{"id":27595,"date":"2026-07-25T10:33:57","date_gmt":"2026-07-25T09:33:57","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=27595"},"modified":"2026-07-25T10:33:57","modified_gmt":"2026-07-25T09:33:57","slug":"schwarzmeer-konflikt-eskaliert-droht-der-welt-ein-mangel-an-lebensmitteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/25\/schwarzmeer-konflikt-eskaliert-droht-der-welt-ein-mangel-an-lebensmitteln\/","title":{"rendered":"Schwarzmeer-Konflikt eskaliert \u2013 Droht der Welt ein Mangel an Lebensmitteln?"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kiew spricht von einem Seekrieg in der Schwarzmeer-Region und wirft Moskau vor, die Ern\u00e4hrungssicherheit in Teilen der Welt zu gef\u00e4hrden. T\u00e4glich gibt es Berichte \u00fcber Schiffe, die eine der Kriegsparteien ins Visier genommen hat. Der Beschuss fordert auch zivile Opfer. Fragen und Antworten zur Lage:<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wie kam es zu dieser Eskalation?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Seit dem 6. Juli greifen die ukrainischen Drohnentruppen gezielt Schiffe an, die russisch kontrollierte H\u00e4fen im Asowschen Meer und dem benachbarten Schwarzen Meer anlaufen. Urspr\u00fcnglich wurden vor allem \u00d6ltanker der sogenannten Schattenflotte als Ziel genannt. Doch hat die Ukraine auch Frachter angegriffen, die unter anderem Getreide aus den russisch besetzten Gebieten transportieren. Au\u00dferdem wollen Kiews Truppen die Versorgung der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit Benzin und Diesel auf dem Seeweg unterbinden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach ukrainischen Angaben wurden seither 196 Schiffe und andere Wasserfahrzeuge besch\u00e4digt, 126 im Asowschen Meer und 70 im Schwarzen Meer. Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow drohte im Juni damit, dass das Leben auf der Krim zur \u201eH\u00f6lle\u201c werde. Die Halbinsel soll mittels Drohnen- und Raketenangriffen von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten werden. Angriffe auf Versorgungsschiffe verst\u00e4rken den Blockadeversuch.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Anlagen der russischen \u00d6lindustrie in Noworossijsk sind immer wieder Ziele der ukrainischen Drohnenangriffe. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5498786 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/bovzh6oryf-v3-ax-s2048-700x467.b309befe375f8804b6e4bc82a81e9365.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Anlagen der russischen \u00d6lindustrie in Noworossijsk sind immer wieder Ziele der ukrainischen Drohnenangriffe. (Archivbild)<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: \u2014\/AP\/dpa<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wie reagierte Russland?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Moskau reagierte mit einer Ausweitung seiner Angriffe auf ukrainische Hafenanlagen im Gro\u00dfraum Odessa. Daneben griff es ukrainischen Angaben zufolge mehr als 30 Schiffe auf dem Weg nach und von Odessa oder in den H\u00e4fen der Region an. Rund ein Dutzend Menschen kamen bei den Angriffen ums Leben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Russland hat dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge seit der Nacht zum 11. Juli t\u00e4glich ukrainische H\u00e4fen attackiert und will Dutzende Wasserfahrzeuge sowie Hafeninfrastruktur getroffen haben. Moskau wirft Kiew vor, sich unter dem Deckmantel ziviler Schiffe R\u00fcstungsg\u00fcter liefern zu lassen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Welche Folgen haben die Angriffe bisher?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ignorierte Kiew zun\u00e4chst die Bedrohung, verk\u00fcndete am Dienstag der d\u00e4nische Logistikkonzern Maersk die Einstellung des Betriebs im Hafen Odessa. Schiffe seien in den rum\u00e4nischen Nachbarhafen Constan\u021ba umgeleitet worden. Nach Rum\u00e4nien w\u00fcrden Stra\u00dfentransporte organisiert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Noch am Mittwoch versicherte das ukrainische Verkehrsministerium, dass Odessas Schwarzmeerh\u00e4fen weiter in Betrieb seien. Dann die Kehrtwende: Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Au\u00dfenminister Andrij Sybiha klagte wenig sp\u00e4ter \u00fcber die Einstellung des Schiffsverkehrs nach Odessa. \u201eHeute passierte kein einziges Schiff den ukrainischen Seeweg im Schwarzen Meer \u2013 und das gerade zur Hochsaison der Ernte\u201c, schrieb er am Mittwochabend im Nachrichtendienst X. Russland gef\u00e4hrde die weltweite Ern\u00e4hrungssicherheit. Am Donnerstag best\u00e4tigte auch Agrarminister Taras Wyssozkyj, dass die Schiffseigner aufgrund des hohen Risikos ukrainische Seeh\u00e4fen vorerst nicht mehr anlaufen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf der anderen Seite hat das russische Verkehrsministerium Schiffen verboten, in den Zufahrten zu den H\u00e4fen Asow und Kawkas an Stellen anzulegen, die nicht durch Flugabwehr gesch\u00fctzt sind, wie Medien berichteten.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Menschen in Odessa sonnen sich, w\u00e4hrend am Horizont im Schwarzen Meer der brennende Getreidetransporter \u00abGolden Leo\u00bb zu sehen ist. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5562637 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/prrb4rofe5-v5-ax-s2048-700x467.1f0929dd44913477027bd75136894eba.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Menschen in Odessa sonnen sich, w\u00e4hrend am Horizont im Schwarzen Meer der brennende Getreidetransporter \u00abGolden Leo\u00bb zu sehen ist. (Archivbild)<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Michael Shtekel\/AP\/dpa<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Was ist aus dem ukrainischen Getreidekorridor geworden?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bereits zu Kriegsbeginn unterlagen die ukrainischen Schwarzmeerh\u00e4fen einer russischen Blockade, ehe sich beide Seiten auf die Einrichtung eines Getreidekorridors einigten. Nachdem Russland die Vereinbarung nicht verl\u00e4ngert hatte, erkl\u00e4rte Kiew, einseitig einen sicheren Korridor f\u00fcr den Schiffsverkehr zu den Seeh\u00e4fen des Raumes Odessa durchzusetzen. Dies gelang. Seit August 2023 liefen nach ukrainischen Angaben mehr als 8.000 Schiffe die H\u00e4fen an und es wurden mehr als 200 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Mehr als die H\u00e4lfte davon waren Agrarg\u00fcter.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Welche Auswirkungen kann eine Blockade der H\u00e4fen haben?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine Blockade nicht nur des ukrainischen, sondern auch des russischen Schiffsverkehrs im Schwarzen Meer k\u00f6nnte vor allem die Getreidepreise erheblich in die H\u00f6he treiben. \u00dcber das Asowsche Meer gehen etwa 25 Prozent der russischen Getreideexporte. Bei Weizen haben Russland und die Ukraine einen Anteil an den weltweiten Exporten von 25 bis 30 Prozent. Bei Mais liegt dieser Wert bei etwa elf Prozent.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die ukrainischen Angriffe auf ein Erd\u00f6lverladeterminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk f\u00fchrten zus\u00e4tzlich zu einem Exportstopp kasachischen Erd\u00f6ls \u00fcber diesen Hafen. Mangels schneller und preiswerter Alternativwege verknappt sich damit das weltweite Erd\u00f6langebot weiter.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vor dem Hintergrund der angespannten Lage aufgrund der Blockade der Stra\u00dfe von Hormus treibt der Konflikt im Schwarzen Meer zus\u00e4tzlich die Preise hoch. An der Rohstoffb\u00f6rse in Chicago liegen die Weizenpreise bereits 30 Prozent \u00fcber dem Vorjahresniveau. Die Maispreise reagierten weniger stark, sind aber dennoch rund 10 Prozent h\u00f6her als 2025.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders stark von Lebensmittelimporten abh\u00e4ngige Staaten betrachten die Zuspitzung mit Sorge. Hauptziell\u00e4nder von russischen und ukrainischen Getreideexporten sind Staaten in Nordafrika und im Mittleren Osten. Nicht zuletzt deshalb versuchten 2022 afrikanische Staaten, aber auch L\u00e4nder wie Brasilien und Indonesien, Friedensinitiativen f\u00fcr ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges zu starten.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Russische Kriegsschiffe in Noworossijsk: Die im Gebiet Krasnodar gelegene Hafenstadt ist ein St\u00fctzpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"466\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-4363021 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/urnnewsmldpa.com20090101230804-99-695853-v3-s2048-700x466.42fa16a84506c49762c42eb93dae4907.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Russische Kriegsschiffe in Noworossijsk: Die im Gebiet Krasnodar gelegene Hafenstadt ist ein St\u00fctzpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: AP\/dpa<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Welche Auswege gibt es aus der Situation?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine komplexe Friedensl\u00f6sung f\u00fcr den seit 2022 andauernden Krieg ist weiter nicht in Sicht. Die T\u00fcrkei bot bereits im Juni erneut eine Vermittlung an. Bei einem Besuch in Kiew vergangene Woche sprach sich der t\u00fcrkische Au\u00dfenminister Hakan Fidan f\u00fcr ein Moratorium f\u00fcr Angriffe im Schwarzen Meer aus. \u201eGezielte Angriffe auf H\u00e4fen, Tanker und Fischereifahrzeuge, die das Leben von Zivilisten gef\u00e4hrden, sind nicht hinnehmbar\u201c, sagte der Diplomat. Dies habe er auch bei seinem vorherigen Besuch in Moskau angesprochen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr Dienstag wird ein Besuch des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj in den USA erwartet. Auch Washington bem\u00fcht sich seit l\u00e4ngerer Zeit darum, eine Verhandlungsl\u00f6sung f\u00fcr den Krieg zu vermitteln. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":27596,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7198],"tags":[439,77,78,80,511,207],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27595"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27595"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27595\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27597,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27595\/revisions\/27597"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27595"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=27595"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=27595"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=27595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}