{"id":3551,"date":"2026-05-15T20:06:33","date_gmt":"2026-05-15T19:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=3551"},"modified":"2026-05-15T20:06:33","modified_gmt":"2026-05-15T19:06:33","slug":"usa-verkunden-verlangerung-der-waffenruhe-im-libanon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/05\/15\/usa-verkunden-verlangerung-der-waffenruhe-im-libanon\/","title":{"rendered":"USA verk\u00fcnden Verl\u00e4ngerung der Waffenruhe im Libanon"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verl\u00e4ngert werden. Das teilte der Sprecher des US-Au\u00dfenministeriums, Tommy Pigott, auf der Plattform X mit. Die Hisbollah \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst nicht. Die Waffenruhe war in den vergangenen Wochen von beiden Seiten mehrfach verletzt worden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Pigott k\u00fcndigte ferner eine weitere Gespr\u00e4chsrunde zwischen Vertretern beider Seiten unter der Vermittlung des Ministeriums am 2. und 3. Juni an. Zuvor solle am 29. Mai noch im Pentagon ein milit\u00e4rischer Dialog zwischen Delegationen beider L\u00e4nder stattfinden. Am Freitagnachmittag erkl\u00e4rte Pigott, beide L\u00e4nder h\u00e4tten sich auf einen Verhandlungsrahmen vereinbart, um so einen dauerhaften Frieden zwischen ihnen, eine uneingeschr\u00e4nkte Anerkennung der Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t des jeweils anderen sowie Sicherheit entlang ihrer Grenze zu f\u00f6rdern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Verl\u00e4ngerung der Waffenruhe wurde an diesem Freitag nach einer dritten Gespr\u00e4chsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington bekanntgegeben. Eine bisherige Frist w\u00e4re am Sonntag (17. Mai) abgelaufen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Waffenruhe war br\u00fcchig<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Libanon und Israel hatten sich Mitte April erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der vom Iran unterst\u00fctzten Hisbollah wurde jedoch von beiden Seiten fortgesetzt. Im Libanon gibt es dabei weiterhin t\u00e4glich Tote. Das israelische Milit\u00e4r hat auch weiterhin Truppen im S\u00fcdlibanon stationiert. Dort kommt es immer noch zu direkten K\u00e4mpfen mit der Hisbollah.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Insbesondere im S\u00fcdlibanon greift das israelische Milit\u00e4r t\u00e4glich auch aus der Luft an. Zuletzt griff die israelische Luftwaffe auch wieder in einem Vorort der Hauptstadt Beirut an und t\u00f6tete dort eigenen Angaben zufolge den Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut der urspr\u00fcnglichen Vereinbarung soll die libanesische Regierung die Hisbollah mit internationaler Hilfe daran hindern, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele auszuf\u00fchren. Israel soll zwar auf \u201eoffensive Milit\u00e4roperationen\u201c im Libanon verzichten, darf sich aber gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bisher sind seit Ausbruch des erneuten Kriegs Anfang M\u00e4rz im Libanon rund 2.900 Menschen get\u00f6tet worden. Darunter sind auch zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gespr\u00e4che in Washington<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Seit Mitte April f\u00fchren der Libanon und Israel zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespr\u00e4che auf politischer Ebene. Sie werden von den USA in Washington vermittelt. Israel strebt dabei langfristig einen Friedensprozess mit dem Libanon an. Es will vor allem auch eine dauerhafte Entwaffnung der vom Iran unterst\u00fctzten Hisbollah durchsetzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die libanesische Regierung, die keine aktive Kriegspartei ist, pocht vor allem zun\u00e4chst auf Deeskalation und eine dauerhafte Waffenruhe. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen. US-Pr\u00e4sident Donald Trump strebt auch ein Treffen auf h\u00f6chster Ebene zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Libanons Pr\u00e4sidenten Joseph Aoun an. Der Libanon hat das bisher abgelehnt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Hisbollah sieht in den Gespr\u00e4chen mit Israel eine Kapitulation. Sie fordert einen Stopp der Angriffe Israels und auch den vollst\u00e4ndigen Abzug der Truppen aus dem S\u00fcdlibanon. Der aktuell vereinbarten Waffenruhe hat sie nie selbst zugestimmt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Schiitische Gemeinschaft im Libanon unterst\u00fctzt Hisbollah<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die libanesische Regierung steht unter Druck, die von Israel geforderte Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen. Sie hatte sich bereits nach einem vorausgegangenen Krieg im Herbst 2024 dazu verpflichtet, diese voranzutreiben. Der Prozess schritt nur langsam voran. Die Regierung selbst muss dabei einen Balanceakt leisten: Vor allem die schiitische Gemeinschaft im Land unterst\u00fctzt die proiranische Hisbollah weiter und bef\u00fcrwortet auch, dass sie Waffen besitzt. Der libanesischen Regierung war bei dem langsamen Vorgehen auch daran gelegen, keine internen Unruhen auszul\u00f6sen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Israel wirft der libanesischen Regierung und Armee derweil vor, nicht ausreichend gegen die Miliz vorzugehen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Beobachtern zufolge erschweren auch die stetigen israelischen Angriffe trotz Waffenruhe den Prozess. Die Hisbollah und ihre Anh\u00e4nger sehen darin eine Legitimation f\u00fcr ihre Existenz \u2013 als einzige wahre \u201eWiderstandsmacht\u201c f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in den von ihr kontrollierten Gebieten.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Libanons Armee gilt als schwach<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Israel will mit seinem Vorgehen im Libanon eigenen Angaben zufolge die Bev\u00f6lkerung im Norden des Landes vor Angriffen der Hisbollah sch\u00fctzen. Das Land wirft der Miliz auch vor, geplant zu haben, nach Israel zu dringen und dort Menschen zu t\u00f6ten und zu entf\u00fchren, \u00e4hnlich wie die Hamas am 7. Oktober 2023.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Zuge der Entwaffnung sollte eigentlich die libanesische Armee die Kontrolle \u00fcber diese Gebiete und die Aufgabe der Entwaffnung \u00fcbernehmen. Die Armee gilt im Vergleich zur Hisbollah jedoch als schwach und unterfinanziert. Die Hisbollah sieht darin einen weiteren Beweis, dass nur sie die Menschen im Libanon vor Israels Angriffen sch\u00fctzen kann.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deutschland setzt darauf, dass die libanesische Regierung gegen die Miliz vorgehen sollte. \u201eEs ist unsere \u00dcberzeugung, dass der Schl\u00fcssel zu einer Stabilisierung des Libanon in einer St\u00e4rkung des libanesischen Staates liegt\u201c, sagte j\u00fcngst Au\u00dfenminister Johann Wadephul. Nur so k\u00f6nne dieser sein Gewaltmonopol auch wirklich ausf\u00fcllen. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":3552,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130],"tags":[460,91,92,77,78,432,104],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3551"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3551"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3553,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3551\/revisions\/3553"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3551"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=3551"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=3551"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=3551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}