{"id":38796,"date":"2026-08-20T17:50:29","date_gmt":"2026-08-20T16:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=38796"},"modified":"2026-08-20T17:50:29","modified_gmt":"2026-08-20T16:50:29","slug":"bregenzer-festspiele-bei-den-festspielen-brauchte-ich-mut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/20\/bregenzer-festspiele-bei-den-festspielen-brauchte-ich-mut\/","title":{"rendered":"Bregenzer Festspiele: \u201eBei den Festspielen brauchte ich Mut\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anahita Pasdar deb\u00fctierte bei den Bregenzer Festspielen gleich mehrfach. Nicht nur, dass sie zum ersten Mal mit einem renommierten Orchester, den Wiener Symphonikern, zusammenarbeiten konnte, auch im Genre Oper zu musizieren, war f\u00fcr sie Neuland. Obendrein an einer elektronischen Orgel, anstatt an dem ihr vertrauten Klavier oder an der Kirchenorgel.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die geb\u00fcrtige Vorarlbergerin studierte am Landeskonservatorium ebendort sowie am Mozarteum in Salzburg. Sie arbeitet freischaffend als Komponistin und Musikinterpretin und unterrichtet Klavier.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Entscheidend in ihrer musikalischen Laufbahn sei wohl die Unterst\u00fctzung durch ihren Lehrer Michael Floredo gewesen. Der Komponist und Organist war ihr wie ein Mentor, erz\u00e4hlt sie r\u00fcckblickend im Gespr\u00e4ch mit Epoch Times. Ohne seine und die elterliche Unterst\u00fctzung w\u00e4re sie heute nicht dort, wo sie ist.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ihr Lehrer am Konservatorium, der Organist Helmut Binder, \u00f6ffnete ihr die T\u00fcr zu den Bregenzer Festspielen, bei denen sie in zwei Inszenierungen mitwirkte: in der Oper \u201eDie Ausfl\u00fcge des Herrn Brou\u010dek\u201c von Leo\u0161 Jan\u00e1\u010dek sowie in der Urauff\u00fchrung des Musiktheaters \u201ePassion of the Common Man\u201c von Dan\u00edel Bjarnason. Und auch bei den kommenden Festspielen darf mit Pasdars Mitwirkung gerechnet werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5>\n<strong>Wie war es f\u00fcr Sie, Frau Pasdar, mit so einem bekannten Orchester wie <\/strong><strong>den Wiener Symphonikern<\/strong><strong>\u00a0zu arbeiten?<\/strong>\n<\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als Pianist und Organist hat man nicht oft die M\u00f6glichkeit, Teil eines Orchesters zu sein. Man ist meistens entweder Solist oder man begleitet grunds\u00e4tzlich andere Solisten. Aber dass man als Teil eines Orchesters mitdirigiert wird, ist eine ganz neue Situation f\u00fcr Pianisten und Organisten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es war herausfordernd, dem Dirigat zu folgen. Denn die Wiener Symphoniker haben ihre ganz eigene Art, dem Dirigenten zu folgen. Sie interagieren sehr kammermusikalisch, achten und h\u00f6ren sehr aufeinander. Das fand ich sehr sch\u00f6n: zu sehen, wie eingespielt sie miteinander sind.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Was kann man anders ausdr\u00fccken mit der elektronischen Orgel als mit einem akustischen Klavier?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Meine Erwartungen an die elektronische Orgel waren deutlich niedriger. Ich war positiv \u00fcberrascht \u00fcber den Klang der Orgel, die Spielweise und auch die M\u00f6glichkeiten der Register. Das Herausforderndste ist die Akustik der elektronischen Orgel, da sie \u00fcber Lautsprecher verst\u00e4rkt werden muss.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">An ma\u00dfgebenden Stellen, an denen nur die Orgel begleitet, hat man sie gar nicht geh\u00f6rt. Das musste dann gut abgesprochen werden mit den Akustikern, wo und wie die Orgel stark verst\u00e4rkt werden muss.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dadurch, dass die Orgel keinen Klangk\u00f6rper hat, kann sich der Klang nicht entfalten. Er bleibt einfach an der Stelle, wo er ist. Bei akustischen Instrumenten wird der Klang durch den Klangk\u00f6rper, durch die Vibration \u2013 zum Beispiel vom Holz der Geige \u2013 nach au\u00dfen getragen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es ist \u00fcberhaupt eine ganz seltene Angelegenheit, eine Orgel oder auch ein Klavier in der Oper dabei zu haben.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5585408 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/260728_Anahita-Pasdar-Organistin_c-Kristina-Becker_018-700x467.7be5ff9d797bfe5d36fbd76cfefc15d0.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Auch die F\u00fc\u00dfe sind im Einsatz: Organistin Anahita Pasdar bei den Bregenzer Festspielen 2026.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Bregenzer Festspiele<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>War es speziell, bei einer Oper mitzuwirken, im Vergleich zu konzertanten Auff\u00fchrungen?\u00a0<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ja, das war wirklich spannend. Denn die Oper ist ein ganz anderes Genre in der klassischen Musik, eine ganz andere Abteilung. Musiker, die konzertant unterwegs sind, haben mit Opern nicht viel am Hut.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das hei\u00dft, ich hatte dahingehend viele neue Situationen und viel zu lernen. Ich fand die Zusammenarbeit zwischen Musikern im Orchestergraben und den S\u00e4ngern und Schauspielern auf der B\u00fchne sehr spannend. Man ist eher der tragende Faktor im Hintergrund.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf der B\u00fchne oder auch manchmal hinter der B\u00fchne gab es den Chor, den wir [aus dem Orchestergraben heraus] begleiten mussten. Durch die Distanz der unterschiedlichen Locations (Orte), die dann aber zusammenarbeiten m\u00fcssen, war es herausfordernd.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Denn es entsteht eine Latenzzeit (Verz\u00f6gerung) der Akustik. Wir mussten alle sehr, sehr gut aufeinander h\u00f6ren und auf den Dirigenten achten. Es gab auch Bildschirme, die f\u00fcr den Chor einsehbar waren, wodurch der Dirigent auf die B\u00fchne \u00fcbertragen wurde.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Was hat Sie thematisch an der Oper \u201eDie Ausfl\u00fcge des Herrn Brou\u010dek\u201c angesprochen?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ganz heruntergebrochen geht es in der Oper darum, dass Herr Brou\u010dek in neue Situationen geworfen wird. Er k\u00f6nnte theoretisch daraus lernen, tut es aber schlussendlich nicht und f\u00e4llt wieder in seine alten Muster zur\u00fcck.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Pers\u00f6nlich habe ich davon gelernt, dass man im Leben immer wieder M\u00f6glichkeiten bekommt, zu wachsen. Es ist ein ganz kleiner Moment, in dem man entscheiden kann, was man aus dieser Situation macht und ob man etwas Positives daraus nehmen m\u00f6chte oder ob man sich wieder zur\u00fccklehnt und in die alten eigenen Muster verf\u00e4llt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wir alle kennen das in unserem pers\u00f6nlichen Leben, dass wir Schwierigkeiten erleben und theoretisch schon wissen, dass wir mal neue Wege gehen k\u00f6nnten, die vielleicht Mut von uns brauchen. Im Nachhinein sind wir sehr froh, wenn wir diese neuen Wege gegangen sind.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Sie wirkten auch, dieses Mal mit Klavier, bei der Urauff\u00fchrung des Musiktheaters \u201ePassion of the Common Man\u201c mit.\u00a0<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ja, ein Musiktheater, kann man sagen. Da waren wir Orchestermusiker auf der B\u00fchne. Der Chor war hinter uns und es gab noch vier Solisten, die ganz vorn standen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>W\u00fcrden Sie sagen, die Verbindung zu Bach, dessen Passionsstrukturen es aufgreift, war zu sp\u00fcren?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Man kann das schon heraush\u00f6ren. Auch inhaltlich glaube ich, dass es etwas Transzendentales hat. Bei Bach ging es immer um religi\u00f6se Themen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Auf der Website der Festspiele steht: \u201edas Bed\u00fcrfnis nach Empathie in einer futuristischen Welt\u201c. Gab es etwas, das Sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich mitnehmen konnten?\u00a0<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ja. Grunds\u00e4tzlich ging es in dem St\u00fcck um Freuden und um Leiden im Leben. Und allein diese zwei Stichpunkte verweisen schon stark auf Bach, finde ich. Jeder besch\u00e4ftigt sich irgendwann auf irgendeine Art und Weise mit dem Thema Leiden ertragen im Leben. Da kommt man einfach nicht drumherum.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Werk ist ein Ansto\u00df dahingehend, dass es nicht m\u00f6glich ist, dem Leiden im Leben zu entkommen. Also bleibt dir nichts anderes \u00fcbrig, als den besten Weg zu finden, damit umgehen zu k\u00f6nnen. Und das kann man nur, indem man an sich selbst arbeitet. Denn man kann nichts und niemanden \u00e4ndern. Nicht das Leben und nicht andere Menschen, au\u00dfer sich selbst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Also mache ich es mir einfacher und arbeite an mir selbst. Ich denke, das war schon immer ein Thema f\u00fcr die Menschheit und wird f\u00fcr immer ein Thema bleiben. Egal, wie gut sich die Wissenschaft und die Technik entwickeln.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5>Sie sprachen von Mut. <strong>Wo in Ihrem Leben brauchten Sie als Musikerin Mut?<\/strong>\n<\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ganz oft. Bei Soloauftritten braucht es grunds\u00e4tzlich Mut. Da w\u00e4chst man oft \u00fcber sich hinaus. Ich brauchte auch jetzt bei den Festspielen Mut. Denn bevor ich f\u00fcr \u201ePassion of the Common Man\u201c engagiert wurde, bin ich eigentlich nur gefragt worden, ob ich bei den Proben f\u00fcr diese Auff\u00fchrung am Klavier korrepetieren k\u00f6nnte \u2013 direkt am Morgen des n\u00e4chsten Tages.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das bedeutete, an dem Abend, an dem ich angefragt wurde, noch 100 Seiten \u2013 die Begleitung f\u00fcr ein einst\u00fcndiges Werk \u2013 einzustudieren. Es ben\u00f6tigte sehr viel Mut, Ja zu sagen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich dachte, wenn ich diese M\u00f6glichkeit bekomme, hei\u00dft das, dass ich sie auch nehmen soll. Ich habe dann an demselben Abend noch die 100 Seiten einstudiert und am n\u00e4chsten Tag einfach in der Probe korrepetiert. Den Rest habe ich dem Schicksal \u00fcberlassen. Das war dann auch sehr nett zu mir.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es stellte sich heraus, dass der erste Korrepetitor terminlich doch frei war und den Rest der Proben \u00fcbernehmen konnte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dadurch aber, dass ich pr\u00e4sent war und schon meine Verf\u00fcgbarkeit gezeigt hatte, wurde ich gefragt, ob ich bei den Auff\u00fchrungen am Orchesterklavier mitspielen k\u00f6nnte. Was mich sehr freute.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Zusammenarbeit mit dem Orchester, mit dem Dirigenten bzw. dem Komponisten und mit dem Chor war sehr sch\u00f6n und wirklich bereichernd. Schlussendlich war ich sehr froh, dass ich bei dem Projekt dabei war und meine eigene Scham oder meine Angst vor Gesichtsverlust beiseitegelegt und mich dieser Schwierigkeit gestellt hatte.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Sie komponieren auch. Welche Qualit\u00e4ten mussten Sie entwickeln, um von der Musikerin zur Komponistin zu werden?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es ist lustig. Da sind wir wieder beim gleichen Wort: Mut. Ich habe vorhin erw\u00e4hnt, dass mein erster Klavier- und Orgellehrer mich wirklich stark unterst\u00fctzte. Er f\u00fchrte mich auch zur Komposition.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Komposition beginnt zun\u00e4chst mit Improvisation: den Mut zu haben, frei am Instrument zu spielen und kreativ zu musizieren, was man in sich tr\u00e4gt. Wenn man aber das ganze Leben lang nur nach Noten spielt, ist das wirklich eine \u00dcberwindung, ganz frei und ohne Vorlagen zu spielen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Man wei\u00df oft gar nicht, wozu man in der Lage ist oder wie man anfangen soll. Doch mein Lehrer hat mich sehr stark unterst\u00fctzt, meine eigene Klangsprache zu entwickeln.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Sie arbeiten als Komponistin bei einem Fernsehsender. Wie kam es zu diesem Engagement?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach meinem Studium habe ich entschieden, ein Praktikum beim Fernsehsender NTD TV in New York zu machen. Ich erinnere mich noch, dass ich auf dem Flug dorthin mir dachte: \u201eAnahita, was machst du da eigentlich? Wieso gehst du da hin?\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich hatte \u00fcberhaupt keine Ahnung, was mich erwartete, und eigentlich gar keine Intention. Das Praktikum machte ich im Music Department, als Sound Engineer und auch als Komponistin.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Und dort, in New York, habe ich meine Liebe zu Medien und Filmkompositionen entdeckt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer nur klassische Komposition gemacht und ganz traditionell mit Stift und Papier gearbeitet. Oder vielleicht mal in einem Notationsprogramm am Computer. Aber ich hatte davor noch nie f\u00fcr Bilder oder Videos komponiert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich merkte, dass mir das wahnsinnig Spa\u00df macht, und bin dabei geblieben. Jetzt komponiere ich im Homeoffice f\u00fcr den Fernsehsender NTD, f\u00fcr verschiedene Programme und Dokumentationen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Am sch\u00f6nsten und bereicherndsten ist es, wenn man eine Weile an einem St\u00fcck gearbeitet hat und langsam sieht \u2013 genauer gesagt h\u00f6rt \u2013, wie alle Bausteine zusammenkommen und zu einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Was genau schenkt Ihnen die Musik?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zu wachsen. Wenn ich am Klavier oder an der Orgel \u00fcbe, findet gedanklich sehr viel in mir statt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich glaube, als Mensch tendiert man oft dazu, in schwierigen Situationen angespannt und gestresst zu werden. So passiert mir das auch in der Musik. Vor allem, wenn wenig Zeit ist und ich etwas schnell einstudieren muss, tendiere ich dazu, mich selbst nicht mehr wahrzunehmen und mich selbst zu hetzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ich merke immer wieder, wie es deutlich effizienter, einfacher und sch\u00f6ner ist, einen Schritt zur\u00fcckzugehen und mich bewusst zu entspannen, sowohl mental als auch k\u00f6rperlich. Ich entspanne sowohl meine H\u00e4nde, Arme und Schultern physisch als auch mich gedanklich \u2013 ich lehne mich zur\u00fcck. Ich lasse das, was passiert, einfach passieren. Ich kann nicht beeinflussen, wie langsam oder schnell die Zeit vergeht. Ich kann nur mein Bestes geben, und es funktioniert deutlich besser und leichter, wenn ich mit Leichtigkeit an die Sache herangehe.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Gleiche gilt auch sonst im Leben. Also wenn Schwierigkeiten auftauchen, sich zu trauen, loszulassen und keine Kontrolle haben zu wollen. W\u00e4hrend des \u00dcbens erkenne ich immer wieder, dass dies der einzige Weg ist, der funktioniert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So lehrt mich die Musik, ein mutiger, offener und besserer Mensch zu werden. Es klingt klischeehaft, aber es ist tats\u00e4chlich der Fall.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Sie finden auch Zeit, sich mit nichtprofessionellen Musikern zu treffen: Sie sind Musikkoordinatorin der Tian Guo Marching Band, des Himmelsreichorchesters. Was motiviert Sie dazu?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr mich ist das ein Herzensprojekt. Es sind alles motivierte Musiker, die in ihrer Freizeit sich die Zeit nehmen, ein Instrument zu lernen, und gezielt zu Paraden in unterschiedliche St\u00e4dte Europas fahren. Ohne etwas Materielles daf\u00fcr zur\u00fcckzubekommen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Was uns alle zusammenbringt, ist, dass wir Falun Dafa praktizieren, ein buddhistischer Kultivierungsweg, bei dem es um drei Prinzipien geht, n\u00e4mlich um Wahrhaftigkeit, um G\u00fcte und um Nachsicht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wir versuchen, diese Werte in unserem Alltag umzusetzen. Und wir teilen nat\u00fcrlich die Liebe zur Musik. Jedes Mal, wenn ich zu Proben oder zu Auff\u00fchrungen gehe, komme ich immer sehr positiv und gest\u00e4rkt zur\u00fcck, obwohl es eigentlich sehr anstrengend ist. Aber mir gibt es mental unglaublich viel.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Ist es nicht so, als ob ein Rennradfahrer mit Leuten zusammenarbeitet, die gerade erst Fahrradfahren lernen? Welche Qualit\u00e4t braucht es, um mit ihnen zusammenzuarbeiten?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es braucht auf jeden Fall Geduld. Ich bin Klavierlehrerin und unterrichte deshalb auch Anf\u00e4nger, auch Fortgeschrittene. Also ich habe ganz viele unterschiedliche Sch\u00fcler. Geduld ist einer der wichtigsten Faktoren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wenn ein Sch\u00fcler sich wirklich anstrengt und sein Bestes gibt und versucht, Fortschritte zu machen, ist man als Lehrer schon sehr zufrieden. Dann geht es nicht mehr um Talent oder um K\u00f6nnen und um Leistung. Ganz im Gegenteil. Es geht als Lehrer meistens darum, dass man sieht, dass der Sch\u00fcler es versucht.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5>Gibt es Zukunftspl\u00e4ne oder Ziele, die Sie sich gesteckt haben?<\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ziele wei\u00df ich bisher nicht genau. Da muss ich noch etwas konkreter nachdenken. Aber ja, ein paar Pl\u00e4ne. Im Herbst werde ich ein Konzert geben, mit meinem erw\u00e4hnten ersten Klavier- und Orgellehrer Michael Floredo, ein Orgelkonzert mit Lesung. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel \u201eWenn Bach k\u00e4me\u201c und spricht viele gesellschaftliche Entwicklungen an. Ich finde das Buch sehr, sehr spannend und kann es jedem nur empfehlen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im September werde ich im Musiktheater Vorarlberg auch bei einer Auff\u00fchrung mitwirken und am Klavier begleiten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Und ich bin wahnsinnig gespannt auf das Programm n\u00e4chstes Jahr bei den Bregenzer Festspielen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Das Interview f\u00fchrte Silke Ohlert.<\/em><\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5585406 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/260728_Anahita-Pasdar-Organistin_c-Kristina-Becker_024-700x467.811908e18cd2284eca7e19e534531104.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Anahita Pasdar, Pianistin und Komponistin, bei den Bregenzer Festspielen, 2026.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Bregenzer Festspiele<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":38797,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134,2113,7259,7198],"tags":[13347,13348,788,13349,13350,13351,13352,13353,13354,13355,13356,13357,13358],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38796"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38796"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38796\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38798,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38796\/revisions\/38798"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38796"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=38796"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=38796"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=38796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}