{"id":34780,"date":"2026-08-11T13:36:18","date_gmt":"2026-08-11T12:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=34780"},"modified":"2026-08-11T13:36:18","modified_gmt":"2026-08-11T12:36:18","slug":"vermummt-mit-brennenden-fackeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/11\/vermummt-mit-brennenden-fackeln\/","title":{"rendered":"\u201eVermummt, mit brennenden Fackeln\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das <a href=\"https:\/\/www.zealchurch.de\/presse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Caf\u00e9 Stay<\/a> im Leipziger Stadtteil Reudnitz hat Ende Juni nach drei Jahren seinen Betrieb eingestellt. Geleitet wurde es von der christlichen Freikirche Zeal Church.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach ihren eigenen <a href=\"https:\/\/www.zealchurch.de\/team\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Worten<\/a> will die Zeal Church \u201eMenschen f\u00fcr Gott begeistern und zur\u00fcsten, ihm von ganzem Herzen nachzufolgen und dadurch zu der Person zu werden, zu der Gott sie geschaffen hat\u201c. Eine Freikirche ist eine Kirchengemeinde, die von Mitgliedsbeitr\u00e4gen und Spenden lebt und weder der katholischen noch der evangelischen Landeskirche angeh\u00f6rt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach 26 Anschl\u00e4gen, darunter mit Butters\u00e4ure, Farbbeuteln, F\u00e4kalien und Hammerschl\u00e4gen, gab die Gemeinde \u201eaus Sicherheits- und finanziellen Gr\u00fcnden\u201c das Caf\u00e9 nun auf. Doch das reichte den T\u00e4tern nicht. Im Juli kam es zu einem erneuten Anschlag.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">\u201eAn alle, die zusehen\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Darauf antwortete die Zeal Church mit einer <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Statement_Zeal_Church.pdf.c8844fbdca4600b51f77c3405e94aa47.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme<\/a> auf ihrer Website, in der es hei\u00dft: \u201eWir bleiben. Auch ohne Caf\u00e9, auch ohne Angst vor euch.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Adressiert an die T\u00e4ter hei\u00dft es dort weiter: \u201eWir haben euer Foto gesehen. Vermummt, mit brennenden Fackeln, mit Transparenten vor der Fassade eines Ortes, den ihr \u00fcber drei Jahre zerst\u00f6rt habt. Wir haben gelesen, wie ihr die Schlie\u00dfung als Sieg feiert und ank\u00fcndigt, weiter \u201awachsam\u2018 zu bleiben.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf der von Linksextremisten genutzten internationalen Plattform <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/752946\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eIndymedia\u201c<\/a> beschreibt ein anonymer Autor die Zeal Church als \u201efundamentalistisch\u201c und wirft ihr vor, \u201emenschenfeindlichen Ideologien in Leipzig zu verbreiten\u201c und \u201equeerfeindlich\u201c zu sein.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zur Schlie\u00dfung des Kirchencaf\u00e9s nach Angriffen von \u201eautonomen Aktivist*innen\u201c hei\u00dft es in dem mutma\u00dflichen Bekennerschreiben: \u201eWir werten das als klaren Gewinn f\u00fcr die autonomen Queers und Allies in Leipzig und freuen uns \u00fcber die Schlie\u00dfung.\u201c Die T\u00e4ter bekennen zudem, dass sie \u201eweiterhin widerst\u00e4ndig leben\u201c und sich \u201eRaum nehmen\u201c wollen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das leitende Pastorenehepaar der Zeal Church gibt sich \u00fcberzeugt: Die T\u00e4ter w\u00fcrden sich auf ihrer Webseite nur deshalb zeigen, weil sie w\u00fcssten, dass ihnen nichts passiert. Nach jedem Aufr\u00e4umen und nach jeder Anzeige habe die Gemeinde \u201ejedes Mal dasselbe Ergebnis bekommen: nichts\u201c, hei\u00dft es in der Stellungnahme weiter.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die \u201eOstdeutsche Allgemeine\u201c war eine der wenigen \u00fcberregionalen Zeitungen, die \u00fcber diese Angriffe berichtete, und schrieb: \u201eDie T\u00e4ter stammen offenkundig aus einem Milieu, das f\u00fcr sich stets Toleranz einfordert, aber Andersdenkende mit aller H\u00e4rte verfolgt, schikaniert und terrorisiert.\u201c<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Stadt Leipzig sieht keinen Angriff auf Religionsfreiheit<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach dem 24. Anschlag auf das christliche Caf\u00e9 ver\u00f6ffentlichte die Stadt Leipzig im Januar dieses Jahres in ihrem Ratsinformationssystem eine <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2028520&#038;refresh;=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme<\/a> in Form einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage zu den linksextremistischen Angriffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dort betont die Stadt mehrfach, dass die Attacken auf das christliche Caf\u00e9 \u201enicht die Religionsfreiheit\u201c angreifen w\u00fcrden. \u201eAngegriffen wurde ein kommerziell betriebenes Caf\u00e9, welches zur Finanzierung einer Religionsgemeinschaft dient.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">An anderer Stelle verweist das Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung und Sport darauf, dass \u201eder thematisierte Angriff [\u2026] die im Bekennerschreiben angegriffene Haltung u. a. zu Homosexualit\u00e4t mit einer Haltung\u201c \u00fcbereinstimme, \u201ewelche auch in anderen Religionsgemeinschaften gelebt\u201c w\u00fcrde. Und die Stadt r\u00e4umt ein: \u201eDiese sind in der Tat ebenfalls Ziel unterschiedlichster Angriffe.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Stadt Leipzig kommt in ihrer Erkl\u00e4rung zu dem Schluss: \u201eIm Rahmen von st\u00e4dtischen F\u00f6rderrichtlinien und der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie \u201aLeipzig: Ort der Vielfalt\u2018 werden [bereits] Ma\u00dfnahmen\u201c gegen Hass und \u201ejegliche Form von Diskriminierung\u201c umgesetzt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Kirchenbrand, zerst\u00f6rte Orgel, Stahlkugeln w\u00e4hrend Gottesdienst<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zur \u00e4hnlichen Zeit wie die Schlie\u00dfung des Zeal-Church-Caf\u00e9s in Leipzig kam es im Siegerland im S\u00fcdosten von Nordrhein-Westfalen zu einem Brandanschlag auf die katholische St.-Marien-Kirche in Freudenberg. Wie die \u201eSiegener Zeitung\u201c am 29. Juni berichtete, brannte im Eingangsbereich eine Holzbank. Au\u00dferdem seien rohe Eier und Mehl sowie Informationsflyer der Kirche auf dem Boden verstreut worden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ebenfalls Ende Juni berichtete die \u201eNordwest-Zeitung\u201c in Oldenburg von Vandalismus in der katholischen St.-Marien-Kirche von Friesoythe im Landkreis Cloppenburg. Dort wurden Kunstgegenst\u00e4nde und die Orgel verw\u00fcstet. In Verdacht steht ein 25-j\u00e4hriger Mann, der \u00fcber ein Bauger\u00fcst und eine eingeschlagene Scheibe in das Kirchengeb\u00e4ude eingedrungen sein soll.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der T\u00e4ter wurde vor Ort festgenommen und laut NWZ in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die historische Sauer-Orgel ist unbespielbar; eine Reparatur w\u00fcrde Hunderttausende Euro kosten. Die Kirche musste zeitweilig schlie\u00dfen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mitte Mai wurde laut \u201ehessenschau\u201c w\u00e4hrend eines sonnt\u00e4glichen Gottesdienstes von Unbekannten in Hanau mit Stahl- und Plastikkugeln auf Kirchenfenster der katholischen Heilig-Geist-Kirche geschossen. Ein Gottesdienstteilnehmer wurde leicht verletzt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">\u201eS\u00e4mtliche Tabus gefallen\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat im August 2025 festgestellt, dass die \u201eQualit\u00e4t der Kirchenvandalismen\u201c zugenommen habe, wie die \u201eRheinische Post\u201c berichtete.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In Altarr\u00e4umen w\u00fcrde Brandstiftung ver\u00fcbt, w\u00fcrden Exkremente in Beichtst\u00fchlen hinterlassen oder Christusfiguren enthauptet. Ein Sprecher der Konferenz sah in den vergangenen Jahren eine \u201eversch\u00e4rfte Dimension\u201c, bei der \u201es\u00e4mtliche Tabus gefallen\u201c seien.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Angaben der Bischofskonferenz gebe es ein \u201eDunkelfeld polizeistatistisch nicht erfasster Kirchenvandalismen\u201c, da viele F\u00e4lle in den Statistiken lediglich als Sachbesch\u00e4digung aufgef\u00fchrt w\u00fcrden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Was die Polizeigewerkschaft\u00a0sagt<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eEine merkliche zahlenm\u00e4\u00dfige Zunahme von F\u00e4llen des Kirchenvandalismus\u201c sei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) \u201enicht bekannt\u201c, sagt Tanja Richter, GdP-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, gegen\u00fcber Epoch Times. \u201eAllerdings ist eine gestiegene Intensit\u00e4t der Vorf\u00e4lle festzustellen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zu den Motiven der Tatbeteiligten l\u00e4gen keine statistisch belastbaren Erhebungen vor. Die F\u00e4lle von Kirchenvandalismus f\u00fcgten sich jedoch ihrer Erkenntnis nach \u201ein die allgemeine Tendenz einer Zunahme von Vandalismus- und Sachbesch\u00e4digungsdelikten im \u00f6ffentlichen Raum ein\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hierzu nannte die GdP-Vertreterin etwa die St\u00f6rung der Totenruhe sowie Vandalismus und Diebst\u00e4hle auf Friedh\u00f6fen sowie im \u00f6ffentlichen Nahverkehr und an Schulen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Einsch\u00e4tzung der Gewerkschaftsvertreterin sei \u201edavon auszugehen, dass bei F\u00e4llen von Kirchenvandalismus weniger (anti-)religi\u00f6se Motive als vielmehr Frustration, eine allgemeine Zerst\u00f6rungswut oder eine geringe Hemmschwelle gegen\u00fcber Sachbesch\u00e4digungen eine Rolle spielen\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kirchen stellten aufgrund ihrer \u201epr\u00e4genden und weithin sichtbaren Stellung innerhalb einer Gemeinde\u201c ein auff\u00e4lliges und damit \u201epotenziell lohnendes Ziel\u201c dar. Richter bemerkte, dass Kirchengeb\u00e4ude \u201evielfach weniger umfassend gegen Vandalismus gesch\u00fctzt\u201c seien als \u201eandere prominente Einrichtungen\u201c; es fehle etwa an Alarmanlagen oder Video\u00fcberwachung.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Kein Meldeportal f\u00fcr Christenfeindlichkeit<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Dezember 2024 stellten mehrere AfD-Bundestagsabgeordnete eine <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/141\/2014137.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kleine Anfrage<\/a> zu dem Thema an die damalige Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD). In der Anfrage wurde darauf hingewiesen, dass es seit Juli 2023 ein bundesweites, von der EU gef\u00f6rdertes Online-Meldeportal f\u00fcr Muslimfeindlichkeit gebe. \u201eEin solches Meldeportal gibt es f\u00fcr Christenfeindlichkeit jedoch nicht\u201c, so die AfD.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So habe sich die Zahl der Angriffe auf christliche Kirchen \u201einnerhalb eines Jahres von 135 F\u00e4llen im Jahr 2022 auf 277 F\u00e4lle im Jahr 2023 verdoppelt\u201c, schrieb die Fraktion.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In ihrer <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/144\/2014456.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antwort<\/a> best\u00e4tigte die Scholz-Regierung im Januar 2025, dass nur politisch motivierte Straftaten durch die zust\u00e4ndigen Landeskriminal\u00e4mter an das Bundeskriminalamt (BKA) \u00fcbermittelt und in einer zentralen Datei erfasst w\u00fcrden. Delikte ohne erkennbare politische Motivation seien \u201enicht Bestandteil dieser Statistik\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, wurden im Jahr 2024 bis zum 10. Dezember im Bereich \u201eChristenfeindlich\u201c insgesamt 228 Straftaten registriert, darunter ein T\u00f6tungsdelikt, 14 K\u00f6rperverletzungen und 52 Sachbesch\u00e4digungen. Zudem w\u00fcrden erst seit dem Jahr 2019 f\u00fcr \u201epolitisch motivierte Straftaten\u201c die Unterbegriffe \u201eChristenfeindlich\u201c (gegen Christen und ihre Einrichtungen gerichtete Delikte) sowie explizit \u201eKirche\u201c erfasst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Was das fehlende Meldeportal f\u00fcr christenfeindliche Angriffe angeht, erkl\u00e4rte die damalige Scholz-Regierung: \u201eAus Sicht der Bundesregierung l\u00e4sst sich keine erh\u00f6hte Gef\u00e4hrdung f\u00fcr Christen oder christliche Einrichtungen in Deutschland ableiten.\u201c Daher sei die Notwendigkeit eines solchen Meldeportals \u201ebislang [\u2026] noch nicht gesehen\u201c worden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Organisation: Christenfeindlichkeit untersch\u00e4tzt<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anders sieht dies die Wiener Dokumentationsstelle f\u00fcr Intoleranz und Diskriminierung gegen Christinnen und Christen in Europa (<a href=\"https:\/\/www.intoleranceagainstchristians.eu\/about-us\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">OIDAC Europe<\/a>). In ihrem <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/file\/d\/1_LupyX8xvDt84jWz09wAo1DGlEXptplJ\/view?pli=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahresbericht 2025<\/a> hat sie f\u00fcr das Jahr 2024 2.211 antichristliche Straftaten aufgelistet und dokumentiert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die OIDAC-Leiterin Anja Tang gibt sich davon \u00fcberzeugt, dass die Christenfeindlichkeit in Deutschland untersch\u00e4tzt werde. Gegen\u00fcber Epoch Times erkl\u00e4rt sie, wie sie \u00fcberpr\u00fcfbare Nachrichten von antichristlichen Vorf\u00e4llen erreicht. OIDAC werte t\u00e4glich Medien in allen europ\u00e4ischen Sprachen aus. Hinzu k\u00e4men Meldungen lokaler Partnerorganisationen und Kirchengemeinden sowie Hinweise von Betroffenen oder Zeugen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eUnsere Statistik basiert auf drei Datenquellen\u201c, erkl\u00e4rt Tang. Dazu z\u00e4hlen: F\u00e4lle, die von der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) registriert werden, offizielle Polizeistatistiken jener europ\u00e4ischen Staaten, die christenfeindliche Hasskriminalit\u00e4t gesondert erfassen, sowie F\u00e4lle, \u201edie wir selbst nach den Kriterien der OSZE dokumentieren\u201c. Um Doppelz\u00e4hlungen zu vermeiden, w\u00fcrde sie f\u00fcr jedes Land nur \u201ejeweils den belastbarsten verf\u00fcgbaren Datensatz\u201c verwenden.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5577633 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/GettyImages-1245923341-700x467.e92ec3ec74a51e6f99c272c1ac2f6518.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Gl\u00e4ubige w\u00e4hrend eines Rosenkranzgebets. (Archivfoto)<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Kerstin Joensson\/AFP via Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">L\u00e4ndervergleiche problematisch<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eFrankreich weist seit vielen Jahren die h\u00f6chste Zahl registrierter christenfeindlicher Straftaten in Europa auf\u201c, erkl\u00e4rt Tang zur Lage in Europa. Sie beobachte dort \u201esowohl ausgepr\u00e4gte antikirchliche und antiklerikale Einstellungen als auch islamistisch motivierte Gewalt gegen Christen\u201c. Ein anderer Grund f\u00fcr die hohen Fallzahlen bestehe jedoch auch darin, dass Frankreich \u201e\u00fcber eine umfassende Polizeistatistik zu christenfeindlichen Hassverbrechen\u201c verf\u00fcge.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vergleiche man jedoch die von ihrer Organisation erfassten F\u00e4lle, \u201eliegt Deutschland auf einem \u00e4hnlichen Niveau wie Frankreich\u201c, sagt Tang.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Insgesamt seien L\u00e4ndervergleiche problematisch. Dies werde etwa am Beispiel Spaniens deutlich. \u201eDort werden antisemitische und antimuslimische Hassverbrechen gesondert ausgewiesen, christenfeindliche Straftaten dagegen nicht. Sie werden lediglich unter der Sammelkategorie \u201aandere religi\u00f6s motivierte Straftaten\u2018 erfasst.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein weiteres Beispiel sei Polen. Eine Studie unter rund 1.000 katholischen Priestern habe ergeben, dass etwa die H\u00e4lfte der Befragten von verbalen oder k\u00f6rperlichen Aggressionen innerhalb eines Jahres berichtet habe. \u201eMehr als 80 Prozent der Betroffenen erstatteten jedoch keine Anzeige bei der Polizei. Rund 40 Prozent gaben au\u00dferdem an, sich beim Tragen geistlicher Kleidung in der \u00d6ffentlichkeit heute deutlich unsicherer zu f\u00fchlen.\u201c<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gro\u00dfbritannien: Kirchen als \u201eandere religi\u00f6se St\u00e4tten\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ihr geht es jedoch nicht nur darum, Daten zu sammeln, \u201esondern diese auch politischen Entscheidungstr\u00e4gern zur Verf\u00fcgung zu stellen\u201c, sagt sie. So sei OIDAC beim Menschenrechtsb\u00fcro der OSZE als \u201eMitwirkender aus der Zivilgesellschaft\u201c anerkannt. \u201eUnsere Daten flie\u00dfen j\u00e4hrlich in den offiziellen \u201eHate Crime Report\u201c der OSZE ein.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aber auch bei der UN und beim EU-Parlament finde ihre Beobachtungsstelle Geh\u00f6r. Aufgrund ihrer Datenerhebung fordere etwa die \u201eInterfraktionelle <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/meps\/de\/intergroup\/details\/7902\/Interfraktionelle%20Arbeitsgruppe%20Religions-,%20Weltanschauungs-%20und%20Gewissensfreiheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsgruppe<\/a> f\u00fcr Religions-, Weltanschauungs- und Gewissensfreiheit\u201c des EU-Parlaments \u201edie Einrichtung eines EU-Koordinators zur Bek\u00e4mpfung christenfeindlicher Hasskriminalit\u00e4t\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein weiterer Erfolg sei, dass die Regierungen Frankreichs und <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/record-funding-to-protect-faith-communities\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritanniens<\/a> \u201ein den vergangenen Jahren\u201c reagiert und \u201ezus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr den Schutz von Kirchen bereitgestellt\u201c h\u00e4tten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die britische Regierung hat am 19. Februar dieses Jahres angek\u00fcndigt, dass sie \u201eRekordmittel zum Schutz religi\u00f6ser Gemeinschaften\u201c ausgebe. F\u00fcr die beiden Jahre 2026 und 2027 seien umgerechnet insgesamt 85,6 Millionen Euro \u201ef\u00fcr Sicherheitsma\u00dfnahmen an j\u00fcdischen, muslimischen und anderen religi\u00f6sen St\u00e4tten\u201c vorgesehen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eIn Gro\u00dfbritannien f\u00e4llt allerdings auf, dass der weitaus \u00fcberwiegende Teil der Mittel zum Schutz religi\u00f6ser Einrichtungen j\u00fcdischen (28,4\u00a0 Millionen Pfund) und muslimischen (40 Millionen Pfund) Einrichtungen zugutekommt, w\u00e4hrend f\u00fcr Kirchen, hinduistische, Sikh- und andere Religionsgemeinschaften gemeinsam ein viel kleinerer F\u00f6rdertopf (5 Millionen Pfund) vorgesehen ist\u201c, bedauert Tang.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der Ank\u00fcndigung werden dabei christliche Kirchen nur einmal erw\u00e4hnt; sie fallen sonst unter \u201eandere religi\u00f6se St\u00e4tten\u201c.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Islamistische Gewalt gegen Christen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Pauschale Aussagen \u00fcber T\u00e4tergruppen k\u00f6nnten nicht getroffen werden, sagt die OIDAC-Chefin. Dort jedoch, \u201ewo T\u00e4ter identifiziert werden oder sich selbst zu ihren Motiven bekennen\u201c, g\u00e4be es folgende Ph\u00e4nomene:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zum einen linksextrem motivierte Angriffe auf christliche Einrichtungen, \u201eetwa die Anschl\u00e4ge auf das christliche Caf\u00e9 in Leipzig oder eine ganze Reihe von Angriffen auf Kirchen und einen Gottesdienst rund um den Marsch f\u00fcr das Leben vergangenes Jahr in Wien, zu denen sich linksradikale Gruppen \u00f6ffentlich bekannten\u201c, erkl\u00e4rt Tang.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDaneben dokumentieren wir islamistisch motivierte Gewalt, insbesondere gegen christliche Konvertiten oder arabischsprachige Christen.\u201c Ein besonders tragisches Beispiel hierf\u00fcr sei die Ermordung des assyrischen Christen Ashur Sarnaya in Frankreich im September 2025 gewesen, \u201eder durch ein dschihadistisches Attentat ums Leben kam, w\u00e4hrend er sein Glaubenszeugnis online teilte\u201c.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gesamtgesellschaftlicher Ansatz gefordert<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Neben den konkreten Straftaten bereite der Beobachtungsstelle \u201evor allem das gesellschaftliche Klima Sorgen\u201c. Hasskriminalit\u00e4t entstehe \u201enicht im luftleeren Raum\u201c und \u201epolitische Debatten und gesellschaftliche Narrative\u201c k\u00f6nnten laut Tang \u201eEinfluss auf das Entstehen von Hassverbrechen haben\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sie f\u00fchrt an, dass eine repr\u00e4sentative Umfrage in Deutschland im vergangenen Jahr offenbart habe, \u201edass 36 Prozent der Bev\u00f6lkerung und sogar fast jeder Zweite unter den unter 30-J\u00e4hrigen christenfeindliche Einstellungen als weit verbreitet wahrnehmen\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Studien aus Polen und Spanien w\u00fcrden belegen, dass rund 90 Prozent der befragten katholischen Priester den Eindruck h\u00e4tten, dass einseitige oder stereotype Darstellungen des Christentums in den Medien zu einer christenfeindlichen Entwicklung beitr\u00fcgen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese Entwicklung betreffe nicht nur Straftaten. \u201eViele Christen berichten zunehmend von Benachteiligungen im Berufsleben, im Bildungsbereich oder davon, ihren Glauben im \u00f6ffentlichen Raum nur noch zur\u00fcckhaltend zu zeigen\u201c, sagt die OIDAC-Direktorin.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Um diesen Formen der Intoleranz \u201esowie der wachsenden Selbstzensur unter Christen\u201c im \u00f6ffentlichen Raum zu begegnen, brauche es ihrer Meinung nach \u201eeinen gesamtgesellschaftlichen Ansatz\u201c. Und sie empfiehlt: \u201eChristenfeindliche Hasskriminalit\u00e4t sollte mit derselben Ernsthaftigkeit behandelt werden wie jede andere Form religi\u00f6s motivierter Gewalt.\u201c<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":34781,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,134,7198],"tags":[12536,2510,12537,12538,12539,29,3051,12540,3659,3452,12541,12542,1164,6231,12543,12544,796,12545,12546,12547],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34780"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34780"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34780\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34782,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34780\/revisions\/34782"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34781"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34780"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=34780"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=34780"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=34780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}