selbst als Vermutung.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/188-000-firmenschliessungen-warum-viele-unternehmen-ohne-insolvenz-aufgeben-a5593626.html\"><h4 class=\"heading-4\">188.000 Firmenschlie\u00dfungen: Warum viele Unternehmen ohne Insolvenz aufgeben<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/188-000-firmenschliessungen-warum-viele-unternehmen-ohne-insolvenz-aufgeben-a5593626.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"188.000 Firmenschlie\u00dfungen: Warum viele Unternehmen ohne Insolvenz aufgeben\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/tddsqxl7lg-v16-ax-s2048-420x280.73cbc3581eecd8eb8b437c255dd7d13b.webp\" class=\"wp-image-44521\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/tddsqxl7lg-v16-ax-s2048-420x280.73cbc3581eecd8eb8b437c255dd7d13b.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/tddsqxl7lg-v16-ax-s2048-420x280.73cbc3581eecd8eb8b437c255dd7d13b-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Gr\u00f6\u00dfenordnung der zus\u00e4tzlichen Staatsausgaben erkl\u00e4rt, warum diese Einordnung naheliegt. F\u00fcr die gesetzlich definierten Ausgaben f\u00fcr Verteidigung und Sicherheit sind 2026 nach <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/Ausgabe\/2026\/02\/Inhalte\/Kapitel-2-Analysen\/2-3-sollbericht-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> des Bundesfinanzministeriums aus dem Februar insgesamt 100,9 Milliarden Euro vorgesehen. Darin enthalten sind neben Verteidigung unter anderem Ausgaben f\u00fcr den Zivil- und Bev\u00f6lkerungsschutz, Nachrichtendienste sowie die Unterst\u00fctzung v\u00f6lkerrechtswidrig angegriffener Staaten. Gegen\u00fcber den tats\u00e4chlichen Ausgaben 2025 entspricht das einem Anstieg um 28,7 Milliarden Euro.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommt das Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur und Klimaneutralit\u00e4t mit einer Krediterm\u00e4chtigung von bis zu 500 Milliarden Euro \u00fcber zw\u00f6lf Jahre. Bereits 2025 flossen nach Angaben des Finanzministeriums 24 Milliarden Euro ab.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Geld soll unter anderem in Verkehrswege, Energieinfrastruktur, Krankenh\u00e4user, Bildung und Digitalisierung flie\u00dfen. Davon k\u00f6nnen Bauunternehmen, Ausr\u00fcster, Bahn- und Fahrzeughersteller sowie zahlreiche Zulieferer profitieren. F\u00fcr die Konjunktur bedeutet das: Der Staat wird zu einem st\u00e4rkeren Nachfrager. Ob daraus dauerhaft mehr Wachstum entsteht, h\u00e4ngt allerdings davon ab, ob diese Investitionen auch private Investitionen ansto\u00dfen und die Standortbedingungen verbessern.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Gesamtwirtschaft w\u00e4chst wieder<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die j\u00fcngsten Daten zur Wirtschaftsleistung fallen positiver aus als noch zu Jahresbeginn erwartet. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal 2026 gegen\u00fcber dem ersten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent. Im ersten Quartal hatte es bereits um 0,4 Prozent zugelegt. Gegen\u00fcber dem zweiten Quartal 2025 lag die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,0 Prozent h\u00f6her, wie das <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/08\/PD26_303_811.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Statistische Bundesamt<\/a> mitteilte. Deutschland hat damit die Stagnation der vergangenen Jahre zun\u00e4chst verlassen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Bundesbank verweist in ihrem <a href=\"https:\/\/publikationen.bundesbank.de\/caas\/v1\/media\/1003902\/referenceDoc\/a99bb19bcaf2e2983abf3ce7552e2cd1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">August-Monatsbericht<\/a> auf die zuletzt robustere Wirtschaftsleistung und die nach oben revidierten Daten f\u00fcr die Zeit seit Ende 2023. \u201eZusammen spricht dies f\u00fcr eine etwas st\u00e4rkere konjunkturelle Grundtendenz am aktuellen Rand\u201c, schreiben die \u00d6konomen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Zusammensetzung des Wachstums zeigt allerdings auch, dass die Erholung noch nicht von allen Teilen der Wirtschaft getragen wird. Nach der oben erw\u00e4hnten Berechnung des Statistischen Bundesamtes entwickelten sich die Exporte st\u00e4rker als in der ersten Sch\u00e4tzung angenommen. F\u00fcr einen breiteren Aufschwung w\u00e4re jedoch wichtig, dass auch die Nachfrage im Inland st\u00e4rker anzieht, vor allem der Konsum der privaten Haushalte.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/deutsche-industrie-steigert-umsatz-und-streicht-jobs-a5499968.html\"><h4 class=\"heading-4\">Deutsche Industrie steigert Umsatz &#8211; und streicht Jobs<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/deutsche-industrie-steigert-umsatz-und-streicht-jobs-a5499968.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Deutsche Industrie steigert Umsatz - und streicht Jobs\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/vrikhw7ulm-v8-ax-s2048-420x280.ce8b54632a9051c042b384fe5002ad42.webp\" class=\"wp-image-44522\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/vrikhw7ulm-v8-ax-s2048-420x280.ce8b54632a9051c042b384fe5002ad42.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/vrikhw7ulm-v8-ax-s2048-420x280.ce8b54632a9051c042b384fe5002ad42-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein Hinweis darauf ist die Entwicklung im Einzelhandel. Im Juli gingen die realen, also um Preissteigerungen bereinigten Einzelhandelsums\u00e4tze gegen\u00fcber Juni saison- und kalenderbereinigt um 3,4 Prozent zur\u00fcck. Gegen\u00fcber Juli 2025 lagen sie 2,5 Prozent niedriger. Besonders deutlich war der R\u00fcckgang bei Nicht-Lebensmitteln: Hier sanken die realen Ums\u00e4tze gegen\u00fcber Juni um 4,8 Prozent, wie die j\u00fcngste <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/09\/PD26_312_45212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einzelhandelsstatistik<\/a> des Statistischen Bundesamtes zeigt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Einzelhandelszahlen bilden allerdings nur einen Teil des privaten Konsums ab. Ausgaben etwa f\u00fcr Dienstleistungen sind darin nicht enthalten. Auch l\u00e4sst sich aus einem einzelnen Monat noch kein dauerhafter Trend ableiten. Der R\u00fcckgang im Juli spricht aber daf\u00fcr, dass vom Einzelhandel derzeit noch kein kr\u00e4ftiger zus\u00e4tzlicher Wachstumsimpuls ausgeht.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Inflation und Arbeitsmarkt bremsen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zus\u00e4tzlich belastet die wieder h\u00f6here Inflation die Kaufkraft. Nach der <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/08\/PD26_311_611.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzung<\/a> des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im August 2,9 Prozent \u00fcber dem Vorjahresniveau. Im Juni hatte die Inflationsrate noch 2,3 Prozent betragen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vor allem Energie verteuerte sich. Die Preise lagen im August voraussichtlich 10,5 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel betrug dagegen 2,4 Prozent. F\u00fcr Haushalte bedeuten h\u00f6here Energiekosten weniger finanziellen Spielraum f\u00fcr andere Ausgaben. F\u00fcr Unternehmen erh\u00f6hen sie zugleich einen Teil der Produktions- und Transportkosten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch vom Arbeitsmarkt kommt bislang kein kr\u00e4ftiger Impuls. Im August waren nach <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/presse\/2026-31-arbeitsmarkt-im-august-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit 3,061 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Gegen\u00fcber August 2025 waren es 36.000 mehr. Im zweiten Quartal waren rund 45,7 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbst\u00e4tig. Das waren nach <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/08\/PD26_303_811.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> des Statistischen Bundesamtes 212.000 oder 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In einem breit getragenen Aufschwung steigen normalerweise nicht nur Produktion und Investitionen. Auch Besch\u00e4ftigung und Einkommen ziehen an und st\u00e4rken wiederum den Konsum. Dieses Muster ist bislang nur teilweise zu erkennen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wichtige Industriebranchen bleiben schwach<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch innerhalb der Industrie zeigt sich kein einheitliches Bild. Neben dem kr\u00e4ftigen Plus im sonstigen Fahrzeugbau meldete das Bundeswirtschaftsministerium im erw\u00e4hnten Bericht steigende Auftragseing\u00e4nge bei der Metallerzeugung (plus 9,2 Prozent), bei elektrischen Ausr\u00fcstungen (plus 5,1 Prozent) und bei pharmazeutischen Erzeugnissen (plus 1,5 Prozent).<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gleichzeitig gingen die Bestellungen in mehreren wichtigen Branchen zur\u00fcck. Neben der Autoindustrie verloren Hersteller von Datenverarbeitungsger\u00e4ten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen 11,3 Prozent. Im Maschinenbau betrug das Minus 8,4 Prozent.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gerade Automobilindustrie und Maschinenbau sind f\u00fcr Deutschland von besonderer Bedeutung. Beide verf\u00fcgen \u00fcber weitverzweigte Lieferketten und sind stark vom Auslandsgesch\u00e4ft abh\u00e4ngig. Eine Erholung einzelner Gro\u00dfauftragssparten erreicht deshalb nicht automatisch die gesamte Industrie.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/mehr-als-billige-loehne-weshalb-ungarn-zum-magneten-der-deutschen-autoindustrie-wurde-a5553885.html\"><h4 class=\"heading-4\">Mehr als billige L\u00f6hne: Weshalb Ungarn zum Magneten der deutschen Autoindustrie wurde<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/mehr-als-billige-loehne-weshalb-ungarn-zum-magneten-der-deutschen-autoindustrie-wurde-a5553885.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Mehr als billige L\u00f6hne: Weshalb Ungarn zum Magneten der deutschen Autoindustrie wurde\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/GettyImages-1768182211-420x280.cf241dc5e484aab116c448050714790b.webp\" class=\"wp-image-44523\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/GettyImages-1768182211-420x280.cf241dc5e484aab116c448050714790b.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/GettyImages-1768182211-420x280.cf241dc5e484aab116c448050714790b-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zudem vergeht zwischen Auftrag und Produktion h\u00e4ufig Zeit. Bei Flugzeugen, Schiffen oder Schienenfahrzeugen k\u00f6nnen Jahre zwischen Bestellung und Auslieferung liegen. Der Auftragseingang ist deshalb ein Fr\u00fchindikator, aber kein Ma\u00df f\u00fcr die aktuelle Wertsch\u00f6pfung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dazu passt, dass der reale Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Juli gegen\u00fcber Juni um 1,5 Prozent sank. Gegen\u00fcber Juli 2025 lag er kalenderbereinigt 0,6 Prozent niedriger. Auch diese Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Etwas g\u00fcnstiger entwickelt sich die Stimmung. Der <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2026-08-25\/ifo-geschaeftsklimaindex-gestiegen-august-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex<\/a> stieg im August von 86,7 auf 88,8 Punkte. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserten sich sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen. Mit ihrer Auftragslage blieben die Unternehmen allerdings unzufrieden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Staatsausgaben allein reichen nicht<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr Deutschland kommt es nun darauf an, was aus dem staatlichen Nachfrageimpuls folgt. Investitionen in Verkehrswege, digitale Netze oder Energieinfrastruktur schaffen zun\u00e4chst Auftr\u00e4ge. Sie k\u00f6nnen aber auch die Bedingungen f\u00fcr Unternehmen verbessern, wenn etwa Transportwege leistungsf\u00e4higer oder Strom- und Datennetze zuverl\u00e4ssiger werden. Nicht jede staatliche Ausgabe f\u00fchrt jedoch automatisch zu dauerhaft h\u00f6herem Wachstum. Entscheidend ist, ob sie die Produktivit\u00e4t erh\u00f6ht und private Investitionen erleichtert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommt die Finanzierung. Das Sonderverm\u00f6gen erlaubt bis zu 500 Milliarden Euro zus\u00e4tzliche kreditfinanzierte Investitionen. Die <a href=\"https:\/\/economy-finance.ec.europa.eu\/economic-surveillance-eu-member-states\/country-pages-including-country-reports\/germany\/economic-forecast-germany_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ische Kommission<\/a> rechnete in ihrer Fr\u00fchjahrsprognose vom Mai f\u00fcr Deutschland mit einem staatlichen Defizit von 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 und 4,1 Prozent 2027.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Schuldenquote k\u00f6nnte nach dieser Prognose von 63,5 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf 68,0 Prozent im Jahr 2027 steigen. H\u00f6here Schulden k\u00f6nnen wirtschaftlich anders wirken, wenn damit produktive Investitionen finanziert werden, als wenn sie lediglich kurzfristige Nachfrage schaffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ob aus den h\u00f6heren Staatsausgaben mehr als ein vor\u00fcbergehender Konjunkturimpuls wird, d\u00fcrfte sich daher erst mit zeitlichem Abstand zeigen. F\u00fcr den Standort Deutschland wird dabei nicht allein die H\u00f6he der Investitionen entscheidend sein. Ma\u00dfgeblich ist, ob neue Verkehrswege, Energienetze oder digitale Infrastruktur Unternehmen tats\u00e4chlich produktiver machen und zus\u00e4tzliche private Investitionen ausl\u00f6sen. Die kommenden Konjunkturdaten werden deshalb auch zeigen m\u00fcssen, ob der Staat lediglich eine Nachfragel\u00fccke f\u00fcllt \u2013 oder ob sich daraus eine wirtschaftliche Dynamik entwickelt, die zunehmend ohne diesen Impuls auskommt.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":44515,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,131],"tags":[10,14756,3385,1037,350,8712,11106,29,120,14757,123,839,32,484,126,3255,14349,14758,26,1824],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44514"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44514"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44524,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44514\/revisions\/44524"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44514"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=44514"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=44514"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=44514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}