{"id":39067,"date":"2026-08-21T10:53:43","date_gmt":"2026-08-21T09:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=39067"},"modified":"2026-08-21T10:53:43","modified_gmt":"2026-08-21T09:53:43","slug":"vw-chef-kommt-nach-sachsen-belegschaft-erhofft-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/21\/vw-chef-kommt-nach-sachsen-belegschaft-erhofft-perspektive\/","title":{"rendered":"VW-Chef kommt nach Sachsen \u2013 Belegschaft erhofft Perspektive"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Schlechte Rahmenbedingungen, Konkurrenz aus China, Jobabbau: Wegen der angespannten Marktlage sind beim Autobauer Volkswagen weitere Einschnitte f\u00fcr die Belegschaft im Gespr\u00e4ch. In der kommenden Woche kommt nun Konzernchef Oliver Blume erstmals zu einer Betriebsversammlung in die E-Auto-Fabrik in Zwickau. \u201eWir erwarten, dass endlich Klartext gesprochen wird\u201c, sagt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Volkswagen Sachsen, Mike R\u00f6sler, der Deutschen Presse-Agentur. \u201eDie Kolleginnen und Kollegen hier bauen mit Leidenschaft Autos und brauchen eine Perspektive, wie es nach 2030 weitergeht.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bis Ende 2030 gibt es eine Standortgarantie \u2013 doch was kommt danach? Das ist ungewiss. Zwickau wurde zuletzt immer wieder in einer Reihe mit Emden, Hannover und Neckarsulm als die Autofabriken im Konzern genannt, die auf der Kippe stehen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Pionier bei E-Autos<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Konzernchef Blume hatte jedoch wiederholt gesagt, es gebe intelligentere L\u00f6sungen, als Werke zu schlie\u00dfen. \u201eIch hoffe, dass der Vorstand seinen Job macht und uns diese L\u00f6sungen endlich pr\u00e4sentiert.\u201c Und das aus erster Hand. Denn zuletzt h\u00e4tten die Mitarbeiter neue Pl\u00e4ne meist aus der Zeitung erfahren, kritisiert R\u00f6sler. \u201eDas verst\u00e4rkt die Unsicherheit hochgradig.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Autofabrik in Zwickau gilt als Pionier in der Elektromobilit\u00e4t bei Volkswagen. Dort werden seit 2020 ausschlie\u00dflich E-Autos gebaut. Doch der Standort hat deutlich Federn gelassen. Rund 11.000 Besch\u00e4ftigte arbeiteten dort zu Hochzeiten, aktuell sind es noch etwa 8.000 \u2013 mehr als 1.000 weitere Jobs werden in den n\u00e4chsten Jahren planm\u00e4\u00dfig wegfallen, bedauert R\u00f6sler. So soll 2027 eine der beiden Fertigungslinien stillgelegt werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Betriebsrat: Sparanstrengungen in allen Bereichen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Daf\u00fcr wird die Demontage von gebrauchten Fahrzeugen als neues Gesch\u00e4ftsfeld hochgefahren. Bis Jahresende werden dort laut R\u00f6sler etwa 100 Menschen arbeiten. Auf absehbare Zeit soll die Zahl nach Unternehmensangaben auf bis zu 1.000 steigen. Ziel ist es, ab 2030 j\u00e4hrlich bis zu 15.000 Fahrzeuge zu zerlegen und aufzubereiten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Betriebsrat verweist auf Sparanstrengungen in allen Bereichen, neben dem Abbau von Jobs etwa bei Energie- und Beschaffungskosten. R\u00f6sler: \u201eEs wird an allen Ecken und Enden mit Hochdruck daran gearbeitet, die Ziele zu erreichen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch wenn die Auslastung der Fabrik sinkt, verteuert das die St\u00fcckkosten. \u201eUnser Werk ist ausgelegt f\u00fcr bis zu 360.000 Fahrzeuge, dieses Jahr werden es voraussichtlich etwa 202.000 sein\u201c, erkl\u00e4rt der 43-J\u00e4hrige. \u201eBei voller Auslastung k\u00e4men wir auf gleiche Produktionskosten pro Fahrzeug wie in Bratislava.\u201c In der slowakischen Hauptstadt betreibt VW eine Autofabrik.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wackelt die 35-Stunden-Woche?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der Diskussion um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Autoindustrie wird inzwischen auch die 35-Stunden-Woche infrage gestellt. Die passe nicht mehr in die Zeit, hatte Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) vor etwa einem Monat im Interview mit dem Deutschlandfunk gesagt. R\u00f6sler kontert: \u201eDie Belastung durch Schichtarbeit ist hoch.\u201c Die Besch\u00e4ftigten in Zwickau zeigten sich mit Sonderschichten und Schichtverl\u00e4ngerungen flexibel und arbeiteten tats\u00e4chlich h\u00e4ufig 39 Stunden pro Woche und mehr. Eine Anhebung der Wochenarbeitszeit w\u00fcrde zudem dazu f\u00fchren, dass weniger Personal gebraucht werde und mehr Menschen ihre Arbeit verlieren, betont er.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine Option, auf die man in Zwickau f\u00fcr die Zukunft hofft, ist der Bau von Modellen, die Volkswagen bisher nur in China herstellt. Als Beispiele werden die SUV ID.Unyx 08 und ID.Era 9X genannt. Zu Volkswagen Sachsen geh\u00f6rt neben der Autofabrik in Zwickau aber auch die Gl\u00e4serne Manufaktur, in der die Autoproduktion bereits eingestellt wurde, und das Motorenwerk in Chemnitz. In Chemnitz werden bisher noch Verbrennungsmotoren gebaut und damit ist das Werk gut ausgelastet. Aber auch dort brauche es auf absehbare Zeit Entscheidungen zur k\u00fcnftigen Belegung, mahnt R\u00f6sler.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Konzernchef Blume wird in der kommenden Woche an mehreren deutschen Standorten vor die Belegschaft treten. Der Anfang wird am Dienstag im Stammwerk Wolfsburg gemacht, am Mittwoch folgen Emden und Zwickau. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":39068,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7198,131],"tags":[228,10,518,29,1543,123,1360,1166,128,2132,2133],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39067"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39067"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39069,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39067\/revisions\/39069"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/39068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39067"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=39067"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=39067"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=39067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}