{"id":37688,"date":"2026-08-18T05:19:04","date_gmt":"2026-08-18T04:19:04","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=37688"},"modified":"2026-08-18T05:19:04","modified_gmt":"2026-08-18T04:19:04","slug":"haben-pflanzen-ein-bewusstsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/18\/haben-pflanzen-ein-bewusstsein\/","title":{"rendered":"Haben Pflanzen ein Bewusstsein?"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Cleve Backster war ein Spezialist f\u00fcr L\u00fcgendetektoren und bildete unter anderem Verh\u00f6rbeamte des US-Geheimdienstes CIA aus. Sein Fachgebiet war das Erkennen menschlicher T\u00e4uschung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Februar 1966 f\u00fchrte er aus Neugier ein ungew\u00f6hnliches <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Db-Karron\/publication\/333566924_Evidence_of_a_Primary_Perception_In_Plant_Life\/links\/5cf502d4a6fdcc84750094a1\/Evidence-of-a-Primary-Perception-In-Plant-Life.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Experiment<\/a> durch: Er schloss die Elektroden eines L\u00fcgendetektors an eine Zimmerpflanze an und goss diese anschlie\u00dfend. Die Aufzeichnungen des Ger\u00e4ts \u00fcberraschten den Experten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das elektrische Signal \u00e4hnelte Mustern, die \u00fcblicherweise bei Menschen auftreten, wenn sie Freude oder Aufregung empfinden. Backster schloss daraus, dass die Pflanze eine positive Messreaktion auf das Gie\u00dfen zeigte.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/vital\/nach-autounfall-von-endlosen-schmerzen-zur-wundersamen-heilung-a4741661.html\"><h4 class=\"heading-4\">Nach Autounfall: Von endlosen Schmerzen zur wundersamen Heilung<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/vital\/nach-autounfall-von-endlosen-schmerzen-zur-wundersamen-heilung-a4741661.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Nach Autounfall: Von endlosen Schmerzen zur wundersamen Heilung\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5668125-Fibromyalgia-cured_featured-OP-1080x720-1-e1718699746586-420x280.a77af67db6355be02b99a368094bbdca.webp\" class=\"wp-image-37715\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5668125-Fibromyalgia-cured_featured-OP-1080x720-1-e1718699746586-420x280.a77af67db6355be02b99a368094bbdca.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5668125-Fibromyalgia-cured_featured-OP-1080x720-1-e1718699746586-420x280.a77af67db6355be02b99a368094bbdca-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"2\" data-index-in-node=\"0\">Gedankenlesen im Pflanzenreich?<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"3\">Backster ging in seinen Versuchen noch weiter: Er erwog, ein Blatt der Pflanze anzuz\u00fcnden, um deren Reaktion zu testen. Noch bevor er jedoch ein Streichholz entz\u00fcndete, schlug die Nadel des L\u00fcgendetektors heftig aus. Das aufgezeichnete Signal glich den Reaktionen, die bei Menschen in Angst- oder Stresssituationen gemessen werden.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"4\">Seine Beobachtungen hielt Backster sp\u00e4ter in dem Buch <i data-path-to-node=\"4\" data-index-in-node=\"54\">\u201ePrimary Perception\u201c<\/i> fest. Er stellte die These der sogenannten <a href=\"https:\/\/psi-encyclopedia.spr.ac.uk\/articles\/cleve-backster\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eprim\u00e4ren Wahrnehmung\u201c<\/a> auf. Darunter verstand er die Idee, dass Bewusstsein nicht an ein zentrales Nervensystem gebunden ist, sondern bereits auf zellul\u00e4rer Ebene existiert. Nach seiner Auffassung verf\u00fcgen selbst Pflanzen \u00fcber eine bislang nicht definierte Form der Wahrnehmung.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">In der Wissenschaft stie\u00dfen seine Behauptungen auf breite Ablehnung. Fachleute kritisierten die Methoden scharf, da sich die Effekte bei unabh\u00e4ngigen Wiederholungsversuchen nicht reproduzieren lie\u00dfen.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Backster f\u00fchrte diese Fehlschl\u00e4ge darauf zur\u00fcck, dass Pflanzen auf die tats\u00e4chliche Haltung des Beobachters reagierten: Eine skeptische oder unbeteiligte Einstellung der Forscher habe seiner Ansicht nach die feinf\u00fchlige Wahrnehmung der Pflanzen blockiert.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Er argumentierte, dass Pflanzen nicht wie klassische Messobjekte in einem Labor funktionieren. Nach seiner Theorie reagierten die Pflanzen direkt auf die echten Absichten und Gef\u00fchle der anwesenden Menschen. Wenn Wissenschaftler ein Experiment nur durchf\u00fchrten, um seine Thesen zu widerlegen oder die Pflanze skeptisch zu beobachten, sp\u00fcrte die Pflanze diese Distanz oder T\u00e4uschung und \u201eblockierte\u201c oder zeigte keine Reaktionen mehr. Nur bei echter, authentischer Absicht, so Backsters Begr\u00fcndung, lie\u00dfen sich die Signale messen.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"4\" data-index-in-node=\"0\">Kommunikation ohne Nervenzellen<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Auch wenn Backsters Thesen von der Fachwelt verworfen wurden: Dass Pflanzen miteinander kommunizieren, ist heute keine Vermutung mehr, sondern gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis. Sie besitzen zwar keine Neuronen, tauschen aber dennoch problemlos Informationen aus \u2013 etwa um sich vor Gefahren zu warnen.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"6\">Frisst etwa eine Raupe an einem Blatt, setzt die Pflanze laut <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30213912\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchungen<\/a> den Botenstoff Glutamat frei. Dieser Neurotransmitter spielt auch im menschlichen Nervensystem eine zentrale Rolle. Das Glutamat l\u00f6st innerhalb der Pflanze eine Kettenreaktion aus: Noch unbesch\u00e4digte Pflanzenteile werden so \u00fcber die Verletzung informiert und k\u00f6nnen Abwehrmechanismen aktivieren.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"7\">Dar\u00fcber hinaus senden Pflanzen auch Warnsignale an ihre Umgebung. Bei einem Sch\u00e4dlingsbefall geben sie fl\u00fcchtige <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0169534709003000\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">chemische Verbindungen<\/a> an die Luft ab. Benachbarte Pflanzen nehmen diese Signale wahr und bereiten sich ebenfalls darauf vor, den drohenden Angriff abzuwehren.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"2\" data-index-in-node=\"0\">Vom Skeptizismus zur wissenschaftlichen Tatsache<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"3\">Im Jahr 1983 <a href=\"https:\/\/pubs.acs.org\/symposium\/edited-volume\/1994\/chapter-abstract\/235453568\/Responses-of-Alder-and-Willow-to-Attack-by-Tent?redirectedFrom=fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dokumentierte<\/a> der Forscher David Rhoades als Erster, dass Pflanzen Warnsignale \u00fcber die Luft \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Anf\u00e4nglich stie\u00df auch er auf erheblichen Widerstand in der Fachwelt \u2013 vor allem, weil das Ph\u00e4nomen v\u00f6llig neu war und beinahe wie Fantasie klang. Im Laufe der Zeit wurde seine Theorie jedoch gr\u00fcndlich \u00fcberpr\u00fcft, best\u00e4tigt und schlie\u00dflich in wissenschaftlichen <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24165497\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien<\/a> bei mehr als 30 verschiedenen Pflanzenarten erfolgreich nachgewiesen.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"4\">Einen <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-023-41589-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">visuellen Beweis<\/a> lieferte 2023 ein japanisches Forschungsteam: Mithilfe spezieller Videotechnik filmten die Wissenschaftler, wie eine gesunde Pflanze fl\u00fcchtige chemische Stoffe einer besch\u00e4digten Nachbarpflanze registrierte. Innerhalb von Sekunden l\u00f6ste dieser Kontakt interne Alarmsignale aus, die sich von einem Blatt \u00fcber die gesamte Pflanze ausbreiteten.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\"><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S1567539419301914\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neueste Experimente<\/a> belegen zudem, dass der Informationsaustausch nicht nur auf chemischem Weg funktioniert: Pflanzen nutzen f\u00fcr ihre Kommunikation auch elektrische Signale.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"2\" data-index-in-node=\"0\">Pflanzen mit Ged\u00e4chtnis?<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"3\">Einige Arten scheinen zudem \u00fcber gewisse kognitive F\u00e4higkeiten zu verf\u00fcgen. Ein bekanntes Beispiel ist die Venusfliegenfalle: <a href=\"https:\/\/www.cell.com\/current-biology\/fulltext\/S0960-9822(15)01501-8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchungen<\/a> zeigen, sie schnappt keineswegs reflexartig zu, sobald ein Objekt sie ber\u00fchrt. Stattdessen registriert und verarbeitet die Pflanze die Signale, bevor sie ihre Falle schlie\u00dft.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"4\">Im Inneren der Klappfalle sitzen winzige Ausl\u00f6sehaare. Wird nur ein einzelnes Haar ber\u00fchrt, passiert zun\u00e4chst nichts. Erst eine zweite Ber\u00fchrung innerhalb von 15 bis 20 Sekunden f\u00fchrt dazu, dass die Falle zuschnappt.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Doch selbst im geschlossenen Zustand beginnt die Verdauung nicht sofort. Die Pflanze pr\u00fcft zun\u00e4chst, ob sie tats\u00e4chlich ein lebendes Insekt gefangen hat. W\u00e4hrend sich die Beute im Inneren wehrt, l\u00f6st sie die Ausl\u00f6sehaare wiederholt aus. Erst nach etwa f\u00fcnf Reizen beginnt die Venusfliegenfalle mit der Aussch\u00fcttung von Verdauungsenzymen.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"6\">Die Pflanze z\u00e4hlt die mechanischen Impulsmuster somit effektiv mit. Auf Basis dieser Informationen trifft sie eine zweckm\u00e4\u00dfige Reaktion \u2013 und das v\u00f6llig ohne Gehirn oder zentrales Nervensystem.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"2\" data-index-in-node=\"0\">Kalkuliertes Risiko im Wurzelreich<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"3\">Dass Pflanzen verfeinerte \u00dcberlebensstrategien nutzen, zeigt auch ein <a href=\"https:\/\/www.cell.com\/current-biology\/fulltext\/S0960-9822(16)30459-6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Experiment<\/a> mit Erbsenpflanzen. Forscher teilten das Wurzelsystem einzelner Pflanzen auf zwei verschiedene T\u00f6pfe auf. W\u00e4hrend ein Topf gleichm\u00e4\u00dfig mit N\u00e4hrstoffen versorgt wurde, schwankte das Angebot im zweiten Topf stark \u2013 auch wenn die N\u00e4hrstoffmenge im Durchschnitt in beiden T\u00f6pfen identisch war.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"4\">Die Wissenschaftler wollten beobachten, in welchen Topf die Pflanze mehr Energie f\u00fcr neues Wurzelwachstum investieren w\u00fcrde. Dabei zeigte sich ein erstaunliches Verhalten:<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Reichte die stabile N\u00e4hrstoffquelle im ersten Topf problemlos zum \u00dcberleben aus, ging die Pflanze auf Nummer sicher und verst\u00e4rkte dort ihr Wurzelwachstum. War die verl\u00e4ssliche Versorgung jedoch dauerhaft zu gering, \u00e4nderte die Pflanze ihre Strategie. Sie ging ein kalkuliertes Risiko ein und verst\u00e4rkte das Wurzelwachstum im Topf mit dem schwankenden Angebot. Sie zog somit die Chance auf ausreichende Nahrung der Gewissheit einer Mangelsituation vor.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"6\">Die Forscher schlussfolgerten daraus, dass Pflanzen \u00fcber eine Form von \u201eRisikosensibilit\u00e4t\u201c verf\u00fcgen \u2013 ein Entscheidungsverhalten, das verbl\u00fcffend an die Logik von Anlegern auf dem Finanzmarkt erinnert.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"34\" data-index-in-node=\"0\">T\u00f6ne aus dem Ultraschallbereich<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"35\">Pflanzen reagieren jedoch nicht nur auf mechanische Reize oder chemische Signale: Untersuchungen zeigen, dass sie unter Stress sogar T\u00f6ne erzeugen. Was Menschen als absolute Stille in der Natur wahrnehmen, k\u00f6nnte f\u00fcr viele Tierarten daher in Wahrheit eine recht ger\u00e4uschvolle Kulisse sein.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"36\">Eine <a href=\"https:\/\/www.cell.com\/cell\/fulltext\/S0092-8674(23)00262-3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> aus dem Jahr 2023 belegt, dass dehydrierte oder verletzte Pflanzen Klickger\u00e4usche von sich geben. Diese T\u00f6ne liegen im Ultraschallbereich, verbreiten sich \u00fcber die Luft und lassen sich mit Spezialmikrofonen aufzeichnen. So registrierten Forscher bei einer unterversorgten Tomatenpflanze etwa 35 Klicks pro Stunde. Gut gew\u00e4sserte Pflanzen blieben hingegen nahezu stumm.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"37\">Die T\u00f6ne erwiesen sich als so spezifisch, dass ein KI-Modell allein anhand des Ger\u00e4uschmusters erkennen konnte, ob die Pflanze unter Wassermangel litt oder besch\u00e4digt worden war.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"38\">Als Ursache vermuten die Wissenschaftler ein physikalisches Ph\u00e4nomen namens Kavitation: Dabei bilden sich im Wassertransportsystem der Pflanze winzige Dampfblasen, die schlie\u00dflich platzen. F\u00fcr das menschliche Geh\u00f6r sind diese Frequenzen zwar unh\u00f6rbar, f\u00fcr Insekten und andere Tiere jedoch gut wahrnehmbar. <a href=\"https:\/\/elifesciences.org\/articles\/104700\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erste Erkenntnisse<\/a> deuten darauf hin, dass etwa Motten diese Signale gezielt nutzen: Bei der Eiablage meiden sie gestresste Pflanzen und steuern bevorzugt gesunde Exemplare an.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><b data-path-to-node=\"2\" data-index-in-node=\"0\">Lernf\u00e4hig ohne Gehirn<\/b><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"3\">Dass Pflanzen Reize nicht nur verarbeiten, sondern auch aus Erfahrungen lernen k\u00f6nnen, zeigte ein <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00442-013-2873-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Experiment<\/a> aus dem Jahr 2014. Die Forscherin Monica Gagliano und ihr Team untersuchten dazu die Mimose (<i data-path-to-node=\"3\" data-index-in-node=\"202\">Mimosa pudica<\/i>) \u2013 eine Pflanze, die bekannt daf\u00fcr ist, bei der kleinsten Ber\u00fchrung schlagartig ihre Bl\u00e4tter zusammenzufalten.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"4\">F\u00fcr die Studie lie\u00dfen die Wissenschaftler im Topf gezogene Mimosen wiederholt aus geringer H\u00f6he auf ein weiches Kissen fallen. F\u00fcr die Pflanze war dieser Sturz zwar eine unerwartete, aber v\u00f6llig harmlose Ersch\u00fctterung. Zu Beginn faltete die Mimose nach jedem Sturz ihre Bl\u00e4tter ein. Nach mehreren Wiederholungen schw\u00e4chte sich die Reaktion jedoch ab, bis die Pflanze schlie\u00dflich nicht mehr ihre Bl\u00e4tter faltete. Sie hatte offenbar gelernt, dass von dem Reiz keine Gefahr ausging, und sparte sich den Energieaufwand.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"5\">Wurde die Pflanze jedoch einem anderen, unbekannten Reiz ausgesetzt, faltete sie ihre Bl\u00e4tter erneut zusammen. Als das Team das urspr\u00fcngliche Fall-Experiment einen Monat sp\u00e4ter wiederholte, zeigte sich der Gew\u00f6hnungseffekt noch immer: Die Pflanze reagierte weiterhin gelassen.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-path-to-node=\"6\">F\u00fcr die Forscher war dies ein starkes Indiz f\u00fcr eine Art von Langzeitged\u00e4chtnis. Sie schlussfolgerten, dass Lern- und Erinnerungsprozesse keineswegs an tierische Gehirne oder Nervensysteme gebunden sind. Komplexe neuronale Netzwerke seien zwar eine hochentwickelte L\u00f6sung der Natur, eine zwingende Voraussetzung f\u00fcr Lernf\u00e4higkeit scheinen sie laut den Studienergebnissen jedoch nicht zu sein.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Dieser Artikel erschien im Original auf <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">theepochtimes.com<\/a> unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/health\/do-plants-have-consciousness-6067755\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDo Plants Have Consciousness?\u201c<\/a>. (deutsche Bearbeitung kr)<\/em><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":37689,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,7260],"tags":[2264,13147,6389],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37688"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37688"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37716,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37688\/revisions\/37716"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37688"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=37688"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=37688"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=37688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}