{"id":41918,"date":"2026-08-29T13:54:54","date_gmt":"2026-08-29T12:54:54","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=41918"},"modified":"2026-08-29T13:54:54","modified_gmt":"2026-08-29T12:54:54","slug":"ist-da-jemand-verzweifelte-suche-im-himalaya","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/29\/ist-da-jemand-verzweifelte-suche-im-himalaya\/","title":{"rendered":"\u201eIst da jemand?&#8221;: Verzweifelte Suche im Himalaya"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Zahl der Toten nach der verheerenden Flutkatastrophe im Himalaya ist auf mehr als 670 gestiegen. Zugleich werden nach Angaben der Beh\u00f6rden in Nepal und China rund 2.500 Menschen vermisst \u2013 darunter Hunderte Ausl\u00e4nder. Das Ausw\u00e4rtige Amt sprach auf Nachfrage zuletzt von einer \u201ehohen einstelligen Zahl\u201c deutscher Staatsangeh\u00f6riger, zu denen es keinen Kontakt gebe. Die deutschen Auslandsvertretungen in Nepal und China st\u00fcnden mit Angeh\u00f6rigen und \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden in engem Kontakt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In Nepal hatte die Armee bereits am Freitag eine vierk\u00f6pfige Familie aus Deutschland gerettet. Ein Hubschrauber hatte sie in das Armeecamp Battar Bazar gebracht, weil von ihrem Aufenthaltsort \u00fcber den Landweg kein Weiterkommen mehr m\u00f6glich war.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Starker Regen erschwert Rettungsarbeiten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Derweil k\u00e4mpfen die Rettungskr\u00e4fte weiter gegen gewaltige Schlamm- und Ger\u00f6llmassen, bei teils heftigem Regen, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Asien steckt derzeit noch in der normalerweise bis September dauernden Monsun-Regenzeit.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDer schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle\u201c, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet im nepalesischen Battar Bazar an der Grenze zu Tibet. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">\u201eIst da jemand?\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders eindringliche Bilder kamen aus dem chinesischen Teil des Katastrophengebiets. Am zerst\u00f6rten Grenz\u00fcbergang Gyirong bahnten sich chinesische Rettungskr\u00e4fte m\u00fchsam einen Weg durch meterhohen Schlamm und Tr\u00fcmmer. Immer wieder blieben sie stehen, beugten sich \u00fcber Erdmassen und riefen gemeinsam: \u201eIst da jemand?\u201c Die von chinesischen Medien verbreiteten Aufnahmen zeigen, wie die Einsatzkr\u00e4fte vorsichtig durch die verw\u00fcstete Landschaft gehen, mit Schaufeln in Ger\u00f6llhaufen suchen und auf m\u00f6gliche Lebenszeichen lauschen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Au\u00dfenminister Shishir Khanal erkl\u00e4rte vor Journalisten, ein indisches Team sei eingetroffen, um bei der Rettung von Arbeitern zu helfen, die in einem Wasserkraftwerkstunnel im Distrikt Rasuwa eingeschlossen seien. Ein weiteres Team aus China werde in K\u00fcrze erwartet. Die Regierung bitte um technische Unterst\u00fctzung bei den komplizierten Rettungs- und Suchma\u00dfnahmen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Leichen sind kaum zu identifizieren<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Allein im nepalesischen Distrikt Chitwan an der Grenze zu Indien wurden derweil 233 Leichen geborgen, von denen bislang nur vier identifiziert werden konnten, wie die dortige Bezirksverwaltung mitteilte. Viele Tote waren von der Gewalt der Wassermassen Dutzende Kilometer mitgerissen worden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Leichen und menschlichen \u00dcberreste verwesten zunehmend, sagte der zust\u00e4ndige Bezirksbeamte Ganesh Aryal. Gesundheitsexperten warnten deshalb vor einem m\u00f6glichen Risiko f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit. Die Beh\u00f6rden ordneten nun an, vor der Bestattung jeweils DNA-Proben von den Toten zu nehmen und nicht identifizierte Opfer dann an einem Ort im nepalesischen Devghat beizusetzen. Die Entscheidung sei bei einem Treffen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gefallen, teilte die Bezirksverwaltung mit.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Angst vor Infektionskrankheiten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00dcberhaupt w\u00e4chst in den \u00fcberfluteten Gebieten die Gefahr von Infektionskrankheiten. Abwasser und F\u00e4kalien k\u00f6nnen in Trinkwasserquellen gelangen, besch\u00e4digte Latrinen und \u00fcberflutete Kl\u00e4ranlagen versch\u00e4rfen die hygienische Lage. In Notunterk\u00fcnften steigt das Risiko zus\u00e4tzlich, wenn es an sauberem Wasser und sanit\u00e4ren Einrichtungen fehlt. Besonders gef\u00fcrchtet ist die Cholera, die durch das Bakterium Vibrio cholerae ausgel\u00f6st wird.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch die Gefahr einer weiteren Flutwelle ist noch nicht vollst\u00e4ndig gebannt. Oberhalb des chinesischen Grenzpostens Gyirong hatte sich nach der Katastrophe ein See aufgestaut. Ein m\u00f6glicher Dammbruch h\u00e4tte erneut gewaltige Wassermassen ins Tal schicken k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Angaben chinesischer Beh\u00f6rden floss das Wasser inzwischen jedoch auf nat\u00fcrlichem Weg ab, wodurch sich die Gefahr deutlich verringert habe. Die Flut selbst hatte sich am Mittwoch durch das enge Flusstal zwischen Tibet und Nepal gew\u00e4lzt und nach bisherigen Erkenntnissen ihren Ausgang wahrscheinlich bei einem Gletscherabbruch genommen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Derweil werden auch im benachbarten Indien inzwischen m\u00f6gliche Opfer der Flut geborgen: Im Bundesstaat Uttar Pradesh wurden nach Berichten indischer Medien zehn Leichen aus dem Gandak-Fluss gezogen, die vermutlich aus Nepal angeschwemmt wurden. Der Fluss f\u00fchrt neben den Leichen auch Fahrzeuge, Hausrat und Tr\u00fcmmer mit sich.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Mehr als 4.400 Menschen gerettet<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aber es gibt gute Nachrichten: Bis zum Freitagabend (Ortszeit) gab die Katastrophenschutzbeh\u00f6rde des Landes die Zahl der Geretteten mit mehr als 4.400 Menschen an. Laut offiziellen Angaben vom Samstagvormittag wurden bislang 149 Ausl\u00e4nder gerettet.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die t\u00f6dliche Flutwelle, die nach Expertenmeinung am Mittwoch in Nepal durch einen Gletschersturz ausgel\u00f6st worden war, hatte sich ihren Weg durch ein enges und steiles Flusstal gebahnt. Sie hatte dabei alles mitgerissen, was auf ihrem Weg lag. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":41919,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7198],"tags":[443,3060,1302,1165,2360,1160],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41918"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41918"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41918\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41920,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41918\/revisions\/41920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41918"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=41918"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=41918"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=41918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}