{"id":34468,"date":"2026-08-10T16:49:45","date_gmt":"2026-08-10T15:49:45","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=34468"},"modified":"2026-08-10T16:49:45","modified_gmt":"2026-08-10T15:49:45","slug":"worin-liegt-die-hoffnung-aus-der-kollektiven-fluchtmaschine-auszusteigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/08\/10\/worin-liegt-die-hoffnung-aus-der-kollektiven-fluchtmaschine-auszusteigen\/","title":{"rendered":"Worin liegt die Hoffnung aus der \u201ekollektiven Fluchtmaschine\u201c auszusteigen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Um uns heutzutage zu verunsichern, ist weder ein Krieg noch eine Sicherheitsbedrohung n\u00f6tig. Manchmal gen\u00fcgt etwas viel Unbedeutenderes: zehn Minuten Stille. Es geht hier nicht um ein gro\u00dfes Drama \u2013 nur um eine kleine Unannehmlichkeit, wie ein Sandkorn im Schuh.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Versuchen Sie diese einfache \u00dcbung: Schalten Sie Ihr Handy aus. Legen Sie es mit dem Bildschirm nach unten beiseite und sitzen Sie einfach nur da. Kein Scrollen, kein Lesen, kein \u201elass mich nur kurz etwas nachsehen\u201c. Einfach nur sein.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach einer halben Minute tauchen Gedanken auf. Nach anderthalb Minuten greift Ihre Hand von selbst nach dem Telefon. Nach zwei Minuten f\u00fchlt es sich bereits seltsam an, fast schon unnat\u00fcrlich.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wir leben in einer Kultur, die zahllose Wege erfunden hat, um Langeweile zu vermeiden \u2013 im Grunde zahllose Wege, um sich selbst nicht zu begegnen. Wir weichen den tiefen Fragen aus und \u00fcbersehen alles, was uns erwarten w\u00fcrde, sobald wir den L\u00e4rm hinter uns lie\u00dfen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Nat\u00fcrlichkeit der Stille<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Fr\u00fcher jedoch glaubten die Menschen, dass Stille es einem erm\u00f6glicht, sich mit etwas zu verbinden, das tiefer und gr\u00f6\u00dfer ist als man selbst, etwas, das im hektischen Alltag verborgen bleibt. Die Welt war um einen sinngebenden stabilen Rahmen herum aufgebaut \u2013 f\u00fcr viele war es Gott, f\u00fcr andere Traditionen oder eine moralische Ordnung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zu jener Zeit wurde Stille als der Moment wahrgenommen, in dem man in vertrauter Umgebung wieder zu sich selbst finden konnte. Sie war nicht unbedingt geheimnisvoll \u2013 sie war einfach ein Teil der nat\u00fcrlichen Ordnung des Lebens, in der die Menschen wussten, wo sie hingeh\u00f6rten und was sie leitete.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/lifestyle\/medienkonsum-bis-zur-wesensveraenderung-4-anzeichen-die-sie-nicht-ignorieren-sollten-a5243598.html\"><h4 class=\"heading-4\">Medienkonsum: Vier Aspekte, auf die Sie achten sollten<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/lifestyle\/medienkonsum-bis-zur-wesensveraenderung-4-anzeichen-die-sie-nicht-ignorieren-sollten-a5243598.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Medienkonsum: Vier Aspekte, auf die Sie achten sollten\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-2227783776-420x280.81ab6fdd9a813784254e0ea9527fa1e1.webp\" class=\"wp-image-34487\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-2227783776-420x280.81ab6fdd9a813784254e0ea9527fa1e1.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-2227783776-420x280.81ab6fdd9a813784254e0ea9527fa1e1-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Heute neigen wir dazu, sie mit Ausreden abzutun: \u201eIch habe keine Energie f\u00fcr existenzielle Dramen\u201c, \u201eDas sind sinnlose Gedanken\u201c oder schlicht: \u201eEs gibt gerade Dringenderes zu tun.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Stille, die uns den Blick nach innen er\u00f6ffnen soll, ist zu etwas geworden, dem wir ausweichen \u2013 zu einer weiteren Leerstelle, die wir eilig f\u00fcllen, bevor wir den Fragen begegnen, denen wir uns nicht stellen wollen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Bemerkenswerte ist, dass der Schweizer Philosoph Max Picard schon in den 1930er Jahren diese Entwicklung voraussah \u2013 lange noch, bevor es Push-Benachrichtigungen und Algorithmen gab. Er stellte fest, dass die Menschheit an einem fortw\u00e4hrenden Projekt beteiligt ist, das er \u201eDie Flucht vor Gott\u201c nannte \u2013 nicht vor der institutionellen Religion, sondern vor dem, was einst als das Zentrum und die Tiefe des Lebens verstanden wurde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Fast ein Jahrhundert sp\u00e4ter dr\u00e4ngt sich der Eindruck auf, dass seine Diagnose wie f\u00fcr uns geschrieben wurde.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Stille erm\u00f6glicht es, mit etwas Tieferem und Gr\u00f6\u00dferem als sich selbst in Verbindung zu treten. Foto: Daniel de la Hoz\/iStock\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5455213 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-2191148905-700x467.103555a0e9b34f44b4fdbd52e9fc573c.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Stille erm\u00f6glicht es, mit etwas Tieferem und Gr\u00f6\u00dferem als sich selbst in Verbindung zu treten.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Daniel de la Hoz\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">\u201eDie Welt der Flucht\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Picard wurde 1888 als Sohn einer j\u00fcdischen Familie in Deutschland geboren. Er studierte Medizin, erkannte jedoch bald, dass sein eigentliches Interesse weniger dem menschlichen K\u00f6rper als dem Menschen selbst galt. Er gab den Arztberuf auf, widmete sich der Philosophie und lie\u00df sich schlie\u00dflich in der Schweiz nieder.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/generation-z-die-heimkehr-zur-spirituellen-konstante-a5218301.html\"><h4 class=\"heading-4\">Die Generation Z: Die Heimkehr zur spirituellen Konstante<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/generation-z-die-heimkehr-zur-spirituellen-konstante-a5218301.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Die Generation Z: Die Heimkehr zur spirituellen Konstante\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1095076328-420x280.0041bbf2139153a5c16bd2fcad92b1f2.webp\" class=\"wp-image-34489\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1095076328-420x280.0041bbf2139153a5c16bd2fcad92b1f2.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1095076328-420x280.0041bbf2139153a5c16bd2fcad92b1f2-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dort f\u00fchrte er ein zur\u00fcckgezogenes Leben des Schreibens und der Kontemplation, unabh\u00e4ngig von der akademischen Welt und den Institutionen. Im mittleren Alter wandte er sich dem Katholizismus zu und wurde getauft; sp\u00e4ter im Leben kehrte er jedoch zum Judentum zur\u00fcck. [1]<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\n<span style=\"color:#333333\">Der franz\u00f6sische Philosoph Gabriel Marcel geh\u00f6rte zu den Ersten, die Picards Einzigartigkeit erkannten. Er <a style=\"color:#333333\" href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/preview-9782296161702_A24210788.fb6aca493a9da867f21619ef7eadc7fe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beschrieb<\/a> ihn als \u201eeinen der originellsten Denker unserer Zeit\u201c. <\/span>Aus Marcels Sicht war Picard kein Philosophieprofessor im konventionellen Sinne, sondern eher ein moderner Weiser \u2013 ein Mann, der nicht darauf aus war, Menschen zu \u00fcberzeugen, sondern Gef\u00fchlen Ausdruck verlieh, die sie tief in sich sp\u00fcrten, ohne sie benennen zu k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mauro Stenico, ein italienischer freischaffender Wissenschaftler, gab im Selbstverlag ein Buch \u00fcber Picards Philosophie heraus. In einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t3FwmRoNWEQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview<\/a> sagte er: \u201ePicard gelang es, die Krise des modernen Menschen mit gro\u00dfer Klarheit und einer fast prophetischen F\u00e4higkeit zu diagnostizieren.\u201c [2] (Anmerkung der Red.: Alle folgenden Zitate von Stenico ebendort, frei aus dem Italienischen \u00fcbersetzt)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Stenico erkl\u00e4rt, dass vor der modernen Periode \u2013 und Picard nannte die moderne Welt die \u201eWelt der Flucht\u201c \u2013 eine Welt existierte, in der der Glaube der Standard des Menschen war. Gott war kein pers\u00f6nliches Konzept, sondern das Zentrum, um das das Leben organisiert war \u2013 Moral, Gesetz, Zeit und Gemeinschaft. Ein Mensch musste den Glauben nicht \u201ew\u00e4hlen\u201c; er wurde in ihn hineingeboren, genau wie er in eine Sprache hineingeboren wurde.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/mozarts-tagesablauf-kontinuitaet-und-leidenschaft-a5242768.html\"><h4 class=\"heading-4\">Mozarts Tagesablauf: Kontinuit\u00e4t und Leidenschaft<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/mozarts-tagesablauf-kontinuitaet-und-leidenschaft-a5242768.html\"><div class=\"\"><figure><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDer Glaube war fr\u00fcher das Allgemeine\u201c, schrieb Picard in seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-Flucht-vor-Gott\/dp\/3724902913\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDie Flucht vor Gott\u201c<\/a> (1934, Rentsch Verlag)[3]. Und jeder, der sich von diesem Zentrum distanzieren wollte, traf bereits eine pers\u00f6nliche Wahl \u2013 zu \u201efliehen\u201c (S. 11, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der modernen Welt ist die Ordnung jedoch umgekehrt. Es ist nicht mehr das Individuum, das w\u00e4hlt zu fliehen \u2013 vielmehr dr\u00e4ngt die Kultur selbst die Menschen zur Flucht. Der Glaube ist zur Ausnahme geworden, und Stille, Tiefe sowie die Auseinandersetzung mit gro\u00dfen Fragen erfordern bewusste Anstrengung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Picard schrieb, dass ein Mensch in der \u201eWelt der Flucht\u201c nicht so wie in der Welt des Glaubens geboren werde, damit er sich im Glauben verwirklichen k\u00f6nne. Vielmehr sei diese Geburt \u201edas Ende der Verwirklichung\u201c und \u201ejetzt, an der Geburt, beginnt das Neue, die Flucht: Die Geburt ist der Sprung in die Flucht.\u201c (S. 12, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/jahrhunderte-voraus-shakespeares-duestere-prognose-des-leeren-materialismus-in-macbeth-a5221666.html\"><h4 class=\"heading-4\">Shakespeares d\u00fcstere \u201ePrognose\u201c des leeren Materialismus in \u201eMacbeth\u201c<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/jahrhunderte-voraus-shakespeares-duestere-prognose-des-leeren-materialismus-in-macbeth-a5221666.html\"><div class=\"\"><figure><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein sichtbares Zeichen der Kultur der \u201eFlucht\u201c ist laut Picard ein st\u00e4ndiges Gef\u00fchl der Dringlichkeit. Es ist, als m\u00fcsse man immer irgendwohin eilen und eine weitere Sache erledigen. Der moderne Mensch ist demnach \u201eimmer unterwegs\u201c, gefangen in rastloser Bewegung, die ihn daran hindert, f\u00fcr die tieferen Fragen innezuhalten. Nicht, weil er das nicht will, sondern weil der Rhythmus der Kultur selbst ihn vorw\u00e4rts treibt.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Heutzutage ist L\u00e4rm die Norm, w\u00e4hrend Stille, Tiefe und die Auseinandersetzung mit gro\u00dfen Fragen bewusste Anstrengung erfordern. Foto: TAJIKBLINKS\/iStock\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"466\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5547789 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-2227854306-700x466.4f5d5efc77c9ce8c2ff4054e12d53030.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Heutzutage ist L\u00e4rm die Norm, w\u00e4hrend Stille, Tiefe und die Auseinandersetzung mit gro\u00dfen Fragen bewusste Anstrengung erfordern.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: TAJIKBLINKS\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Politik, Technologie &#038; Kino<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut Stenico ist die moderne Politik ein Paradebeispiel f\u00fcr die Welt der \u201eFlucht\u201c. Sie sch\u00fcrt Aufregung, Wut und Angst, als ob jeder noch so kleine Konflikt unser Leben beeinflussen k\u00f6nnte. Sie zieht uns t\u00e4glich in ihren Bann und ist zu dem Ort geworden, an dem wir nach Gerechtigkeit, Identit\u00e4t und Sinn suchen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eF\u00fcr viele ersetzt die Politik die Suche nach Wahrheit oder Heiligkeit\u201c, ist Stenico \u00fcberzeugt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Picard kn\u00fcpfte an eine Tradition von Denkern an \u2013 von Maimonides bis Kierkegaard \u2013, die den Sinn des menschlichen Daseins eher in der moralischen und intellektuellen Entwicklung sahen als darin, sich in fl\u00fcchtigen Nachrichtenereignissen zu verstricken. In diesem Licht betrachtet kann Politik zu einer weiteren Form der \u201eFlucht vor Gott\u201c werden \u2013 einer Flucht vor Fragen, die \u00fcberhaupt nichts mit Politik zu tun haben: Was ist mir wirklich wichtig? Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens?<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/bright-star-eine-wunderschoene-darstellung-eines-kurzen-und-kraftvollen-lebens-a5218472.html\"><h4 class=\"heading-4\">\u201eBright Star\u201c: Wundersch\u00f6ne Darstellung eines kurzen und kraftvollen Lebens<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/kultur\/bright-star-eine-wunderschoene-darstellung-eines-kurzen-und-kraftvollen-lebens-a5218472.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"\u201eBright Star\u201c: Wundersch\u00f6ne Darstellung eines kurzen und kraftvollen Lebens\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/GettyImages-89181527-1-420x280.183021cb1f079bc2a32b10080716c84c.webp\" class=\"wp-image-34491\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/GettyImages-89181527-1-420x280.183021cb1f079bc2a32b10080716c84c.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/GettyImages-89181527-1-420x280.183021cb1f079bc2a32b10080716c84c-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anstatt an unserem Charakter und unserem geistigen Wachstum zu arbeiten, werden wir in einen endlosen Kreislauf von Anschuldigungen, Verteidigungen und Konflikten hineingezogen. \u201eAnstatt Ordnung und Sinn zu schaffen, beschleunigt die Politik die Jagd nach momentanen und sich aufl\u00f6senden Zielen\u201c, f\u00fchrt Stenico aus. Kurz gesagt, anstatt die Wogen zu gl\u00e4tten, wird sie zu einem Mechanismus, der uns aus uns selbst herauszieht \u2013 einer kollektiven Fluchtmaschine.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201e\u00c4hnlich sah Picard auch im Kino ein klares Symbol der \u201aWelt der Flucht\u2018\u201c, sagt Stenico. \u201eDas Kino ist schnell, flie\u00dfend, bewegt. Die Bilder \u00e4ndern sich unaufh\u00f6rlich und spiegeln wider, was mit der modernen Seele geschehen ist. Es erschafft eine parallele Welt aus Bildern, die die Realit\u00e4t ersetzt, anstatt sie zu vertiefen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dies ist ein Medium, das es erm\u00f6glicht, in eine andere Geschichte, eine andere Identit\u00e4t hineingezogen zu werden. Anstatt einer Welt, die durch stabile Bezugspunkte verankert ist, pr\u00e4sentiert das Kino eine, in der die Helden immer wieder Geld, Ruhm, Erfolg oder Selbstverwirklichung verfolgen; es gaukelt endlose \u201eM\u00f6glichkeiten\u201c vor \u2013 Karriere, Status, Aufregung und Erfahrung. Wie Picard schrieb: \u201eEs gibt in dieser Welt kein \u201aunm\u00f6glich\u2018, nur ein \u201anoch-nicht-m\u00f6glich\u2018 (\u2026).\u201c (S. 23, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Und in einer Welt endloser M\u00f6glichkeiten neigen Gedanken dazu, sich zu zerstreuen und ihren geistigen Schwerpunkt zu verlieren. Sie werden in jede Richtung gezogen, l\u00f6sen sich in der st\u00e4ndigen Bewegung der Welt auf. Und auch der Glaube muss \u201ein jedem Augenblick sich immer von neuem (\u2026) schaffen\u201c, schrieb Picard. (S. 11, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/wie-gedichte-ein-band-zwischen-eltern-und-kindern-knuepfen-koennen-a5306639.html\"><h4 class=\"heading-4\">Wie Gedichte ein Band zwischen Eltern und Kindern kn\u00fcpfen k\u00f6nnen<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/wie-gedichte-ein-band-zwischen-eltern-und-kindern-knuepfen-koennen-a5306639.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Wie Gedichte ein Band zwischen Eltern und Kindern kn\u00fcpfen k\u00f6nnen\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5894837-Why-Read-Poetry-to-Your-Children-1080x720-1-420x280.ff3adf7e0290c1d1b8e490a99c1d3b68.webp\" class=\"wp-image-34492\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5894837-Why-Read-Poetry-to-Your-Children-1080x720-1-420x280.ff3adf7e0290c1d1b8e490a99c1d3b68.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5894837-Why-Read-Poetry-to-Your-Children-1080x720-1-420x280.ff3adf7e0290c1d1b8e490a99c1d3b68-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die moderne Kultur ist laut Picard so strukturiert, dass wir nie allein gelassen werden \u2013 nicht einmal f\u00fcr einen einzigen Moment \u2013, um uns den tiefen Fragen zu stellen. \u201eDas Vakuum, das entsteht, f\u00fcllt sich mit Produktivit\u00e4t, Technologie und Unterhaltung \u2013 anstatt mit Stille, Zuh\u00f6ren und Pr\u00e4senz\u201c, stellt Stenico fest.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dieser Mechanismus ist nicht unbedingt b\u00f6sartig; er ist einfach hocheffizient. Er zieht uns nach au\u00dfen, damit wir nicht zu lange bei W\u00f6rtern wie \u201eSinn\u201c, \u201eGut und B\u00f6se\u201c oder \u201eWahrheit\u201c verweilen \u2013 geschweige denn das Wort \u201eGott\u201c aussprechen, ohne es sofort in einen Witz zu verpacken.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Hektik. Foto: oeyCheung\/iStock\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5547791 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1164033566-700x467.3a76d1f4ac5b0193ec8b0840c8ff7d39.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Hektik.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: oeyCheung\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Kein Raum mehr f\u00fcr die Liebe<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201ePicard argumentierte, dass Beziehungen zwischen Menschen zu Instrumenten der \u201aFlucht\u2018 geworden sind\u201c, erkl\u00e4rt Stenico. \u201eSie verlieren die vertikale Dimension \u2013 die Menschen sehen im anderen nicht mehr ein \u201ag\u00f6ttliches Ebenbild\u2018 oder eine heilige Tiefe.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nehmen wir das Beispiel der Liebe. Nach Picards Ansicht ist Liebe nicht blo\u00df ein Energieausbruch, sondern ein Prozess der Kontemplation: \u201eEin Mensch, der einen anderen Menschen oder ein Ding liebt, betrachtet das geliebte Wesen genau und langsam, er schaut genau nach, ob noch irgendwo eine Stelle ist, die er noch nicht liebt\u201c, schrieb er. (S. 54, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Liebe erfordert das Verweilen. Es ist ein langsamer Entdeckungsprozess, der Zeit, Stabilit\u00e4t und die F\u00e4higkeit erfordert, still zu sein.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/amerikas-gruendervaeter-charakterbildung-und-tugend-als-zentraler-zweck-der-bildung-a5296479.html\"><h4 class=\"heading-4\">Amerikas Gr\u00fcnderv\u00e4ter: Charakterbildung und Tugend als zentraler Zweck der Bildung<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/amerikas-gruendervaeter-charakterbildung-und-tugend-als-zentraler-zweck-der-bildung-a5296479.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Amerikas Gr\u00fcnderv\u00e4ter: Charakterbildung und Tugend als zentraler Zweck der Bildung\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Declaration_of_Independence_1819_by_John_Trumbull-420x280.e6c55b32b1951b30e0bcf29046535271.webp\" class=\"wp-image-34494\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Declaration_of_Independence_1819_by_John_Trumbull-420x280.e6c55b32b1951b30e0bcf29046535271.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Declaration_of_Independence_1819_by_John_Trumbull-420x280.e6c55b32b1951b30e0bcf29046535271-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aber in einer Welt, in der sich Menschen ohne Unterbrechung bewegen \u2013 von Bildschirmen zu Nachrichten zu Arbeit zu neuen \u201eM\u00f6glichkeiten\u201c \u2013 gibt es keine solche Zeitspanne. Daher, so beobachtete Picard, bleiben viele Beziehungen \u00e4u\u00dferlich. Nicht weil die Menschen keine Liebe wollen, sondern weil die Welt nicht mehr die Bedingungen bietet, unter denen Liebe wachsen und sich vertiefen kann.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Menschen \u201esind zusammen\u201c, schrieb er, nicht um einander wirklich zu begegnen, sondern um gemeinsam zu fliehen \u2013 \u00fcbertragen in unsere heutige Welt: zu Netflix, zum n\u00e4chsten Urlaub, zu allem, was kurzzeitige Erleichterung bietet. \u201eLaut Picard benutzen wir andere, um der Einsamkeit zu entkommen \u2013 nicht um einer anderen Person wirklich zu begegnen\u201c, sagt Stenico.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So werden die Rahmenbedingungen, innerhalb derer Tiefe, Liebe und Spiritualit\u00e4t wachsen \u2013 Ehe, Familie und Freundschaft \u2013, in der \u201eWelt der Flucht\u201c manchmal selbst zu Fluchtmechanismen. Anstatt als Orte der Kontemplation, Stabilit\u00e4t und gegenseitigen Transformation zu dienen, werden sie zu \u00e4u\u00dferen Formen, die eine gemeinsame Flucht vor der h\u00f6heren Wesensessenz erm\u00f6glichen.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/5-weisheiten-des-konfuzius-die-jahrtausende-ueberdauerten-a5273866.html\"><h4 class=\"heading-4\">F\u00fcnf Weisheiten des Konfuzius, die Jahrtausende \u00fcberdauerten<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/5-weisheiten-des-konfuzius-die-jahrtausende-ueberdauerten-a5273866.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"F\u00fcnf Weisheiten des Konfuzius, die Jahrtausende \u00fcberdauerten\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-462633485-420x280.39b51cb1d3fa9471eb7bc6787a5fc633.webp\" class=\"wp-image-34495\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-462633485-420x280.39b51cb1d3fa9471eb7bc6787a5fc633.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-462633485-420x280.39b51cb1d3fa9471eb7bc6787a5fc633-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Liebe ist ein langsamer Entdeckungsprozess, der Zeit, Stabilit\u00e4t und die F\u00e4higkeit zur Stille erfordert. Foto: Artem Peretiatko\/iStock\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5547801 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1060207476-700x467.36de46e52c52e192d28c4178b65b4af6.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Liebe ist ein langsamer Entdeckungsprozess, der Zeit, Stabilit\u00e4t und die F\u00e4higkeit zur Stille erfordert.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Artem Peretiatko\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Als die Geschichte ihren Sinn verlor<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDieses Gebilde [der Flucht] nimmt jetzt zu\u201c, schrieb Picard, \u201e(\u2026) weil es gro\u00df ist, weil das Umfangreiche alles zu sich heranzieht.\u201c (S. 13, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eines der Dinge, die hineingezogen werden, ist die Art und Weise, wie wir Geschichte verstehen. \u201eGeschichte wird nicht mehr als eine tiefe Geschichte wahrgenommen, sondern als eine Abfolge von Ereignissen\u201c, sagt Stenico.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der Vergangenheit wurde Geschichte als eine von oben geschriebene Geschichte gesehen; gro\u00dfe Ereignisse wie Siege, Niederlagen und Seuchen wurden als Teil einer umfassenderen Ordnung mit Sinn und Absicht verstanden. Individuen waren nicht Autoren der Geschichte, sondern Charaktere in einem Drama, das gr\u00f6\u00dfer war als sie selbst.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/104-jahre-weisheit-die-neun-geheimnisse-eines-langen-lebens-a5330915.html\"><h4 class=\"heading-4\">104 Jahre Weisheit: Die 9 Geheimnisse eines langen Lebens<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/104-jahre-weisheit-die-neun-geheimnisse-eines-langen-lebens-a5330915.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"104 Jahre Weisheit: Die 9 Geheimnisse eines langen Lebens\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5940602-100-year-old-1080x720-1-e1765744016677-420x280.02d0855f659267b95040860cf7a40292.webp\" class=\"wp-image-34497\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5940602-100-year-old-1080x720-1-e1765744016677-420x280.02d0855f659267b95040860cf7a40292.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/id5940602-100-year-old-1080x720-1-e1765744016677-420x280.02d0855f659267b95040860cf7a40292-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mit der Moderne kamen neue Theorien: Geschichte als Produkt von Instinkten und Vererbung (Charles Darwin), von Klassenkampf und materiellen Interessen (Karl Marx) oder von pers\u00f6nlichen menschlichen Entscheidungen (Ayn Rand). [4]<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Alle diese Rahmenbedingungen beschreiben eine Welt, die durch menschliche Kr\u00e4fte vorangetrieben wird \u2013 Biologie, Interessen, Impulse. Dies ist in Picards Sicht ein klares Zeichen der \u201eWelt der Flucht\u201c \u2013 einer Welt, die geschickt im Analysieren und Erkl\u00e4ren ist, die jedoch zunehmend damit k\u00e4mpft, einen \u00fcbergreifenden Sinn zu erfassen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eIn Picards Sicht wird Geschichte eher zu einem Rennen als zu einer Sph\u00e4re des Sinns\u201c, erl\u00e4utert Stenico. \u201eGeschichte existiert im Sinne von Schlagzeilen und Chronologie, aber ihr fehlt ein Gef\u00fchl der Erdung, des Ged\u00e4chtnisses, der Tradition oder einer Perspektive, die nicht st\u00e4ndigen Ver\u00e4nderungen unterworfen ist. Es ist eine Geschichte ohne Wurzeln, eine, die nicht nach oben blickt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eEr glaubte nicht, dass das Problem bei der Wissenschaft selbst lag, sondern beim Szientismus \u2013 dem Glauben, dass die Wissenschaft alles erkl\u00e4ren kann\u201c, sagt Stenico. \u201eWissenschaft beschreibt Gesetze und Beziehungen, aber nicht das Gesamtbild, nicht den Sinn. Wenn die Wissenschaft zur einzigen Sprache der Realit\u00e4t wird, gehen Tiefe, Heiligkeit und Staunen verloren.\u201c<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/busy-busy-die-versteckten-kosten-des-staendigen-beschaeftigtseins-a5321360.html\"><h4 class=\"heading-4\">\u201eBusy, busy\u2026\u201c &#8211; Die versteckten Kosten des st\u00e4ndigen Besch\u00e4ftigtseins<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/busy-busy-die-versteckten-kosten-des-staendigen-beschaeftigtseins-a5321360.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"\u201eBusy, busy\u2026\u201c - Die versteckten Kosten des st\u00e4ndigen Besch\u00e4ftigtseins\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1992917389-420x280.b6e4883f29827556c3da9a9d450b77c4.webp\" class=\"wp-image-34498\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1992917389-420x280.b6e4883f29827556c3da9a9d450b77c4.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1992917389-420x280.b6e4883f29827556c3da9a9d450b77c4-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Und so wird die Wissenschaft \u2013 ohne eigenes Verschulden \u2013 zu einem weiteren Ausdruck der \u201eWelt der Flucht\u201c, einer Welt, die alles zu messen wei\u00df, au\u00dfer den Wesenskern.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Das \u00d6lgem\u00e4lde \u201eUnabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung\u201c von John Trumbull aus dem Jahr 1819. Fr\u00fcher wurde Geschichte als eine von oben geschriebene Erz\u00e4hlung betrachtet; gro\u00dfe Ereignisse wurden als Teil einer umfassenderen Ordnung mit Sinn und Absicht verstanden. Foto: Public domain, via Wikimedia Commons\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"460\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5296695 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Declaration_of_Independence_1819_by_John_Trumbull-700x460.b1ebe14b28079744472b7fdea0c90473.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Das \u00d6lgem\u00e4lde \u201eUnabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung\u201c von John Trumbull aus dem Jahr 1819. Fr\u00fcher wurde Geschichte als eine von oben geschriebene Erz\u00e4hlung betrachtet; gro\u00dfe Ereignisse wurden als Teil einer umfassenderen Ordnung mit Sinn und Absicht verstanden.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Public domain, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Declaration_of_Independence_(1819),_by_John_Trumbull.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">via Wikimedia Commons<\/a><\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch die Kunst, so Picard, habe das gleiche Schicksal erlitten. In der Vergangenheit habe die Kunst versucht, ein Fenster zu dem zu \u00f6ffnen, was jenseits liegt \u2013 zur Ordnung und zur Schwelle zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen. Der K\u00fcnstler stand vor etwas, das gr\u00f6\u00dfer war als er selbst, und versuchte, eine Spur, einen Glanz oder ein Echo davon einzufangen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der \u201eWelt der Flucht\u201c habe sich die Richtung des Blickes ge\u00e4ndert. Kunst werde nicht mehr aus einer Begegnung mit dem Erhabenen geboren, sondern aus einer Begegnung mit dem Selbst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eEs gibt hier beim Entstehen eines Bildes\u201c, schrieb Picard, \u201ekeinen besonderen Akt mehr.\u201c (S. 159, \u201eFlucht vor Gott\u201c, 1934)<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dinge verl\u00f6ren ihre Umrisse, und alles verschwimme ineinander. Anstatt zu einem g\u00f6ttlichen Zentrum zu f\u00fchren, werde Kunst oft zu einer weiteren Form der Bewegung, Zerstreuung und Flucht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201ePicard argumentierte, dass auch die moderne Kunst eine Atomisierung erf\u00e4hrt; sie bricht in St\u00fccke und Fragmente ohne Ganzheit auseinander\u201c, beschreibt Stenico. \u201eAnstatt Form zu bewahren und Tiefe zu enth\u00fcllen, nimmt sie am Mechanismus der Flucht teil: Rennen, Zerstreuung, Verlust des Zentrums. Der K\u00fcnstler entdeckt nicht mehr \u201amehr\u2018 durch das Werk \u2013 er f\u00fcgt nur eine weitere Schicht L\u00e4rm hinzu.\u201c<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wissen\/geschichte\/thanksgiving-geboren-aus-der-ueberlebensfreude-nach-dem-todeswinter-neue-freunde-inklusive-a5316644.html\"><h4 class=\"heading-4\">\u201eThanksgiving\u201c: Geboren aus der \u00dcberlebensfreude nach dem \u201eTodeswinter\u201c &#8211; neue Freunde inklusive<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wissen\/geschichte\/thanksgiving-geboren-aus-der-ueberlebensfreude-nach-dem-todeswinter-neue-freunde-inklusive-a5316644.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"\u201eThanksgiving\u201c: Geboren aus der \u00dcberlebensfreude nach dem \u201eTodeswinter\u201c - neue Freunde inklusive\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Monument_To_Our_Forefathers_-_passenger_list_panel_Plymouth_Mass-420x280.ed5ec4c95d1751e5b8029d970f5c8634.webp\" class=\"wp-image-34500\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Monument_To_Our_Forefathers_-_passenger_list_panel_Plymouth_Mass-420x280.ed5ec4c95d1751e5b8029d970f5c8634.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/Monument_To_Our_Forefathers_-_passenger_list_panel_Plymouth_Mass-420x280.ed5ec4c95d1751e5b8029d970f5c8634-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Hoffnung in einer Welt der Flucht<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch Picards Philosophie der Flucht sollte die Menschen nicht entmutigen. Im Gegenteil: Er glaubte, dass unsere Zeit den Keim der Hoffnung in sich trage. Die Flucht sei der Abfall der Menschheit von Gott, so Picard, aber der Mensch sei nicht absoluter Verlassenheit ausgesetzt. Denn wenn es jene gebe, die fliehen, gebe es auch Einen, der sie verfolge.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die blo\u00dfe Existenz der Flucht zeigt in seiner Sicht, dass etwas Gr\u00f6\u00dferes den Menschen weiterhin zur\u00fcck nach Hause ruft.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201ePicards Philosophie ist eine therapeutische\u201c, sagt Stenico. \u201eEr war in erster Linie Arzt, und hier sieht er die Seele des menschlichen Wesens. Er bietet einen Weg zur\u00fcck zur Pr\u00e4senz und dem stabilen Fundament, das die Moderne demontiert hat. Er zeigt, dass ein Mensch, obwohl er in Krise und st\u00e4ndiger Bewegung lebt, den Zugang zum Heiligen, zum Wesentlichen nicht v\u00f6llig verliert.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Picard nannte dies \u201edie Verfolgung\u201c: nicht eine Verfolgung mit Zwang, sondern aus Mitgef\u00fchl, eine sanfte Stimme, die den Menschen weiterhin begleite, auch wenn er an die fernsten Orte entfliehe.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Manche w\u00fcrden dies Gott nennen; andere Gewissen, eine innere Wahrheit oder jene kleine Stille, die pl\u00f6tzlich als Moment der Offenbarung erscheint. Picard erinnert uns daran, dass ein Mensch in der Flucht nicht v\u00f6llig verloren ist \u2013 etwas ruft immer noch nach ihm.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/der-cowboy-kodex-die-10-prinzipien-des-alten-westens-fuer-ein-erfuelltes-leben-a5353317.html\"><h4 class=\"heading-4\">Der Cowboy-Kodex: Die 10 Prinzipien des alten Westens f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/gesellschaft\/der-cowboy-kodex-die-10-prinzipien-des-alten-westens-fuer-ein-erfuelltes-leben-a5353317.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Der Cowboy-Kodex: Die 10 Prinzipien des alten Westens f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1862104334-420x280.7432ae93cf597cefad8fdd097911d022.webp\" class=\"wp-image-34501\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1862104334-420x280.7432ae93cf597cefad8fdd097911d022.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/iStock-1862104334-420x280.7432ae93cf597cefad8fdd097911d022-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em><strong>Referenzen:<\/strong><\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>[1] Aurora Pimentel Igea, <a href=\"https:\/\/de.scribd.com\/document\/892719771\/Carriage-in-silence-Max-Picard-and-The-World-of-Silence-Work-by-Aurora-Pimentel-Igea\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eCarriage in Silence \u2013 Max Picard and the World of Silence\u201c<\/a>, 2021-2022<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>[2] Mauro Stenico, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Fuggire-Picard-autore-nostro-tempo\/dp\/B0D6DQ433F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eFuggire da Dio. Max Picard, un autore per il nostro tempo\u201c<\/a>, 2024<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>[3] Max Picard, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-Flucht-vor-Gott\/dp\/3724902913\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDie Flucht vor Gott\u201c<\/a>, 1934<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>[4] Stephane Hicks, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EGEgAr95mUs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cWhat Moves History: An Introduction to the Philosophy of History\u201d<\/a>, Youtube, 2021<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Dieser Artikel erschien im Original im <a href=\"https:\/\/epoch.org.il\/philosophy\/611252\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Epoch Magazine Israel<\/a> und wurde auch auf <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">theepochtimes.com<\/a> unter dem Titel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/article\/the-philosophy-of-max-picard-the-world-is-drifting-away-from-god-6044865\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eThe Philosophy of Max Picard\u2013The World Is Drifting Away From God\u201c\u00a0<\/a>ver\u00f6ffentlicht. \u00dcbersetzung und redaktionelle Bearbeitung: (sm)<\/em><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":34469,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134,2113,7198],"tags":[3655,12483,212,512,3124,12484,8185,12485,399],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34468"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34468"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34502,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34468\/revisions\/34502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34468"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=34468"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=34468"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=34468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}