{"id":26070,"date":"2026-07-21T06:07:46","date_gmt":"2026-07-21T05:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=26070"},"modified":"2026-07-21T06:07:46","modified_gmt":"2026-07-21T05:07:46","slug":"mehr-als-billige-lohne-weshalb-ungarn-zum-magneten-der-deutschen-autoindustrie-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/21\/mehr-als-billige-lohne-weshalb-ungarn-zum-magneten-der-deutschen-autoindustrie-wurde\/","title":{"rendered":"Mehr als billige L\u00f6hne: Weshalb Ungarn zum Magneten der deutschen Autoindustrie wurde"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>Ungarn entwickelt sich zum <strong>bevorzugten Produktionsstandort deutscher Autobauer<\/strong>, und das nicht nur wegen niedriger Lohnkosten.<\/li>\n<li>Entscheidend sind eine <strong>langfristige Industriepolitik<\/strong>, der Ausbau von Zulieferern und Batteriefertigung sowie schnelle Investitionsprozesse.<\/li>\n<li>Die Elektromobilit\u00e4t ver\u00e4ndert die Standortwahl. Neue Werke entstehen dort, wo Produktion, Lieferketten und Infrastruktur <strong>optimal zusammenspielen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als der damalige BMW-Vorstandschef Oliver Zipse Ende September letzten Jahres das <a href=\"https:\/\/www.press.bmwgroup.com\/deutschland\/article\/detail\/T0453042DE\/das-juengste-und-innovativste-werk-der-bmw-group:-neuer-produktionsstandort-in-debrecen-ungarn-feierlich-eroeffnet?language=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue BMW-Werk<\/a> im ungarischen Debrecen er\u00f6ffnete, machte er deutlich, welche Bedeutung der Standort f\u00fcr das Unternehmen hat.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Werk sei innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks der BMW Group ein \u201ePionier\u201c \u2013 als erstes vollelektrisches Werk des Konzerns, als erster Produktionsstandort ohne fossile Energietr\u00e4ger und als erstes Werk f\u00fcr die Fahrzeuge der \u201eNeuen Klasse\u201c. Zipse nannte den Standort einen \u201eentscheidenden Faktor f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Erfolg der BMW Group\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">BMW steht mit dieser Entscheidung nicht allein. Mercedes-Benz baut sein Werk in Kecskem\u00e9t f\u00fcr die n\u00e4chste Generation elektrischer Fahrzeuge aus. Nach Angaben des Unternehmens wird Kecskem\u00e9t damit \u201eder gr\u00f6\u00dfte Automobilproduktionsstandort in Ungarn und einer der gr\u00f6\u00dften im weltweiten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz\u201c. Audi produziert bereits seit mehr als drei Jahrzehnten in <a href=\"https:\/\/www.audi.com\/de\/audi-am-standort-ungarn-gyor-5570\/standort-im-portraet-5571\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gy\u0151r<\/a>.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Damit z\u00e4hlt Ungarn heute zu den wichtigsten europ\u00e4ischen Produktionsstandorten der deutschen Automobilindustrie. Das wirft eine Frage auf: Warum entstehen ausgerechnet dort neue Werke deutscher Hersteller und nicht in Deutschland?<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Mehr als niedrige L\u00f6hne<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Arbeitskosten sprechen zun\u00e4chst f\u00fcr Ungarn. Nach <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/Europa\/DE\/Thema\/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales\/Arbeitsmarkt\/EU_HoeheArbeitskosten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> des Statistischen Bundesamtes kostete 1 Arbeitsstunde im produzierenden Gewerbe dort zuletzt durchschnittlich 15,20 Euro, in Deutschland rund 45 Euro.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch dieser Unterschied allein erkl\u00e4rt nicht, weshalb gerade Ungarn zu einem der wichtigsten Investitionsstandorte der deutschen Automobilindustrie geworden ist. Vergleichbare Lohnkosten finden sich auch in anderen L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/bundestag-debattiert-ueber-zukunft-der-deutschen-autoindustrie-a5547681.html\"><h4 class=\"heading-4\">Bundestag debattiert \u00fcber Zukunft der deutschen Autoindustrie<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/bundestag-debattiert-ueber-zukunft-der-deutschen-autoindustrie-a5547681.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Bundestag debattiert \u00fcber Zukunft der deutschen Autoindustrie\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/GettyImages-2284733107-420x280.fc3ad689a126431b006de4ebb0da5d78.webp\" class=\"wp-image-26087\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/GettyImages-2284733107-420x280.fc3ad689a126431b006de4ebb0da5d78.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/GettyImages-2284733107-420x280.fc3ad689a126431b006de4ebb0da5d78-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die eigentliche Frage lautet deshalb: Warum errichtet BMW sein modernstes Werk ausgerechnet in Debrecen und nicht in Deutschland? Schlie\u00dflich befinden sich die Konzernzentrale, gro\u00dfe Entwicklungszentren und ein erheblicher Teil der Forschung weiterhin in M\u00fcnchen. Eine ausdr\u00fcckliche Antwort gibt BMW in seiner Pressemitteilung vom September darauf nicht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Anforderungen an neue Produktionsstandorte haben sich aber offenbar ver\u00e4ndert. Debrecen ist nicht nur das erste Werk des Konzerns f\u00fcr die Fahrzeuge der \u201eNeuen Klasse\u201c. Dort werden auch die Hochvoltbatterien der sechsten Generation nach dem Grundsatz \u201eLocal for Local\u201c direkt auf dem Werksgel\u00e4nde montiert. Nach Angaben des Unternehmens ist Debrecen der erste von weltweit f\u00fcnf BMW-Standorten, an denen diese Batterien in Serie gefertigt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dazu kommt ein weiterer Faktor. Ungarn wirbt seit Jahren gezielt um internationale Industrieunternehmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die staatliche <a href=\"https:\/\/hipa.hu\/our-services\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Investitionsagentur HIPA<\/a>, die dem Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und Handel unterstellt ist.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach eigenen Angaben begleitet sie Unternehmen w\u00e4hrend des gesamten Ansiedlungsprozesses. Im Rahmen ihres \u201eKomplettanbieter-Modells\u201c unterst\u00fctzt sie Investoren unter anderem bei der Standortwahl, bei der Erschlie\u00dfung der notwendigen Infrastruktur, bei der Suche nach Zulieferern und bei der Abstimmung mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zwischen 2014 und Ende 2025 begleitete die Agentur nach eigenen Angaben 2.305 Investitionsprojekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 66 Milliarden Euro. Dadurch seien fast 187.000 neue Arbeitspl\u00e4tze entstanden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Entscheidung f\u00fcr einen Produktionsstandort f\u00e4llt heute deshalb nicht mehr allein \u00fcber die Lohnkosten. F\u00fcr Hersteller wird es zunehmend wichtig, ob sich Fahrzeugproduktion, Batteriemontage und ein Netz von Zulieferern an einem Standort miteinander verbinden lassen. Genau diese Voraussetzungen hat Ungarn in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5557357 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/GettyImages-2256501507-700x467.36f9fcb66216a945b745816ad45a8eff.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Ein Mercedes-Benz GLB ist anl\u00e4sslich des Starts der Serienproduktion im Werk in Kecskem\u00e9t, Ungarn, am 19. Januar 2026 zu sehen.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Attila Kisbenedek\/AFP via Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Das industrielle \u00d6kosystem<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein neues Automobilwerk entsteht heute selten isoliert. Mit ihm siedeln sich Zulieferer, Logistikunternehmen und weitere Dienstleister an. Genau auf diese Entwicklung verweist BMW selbst bei der Er\u00f6ffnung des Werks in Debrecen. Nach Angaben des Unternehmens entstehen dort mehr als 2.000 direkte Arbeitspl\u00e4tze. Zugleich h\u00e4tten sich weitere Zulieferer und Dienstleister in der Region angesiedelt sowie Industrieparks und Verkehrsinfrastruktur weiterentwickelt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zu diesem Netzwerk geh\u00f6rt inzwischen auch der <a href=\"https:\/\/www.automobil-industrie.vogel.de\/zf-foxconn-debrecen-ungarn-e-achsen-eroeffnung-werk-bmw-neue-klasse-a-9fa985624c36bddb76bf70678b956681\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zulieferer ZF<\/a>. Das Unternehmen hat in Debrecen eine neue Achsenproduktion aufgebaut und beliefert von dort unter anderem BMW. Parallel dazu entstehen in Ungarn neue Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Batterieproduktion. Damit r\u00fccken Fahrzeugwerke, Zulieferer und Batteriefertigung r\u00e4umlich enger zusammen. F\u00fcr die Hersteller ist das ein Vorteil.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Neue Werke entstehen heute nicht mehr losgel\u00f6st von ihrem Umfeld. Entscheidend ist vielmehr, ob sich Produktion, Zulieferer und Infrastruktur an einem Standort m\u00f6glichst eng verzahnen lassen. Genau ein solches industrielles Umfeld ist in Ungarn in den vergangenen Jahren entstanden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Ein neuer Wettbewerb<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Erfolg Ungarns erkl\u00e4rt sich allerdings nicht allein aus den eigenen St\u00e4rken. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen f\u00fcr neue Industrieinvestitionen ver\u00e4ndert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Forschung, Entwicklung und die Konzernzentralen der deutschen Hersteller bleiben voraussichtlich in Deutschland. Neue Produktionswerke entstehen dagegen dort, wo Unternehmen die n\u00e4chste Fahrzeuggeneration m\u00f6glichst effizient in die Serienfertigung \u00fcberf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/standortkrise-fuer-deutsche-autoindustrie-bis-zu-225-000-jobs-bedroht-a5488898.html\"><h4 class=\"heading-4\">Standortkrise f\u00fcr deutsche Autoindustrie: Bis zu 225.000 Jobs bedroht<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/standortkrise-fuer-deutsche-autoindustrie-bis-zu-225-000-jobs-bedroht-a5488898.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Standortkrise f\u00fcr deutsche Autoindustrie: Bis zu 225.000 Jobs bedroht\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/joxqspguth-v4-ax-s2048-420x280.4e1d5ff33ad47f624bd115e1dffd1fca.webp\" class=\"wp-image-26089\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/joxqspguth-v4-ax-s2048-420x280.4e1d5ff33ad47f624bd115e1dffd1fca.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/joxqspguth-v4-ax-s2048-420x280.4e1d5ff33ad47f624bd115e1dffd1fca-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dass Deutschland dabei unter Druck geraten ist, beschreibt inzwischen auch der Verband der Automobilindustrie ungew\u00f6hnlich deutlich. In einem <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/Entwicklungsstandort20Deutschland20sichern20DE_Position.cb8bc2641a0c4780f1b6e33e217cabca.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Positionspapier<\/a> verweist der Verband darauf, dass mehr als 70 Prozent der Automobilzulieferer Investitionen in Deutschland streichen, verschieben oder in andere Regionen verlagern. Als Ursachen nennt der Verband zu viel B\u00fcrokratie, mangelnde Flexibilit\u00e4t und insgesamt zu hohe Kosten, die die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts beeintr\u00e4chtigten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vor diesem Hintergrund erscheinen die Investitionen von BMW, Mercedes-Benz und Audi in Ungarn in einem anderen Licht. Sie sprechen daf\u00fcr, dass Unternehmen neue Werke heute nicht mehr allein nach den Arbeitskosten ausw\u00e4hlen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch wichtig sind Rahmenbedingungen, die eine schnelle Umsetzung neuer Produktionskonzepte erm\u00f6glichen. Dazu geh\u00f6ren verf\u00fcgbare Industriefl\u00e4chen, eingespielte Zuliefernetzwerke, planbare Investitionsprozesse und die M\u00f6glichkeit, Fahrzeug- und Batteriefertigung eng miteinander zu verzahnen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Was Ungarn anders macht<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Entwicklung zeigt in erster Linie eines: Der Wettbewerb um neue Automobilwerke wird heute anders gef\u00fchrt als noch vor wenigen Jahren. Die Entscheidung f\u00e4llt nicht mehr allein dort, wo Fahrzeuge m\u00f6glichst g\u00fcnstig produziert werden k\u00f6nnen. Ebenso entscheidend ist, ob ein Standort den Unternehmen die Voraussetzungen bietet, neue Technologien schnell in die industrielle Fertigung zu \u00fcberf\u00fchren.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\">\n<li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/ex-bmw-kommunikationschef-gaul-ich-wuerde-heute-kein-autowerk-mehr-in-deutschland-bauen-a5545757.html\"><h4 class=\"heading-4\">Ex-BMW Kommunikationschef Gaul: \u201eIch w\u00fcrde heute kein Autowerk mehr in Deutschland bauen\u201c<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/ex-bmw-kommunikationschef-gaul-ich-wuerde-heute-kein-autowerk-mehr-in-deutschland-bauen-a5545757.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Ex-BMW Kommunikationschef Gaul: \u201eIch w\u00fcrde heute kein Autowerk mehr in Deutschland bauen\u201c\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/Richard-Gaul_073a9948-420x280.41889e8f307739291fb25394e09185b5.webp\" class=\"wp-image-26090\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/Richard-Gaul_073a9948-420x280.41889e8f307739291fb25394e09185b5.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/Richard-Gaul_073a9948-420x280.41889e8f307739291fb25394e09185b5-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wie-ungarn-zur-werkbank-der-deutschen-autobauer-wird-a5550294.html\"><h4 class=\"heading-4\">Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wie-ungarn-zur-werkbank-der-deutschen-autobauer-wird-a5550294.html\"><div class=\"relative h-fit\">\n<figure><img alt=\"Wie Ungarn zur Werkbank der deutschen Autobauer wird\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/vaq4ee6l3n-v13-ax-s2048-420x280.8efe9c9ac7a64998a0b9f45e5b4156a5.webp\" class=\"wp-image-26091\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/vaq4ee6l3n-v13-ax-s2048-420x280.8efe9c9ac7a64998a0b9f45e5b4156a5.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/vaq4ee6l3n-v13-ax-s2048-420x280.8efe9c9ac7a64998a0b9f45e5b4156a5-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Genau darin liegt die eigentliche Leistung Ungarns. Das Land hat sich nicht auf einen einzelnen Standortvorteil verlassen. \u00dcber viele Jahre entstand ein industrielles Umfeld, das internationale Hersteller heute f\u00fcr ihre Investitionsentscheidungen ber\u00fccksichtigen. Dass deutsche Autobauer ihre Produktionskapazit\u00e4ten in Ungarn ausgebaut haben oder weiter ausbauen, spricht daf\u00fcr, dass diese Strategie aus Sicht der Unternehmen aufgegangen ist.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Aufstieg Ungarns erz\u00e4hlt deshalb weniger die Geschichte eines deutschen Niedergangs als die eines ver\u00e4nderten industriellen Wettbewerbs in Europa. Deutschlands St\u00e4rke bleibt die Entwicklung neuer Fahrzeuge. Ungarns St\u00e4rke besteht zunehmend darin, diese Fahrzeuge unter den Bedingungen der Elektromobilit\u00e4t in die Serienproduktion zu bringen. Genau diese Arbeitsteilung erkl\u00e4rt, warum die Milliardeninvestitionen deutscher Hersteller in den vergangenen Jahren immer h\u00e4ufiger im Land der Magyaren gelandet sind.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":26071,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7737,7198],"tags":[1267,518,10667,10668,520,10669,29,1236,10670,10671,3034,484,10672,2125,10673,5107,10674,473,1247,2135],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26070"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26070"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26070\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26092,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26070\/revisions\/26092"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26070"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=26070"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=26070"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=26070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}