{"id":42664,"date":"2026-08-31T13:41:43","date_gmt":"2026-08-31T12:41:43","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=42664"},"modified":"2026-08-31T13:41:43","modified_gmt":"2026-08-31T12:41:43","slug":"steigende-energiepreise-treiben-inflation-auf-29-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/31\/steigende-energiepreise-treiben-inflation-auf-29-prozent\/","title":{"rendered":"Steigende Energiepreise treiben Inflation auf 2,9 Prozent"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hohe Energiepreise treiben die Teuerung in Deutschland erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorl\u00e4ufiger Zahlen errechnet hat. St\u00e4rker gestiegen sind die Verbraucherpreise in Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDie mit 2,9 Prozent etwas h\u00f6here Inflation im August ist wie in den Vormonaten auf st\u00e4rker gestiegene Preise f\u00fcr Kraftstoffe und Heiz\u00f6l zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, sagte Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der arbeitnehmernahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach dem \u00d6lpreisschock infolge des Irankrieges hatte die Bundesregierung im Mai und Juni f\u00fcr etwas Entlastung gesorgt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde vor\u00fcbergehend um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Doch nach dem Auslaufen dieses Tankrabatts sprang die Inflationsrate direkt um 0,5 Punkte auf 2,8 Prozent im Juli nach oben.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Energiepreise ziehen stark an \u2013 Lebensmittel kaum teurer<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zentraler Preistreiber war auch im August Energie. F\u00fcrs Tanken und Heizen mussten Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,1 Prozent, in den drei Monaten zuvor waren die Lebensmittelpreise jeweils um 0,4 Prozent gestiegen. Von Juli auf August des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise den vorl\u00e4ufigen Angaben der Wiesbadener Statistiker zufolge um 0,2 Prozent an.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Inflationsrate k\u00f6nnte weiter steigen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Einsch\u00e4tzung der Bundesbank k\u00f6nnte sich das Leben in Deutschland in den n\u00e4chsten Monaten vor\u00fcbergehend weiter verteuern. Denn der Iran-Konflikt schwelt weiter, mit der Folge, dass die f\u00fcr den internationalen Energiehandel wichtige Meerenge Stra\u00dfe von Hormus faktisch blockiert bleibt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Autofahrer in Deutschland bekommen das an der Zapfs\u00e4ule zu sp\u00fcren. Nach Einsch\u00e4tzung des ADAC k\u00f6nnte 2026 das bislang teuerste Tankjahr \u00fcberhaupt werden. Und je l\u00e4nger die Energiepreise hoch bleiben, umso gr\u00f6\u00dfer die Gefahr, dass auch andere Preise steigen, weil zum Beispiel Transport und K\u00fchlung von Lebensmitteln teurer werden. Dazu kommen die Folgen von Hitze und Trockenheit, die die Ernte schm\u00e4lern.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Tarifl\u00f6hne steigen wohl st\u00e4rker als die Preise<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Je h\u00f6her die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie k\u00f6nnen sich f\u00fcr einen Euro dann weniger leisten und halten sich mit gr\u00f6\u00dferen Anschaffungen zur\u00fcck. Der private Konsum, der in guten Zeiten eine wichtige St\u00fctze der Konjunktur ist, schw\u00e4chelt seit Monaten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Millionen Tarifbesch\u00e4ftigte k\u00f6nnen zumindest darauf hoffen, dass sie nach Abzug der Inflation dieses Jahr etwas mehr Geld im Portemonnaie haben. Unter dem Strich k\u00f6nnte ein realer Lohnzuwachs von 0,7 Prozent bleiben, wie das WSI-Tarifarchiv der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung errechnet hat. Allerdings wird sich erst am Ende des Jahres zeigen, ob die Rechnung aufgeht, denn die Teuerungsrate k\u00f6nnte noch steigen und in einigen gro\u00dfen Branchen gibt es bisher keine Tarifabschl\u00fcsse, die das WSI ber\u00fccksichtigen konnte.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Hebt die EZB die Leitzinsen an?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Weil zuletzt auch die Inflation im Euroraum stieg \u2013 im Juli auf 2,9 Prozent \u2013 erwarten Volkswirte, dass die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) bei ihrer n\u00e4chsten Sitzung am 10. September die Leitzinsen im Euroraum zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben wird. Mit h\u00f6heren Zinsen kann die Notenbank die Inflation d\u00e4mpfen, weil dann Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Die EZB strebt f\u00fcr den Euroraum mittelfristig eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an. Bei dieser Marke sieht sie ihr oberstes Ziel erf\u00fcllt: f\u00fcr stabile Preise und einen stabilen Euro zu sorgen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Derzeit liegt der f\u00fcr Banken und Sparer wichtige Einlagenzins im Euroraum bei 2,25 Prozent. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sprach sich j\u00fcngst in einem Interview f\u00fcr h\u00f6here Leitzinsen zur Eind\u00e4mmung der Inflationsrisiken aus. Beim aktuellen Leitzins sei es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel von 2,0 Prozent zur\u00fcckkehre, sagte Schnabel: \u201eDaher wird eine weitere Straffung erforderlich sein.\u201c (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":42665,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[132,7198],"tags":[29,264,116],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42664"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42664"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42666,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42664\/revisions\/42666"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42664"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=42664"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=42664"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=42664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}