{"id":25017,"date":"2026-07-18T06:57:25","date_gmt":"2026-07-18T05:57:25","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=25017"},"modified":"2026-07-18T06:57:25","modified_gmt":"2026-07-18T05:57:25","slug":"ab-august-gelten-neue-ki-regeln-was-jetzt-auf-deutschland-zukommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/18\/ab-august-gelten-neue-ki-regeln-was-jetzt-auf-deutschland-zukommt\/","title":{"rendered":"Ab August gelten neue KI-Regeln: Was jetzt auf Deutschland zukommt"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>\n<strong>Ab 2. August gelten neue Transparenzpflichten<\/strong> f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz in der Europ\u00e4ischen Union.<\/li>\n<li>Viele Unternehmen nutzen KI l\u00e4ngst im Arbeitsalltag, doch besonders der <strong>Mittelstand<\/strong> steht bei der praktischen Umsetzung<strong> vor Herausforderungen.<\/strong>\n<\/li>\n<li>Bei Verletzung von Kennzeichnungspflichten auf Grundlage der KI-Verordnung drohen <strong>empfindliche<\/strong> <strong>Strafen<\/strong>.<\/li>\n<li>Die DIHK fordert<strong> klare Zust\u00e4ndigkeiten, praxisnahe Hilfen und verl\u00e4ssliche Regeln<\/strong>, damit Unternehmen die Vorgaben mit vertretbarem Aufwand erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anfang August wird es ernst. Ab dem 2. August gelten in der Europ\u00e4ischen Union <a href=\"https:\/\/artificialintelligenceact.eu\/de\/article\/50\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue Transparenzpflichten<\/a> f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sie sollen sicherstellen, dass Menschen erkennen k\u00f6nnen, wenn sie mit einer Maschine kommunizieren oder ihnen k\u00fcnstlich erzeugte Inhalte begegnen. Die EU-Kommission begr\u00fcndet dies mit dem Schutz der B\u00fcrger und Unternehmen vor T\u00e4uschung, Manipulation, Desinformation und Betrug.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kurz vor Ablauf der Frist stellt sich die Frage: Sind die Unternehmen in der Lage, die neuen Vorgaben rechtzeitig umzusetzen?<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Chatbots m\u00fcssen sich unter bestimmten Voraussetzungen als Maschinen zu erkennen geben. Anbieter generativer KI-Systeme m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass k\u00fcnstlich erzeugte oder manipulierte Inhalte gekennzeichnet werden k\u00f6nnen. Unternehmen, die sogenannte Deepfakes erzeugen oder verbreiten, m\u00fcssen diese grunds\u00e4tzlich kenntlich machen. Weitere Pflichten betreffen Systeme zur Emotionserkennung und zur biometrischen Kategorisierung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Damit wird aus der europ\u00e4ischen KI-Verordnung (AI Act) f\u00fcr viele deutsche Unternehmen eine betriebliche Aufgabe. Die Europ\u00e4ische Kommission l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass sie keinen weiteren Aufschub erwartet. Denn wer die Transparenzpflichten aus Artikel 50 ignoriert, dem drohen empfindliche Strafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Umsatzes.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Unklare Pflichten, unklare Ansprechpartner<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eAm 2. August 2026 beginnt Artikel 50 des \u201aAI Acts\u2018 zu gelten. Die Betreiber m\u00fcssen die Vorschriften vom ersten Tag an einhalten\u201c, hei\u00dft es in einer Antwort der Kommission auf Anfrage von Epoch Times. Der Teil der Verordnung, auf den sich Artikel 50 bezieht, sei bereits am 1. August 2024 in Kraft getreten. Anbieter und Betreiber h\u00e4tten daher nach zwei Jahren Schonfrist Zeit gehabt, sich auf die neuen Pflichten vorzubereiten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist die Sache weniger einfach. K\u00fcnstliche Intelligenz ist l\u00e4ngst in B\u00fcros, Produktionshallen und Personalabteilungen angekommen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So gaben in der <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/newsroom\/digitalisierung-2025-herausforderungen-und-fortschritte-fuer-unternehmen-157712\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Digitalisierungsumfrage 2025 der Deutschen Industrie- und Handelskammer<\/a> (DIHK) 38 Prozent der 5.000 aus acht verschiedenen Wirtschaftszweigen befragten Unternehmen an, KI schon einzusetzen, insbesondere um effizienter zu werden und ihren Kunden bessere Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Weitere 32 Prozent planen den Einsatz von KI-Anwendungen in den n\u00e4chsten drei Jahren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch vielerorts ist noch ungekl\u00e4rt, welche Pflichten sich daraus ergeben und an wen sich Unternehmen mit ihren Fragen wenden k\u00f6nnen. Die Vertretung der DIHK in Br\u00fcssel sprach in einer <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/eu-dihk-stellungnahme-digital-omnibus-data.8574a620904ab1ab735d6cce143a3db7.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme<\/a> aus dem vergangenen Jahr von einem \u201eDschungel an Digitalregulierungen\u201c. Die Digitalisierungsumfrage ergab auch, dass fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) rechtliche Unsicherheiten als Herausforderung bei der Digitalisierung sehe.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Damit treffen zwei Entwicklungen aufeinander. W\u00e4hrend sich generative KI mit gro\u00dfer Geschwindigkeit in den Unternehmen verbreitet, versucht Europa, einen Rechtsrahmen zu schaffen, der Innovation erm\u00f6glichen und zugleich Risiken begrenzen soll.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wo die Abgrenzung schwierig wird<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr die Unternehmen beginnt die Schwierigkeit h\u00e4ufig mit einer einfachen Frage: Welche Rolle spielen sie als Unternehmen nach der KI-Verordnung \u00fcberhaupt? Die Verordnung unterscheidet zwischen Anbietern und Betreibern von KI-Systemen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anbieter sind Unternehmen, die ein KI-System entwickeln oder entwickeln lassen und es auf den Markt bringen oder in Betrieb nehmen. Betreiber sind nat\u00fcrliche oder juristische Personen, die ein KI-System in eigener Verantwortung einsetzen. Von den vier Transparenzpflichten des Artikels 50 richten sich zwei an Anbieter und zwei an Betreiber.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf dem Papier ist die Unterscheidung klar. In der Praxis kann sie kompliziert werden. Ein mittelst\u00e4ndisches Unternehmen, das einen handels\u00fcblichen KI-Assistenten f\u00fcr die interne Kommunikation verwendet, befindet sich in einer anderen rechtlichen Lage als ein Betrieb, der auf Grundlage eines bestehenden KI-Modells einen eigenen Chatbot entwickelt und seinen Kunden zur Verf\u00fcgung stellt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die DIHK nennt in einer <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/eu-dihk-stellungnahme-digital-omnibus-data.8574a620904ab1ab735d6cce143a3db7.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme zum geplanten EU-Vereinfachungspaket<\/a> f\u00fcr den Digitalbereich eine Reihe solcher Grenzf\u00e4lle. Unklar sei etwa, wann ein Unternehmen durch die Nutzung oder Ver\u00e4nderung eines KI-Systems vom Betreiber zum Anbieter werde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als Beispiele nennt der Verband einzelne KI-Funktionen in der Software f\u00fcr Kunden, einfache Chatbots, die externes Wissen einbinden, und die interne Nutzung von KI-Systemen mit sogenannter Retrieval Augmented Generation. Dabei greift ein KI-Modell f\u00fcr seine Antworten auf zus\u00e4tzliche Wissensquellen wie unternehmensinterne Dokumente oder Datenbanken zur\u00fcck.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Vor allem kleine und mittlere Betriebe verf\u00fcgten nicht immer \u00fcber ausreichende juristische Kompetenzen, um die Anforderungen der KI-Verordnung selbstst\u00e4ndig zu beurteilen, warnt die DIHK.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sie ben\u00f6tigten praxisnahe Leitlinien, digitale Pr\u00fcfwerkzeuge und klare Risikoeinstufungen. Unternehmen m\u00fcssten in der Lage sein, sich auch \u201eohne aufwendige externe Beratung oder hohe Kosten regelkonform zu verhalten\u201c.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"Manche Arbeitnehmer setzen K\u00fcnstliche Intelligenz zur Unterst\u00fctzung ein. (Symbolbild)\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"466\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5319880 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/yj4rgodhmp-v11-ax-s2048-700x466.f4698723d5bc813926861e796d104d23.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">70 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen KI ein oder planen den Einsatz in den n\u00e4chsten drei Jahren. (Symbolbild).<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Fabian Strauch\/dpa\/dpa-tmn<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Regeln stehen, Hilfen kommen sp\u00e4ter<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Europ\u00e4ische Kommission und die Bundesregierung versuchen, den Unternehmen die Umsetzung mit verschiedenen Angeboten zu erleichtern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Am 10. Juni ver\u00f6ffentlichte die Kommission einen <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/de\/policies\/code-practice-ai-generated-content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">freiwilligen Verhaltenskodex<\/a> f\u00fcr die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte. Er beschreibt praktische Schritte zur Einhaltung der Transparenzpflichten und sieht vereinfachte Verfahren f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen sowie f\u00fcr Start-ups vor.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommen <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/de\/library\/draft-guidelines-implementation-transparency-obligations-certain-ai-systems-under-article-50-ai-act\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leitlinien zu Artikel 50<\/a>, deren ersten Entwurf Br\u00fcssel im Mai zur Konsultation stellte. Sie sollen unter anderem kl\u00e4ren, wer als Anbieter und wer als Betreiber gilt, was rechtlich als Deepfake anzusehen ist und welche gew\u00f6hnlichen Bearbeitungen von Bildern, Texten und Videos von den Kennzeichnungspflichten ausgenommen sind.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/en\/policies\/ai-pact-events\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AI-Office<\/a> der EU-Kommission und der KI-<a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Fachthemen\/Digitales\/KI\/start_ki.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Service-Desk<\/a> der Bundesnetzagentur sollen Unternehmen zus\u00e4tzlich bei der Umsetzung helfen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Au\u00dferdem bieten Organisationen wie das Future of Life Institute mit Sitz in den USA <a href=\"https:\/\/artificialintelligenceact.eu\/assessment\/eu-ai-act-compliance-checker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eAI Act Compliance Checker\u201c<\/a> an.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch der Zeitpunkt dieser Hilfsangebote verweist auf ein grunds\u00e4tzliches Problem. Die Pflichten stehen fest, w\u00e4hrend wichtige Hilfsmittel zu ihrer Auslegung teilweise erst kurz vor dem Stichtag bereitgestellt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die DIHK kritisiert diesen Zustand seit L\u00e4ngerem. Eine erfolgreiche Einhaltung der Vorschriften setze voraus, dass Leitlinien, delegierte Rechtsakte und Verhaltenskodizes rechtzeitig zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, schreibt die Kammer zum Vereinfachungspaket.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Tats\u00e4chlich seien diese \u201eentweder versp\u00e4tet oder noch nicht ausreichend ausgearbeitet\u201c. Unternehmen w\u00fcrden dadurch gezwungen, Anforderungen zu erf\u00fcllen, \u201ebevor \u00fcberhaupt die notwendige Klarheit besteht\u201c.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die deutsche Aufsicht ist noch im Aufbau<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Erschwert wird die Lage durch die nationale Umsetzung. Auch in Deutschland sind laut der DIHK die Strukturen f\u00fcr die Anwendung und \u00dcberwachung der KI-Verordnung noch nicht vollst\u00e4ndig etabliert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Verband hatte im M\u00e4rz in seiner <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/dihk-stellungnahme-dfg-ki-vo-ki-mig-data.3990bc6c716e091888db85d9f8720e95.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stellungnahme<\/a> zum deutschen Durchf\u00fchrungsgesetz der KI-Verordnung vor Verz\u00f6gerungen gewarnt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Frist f\u00fcr die Benennung der Aufsichtsstrukturen sei nicht eingehalten worden. Normen, Leitf\u00e4den und Spezifizierungen, die Unternehmen f\u00fcr die Umsetzung ben\u00f6tigten, seien teilweise gar nicht oder versp\u00e4tet ver\u00f6ffentlicht worden. Die Pflichten f\u00fcr die Unternehmen tr\u00e4ten dagegen dennoch in Kraft.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Verband fordert deshalb klare Zust\u00e4ndigkeiten und einen zentralen Ansprechpartner. Die Bundesnetzagentur soll eine wichtige Rolle bei der Markt\u00fcberwachung, Koordinierung und Innovationsf\u00f6rderung \u00fcbernehmen. Aus Sicht der DIHK muss verhindert werden, dass sich Zust\u00e4ndigkeiten verschiedener Beh\u00f6rden \u00fcberschneiden oder Unternehmen mit unterschiedlichen Auslegungen konfrontiert werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Verband fordert einen \u201eOne-Stop-Shop\u201c-Grundsatz: Unternehmen sollten eine klare Anlaufstelle haben, die sich im Zweifel selbst mit anderen Beh\u00f6rden abstimmt. Entscheidend sei nicht allein, Verwaltungsstrukturen aufzubauen. Die zust\u00e4ndigen Stellen m\u00fcssten auch \u00fcber die n\u00f6tige Expertise verf\u00fcgen, um Unternehmen schnell und verl\u00e4sslich Auskunft geben zu k\u00f6nnen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Der Omnibus soll f\u00fcr Ordnung sorgen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dass auch die Europ\u00e4ische Union Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung ihrer Digitalgesetzgebung erkannt hat, zeigt der sogenannte <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/EN\/TXT\/?uri=CELEX:52025PC0836\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Digital Omnibus<\/a>. Mit dem <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/press\/press-releases\/2026\/06\/29\/artificial-intelligence-council-gives-final-green-light-to-simplify-and-streamline-rules\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vereinfachungspaket<\/a> plant Br\u00fcssel, Vorschriften besser aufeinander abzustimmen und Unternehmen zu entlasten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr die Regeln f\u00fcr Hochrisiko-KI-Systeme wurde ein neuer Zeitplan vereinbart. Vorschriften f\u00fcr bestimmte Hochrisikobereiche wie Biometrie, kritische Infrastruktur, Bildung, Besch\u00e4ftigung, Migration und Grenzkontrollen sollen vom 2. Dezember 2027 an gelten. F\u00fcr KI-Systeme, die in Produkte wie Aufz\u00fcge oder Spielzeug integriert sind, ist der 2. August 2028 vorgesehen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese Staffelung solle gew\u00e4hrleisten, \u201edass technische Standards und andere Unterst\u00fctzungsinstrumente vorhanden sind, bevor die Vorschriften angewendet werden\u201c, erkl\u00e4rt die Kommission gegen\u00fcber Epoch Times.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Transparenzpflichten des Artikels 50 sollen davon im Kern unber\u00fchrt bleiben und gelten zum Gro\u00dfteil unver\u00e4ndert vom 2. August an. Nur f\u00fcr Bestandssysteme <a href=\"https:\/\/www.hlc.com\/en\/publications\/eu-legislators-agree-to-delay-for-highrisk-ai-rules\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verschiebt<\/a> sich die Kennzeichnungspflicht, sprich verpflichtende Wasserzeichen, auf den 2. Dezember.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die deutsche Wirtschaft begr\u00fc\u00dft den Versuch der Vereinfachung grunds\u00e4tzlich. Auch das Ziel der KI-Verordnung, einen einheitlichen Rechtsrahmen f\u00fcr die Entwicklung und Nutzung K\u00fcnstlicher Intelligenz zu schaffen, unterst\u00fctzt die DIHK ausdr\u00fccklich. Ihre Kritik richtet sich vorwiegend gegen die praktische Umsetzung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Denn die KI-Verordnung ist nur ein Teil des europ\u00e4ischen Regelwerks. Je nach Gesch\u00e4ftsmodell m\u00fcssen Unternehmen auch die Datenschutz-Grundverordnung, den Data Act, den Digital Services Act und verschiedene Vorschriften zur Cybersicherheit beachten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die DIHK warnt vor \u00dcberschneidungen, unterschiedlichen Definitionen und mehrfachen Pr\u00fcf- und Meldepflichten. Sie fordert, die Vorschriften st\u00e4rker aufeinander abzustimmen und m\u00f6glichst in bestehende Compliance-Strukturen zu integrieren.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5552660 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-677807410-700x467.a406d06f45cfbf5ad6ec50883a5b5bb0.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\"><\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: monkeybusinessimages\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Der Mittelstand muss seine KI erst einmal finden<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr gro\u00dfe Konzerne sind neue regulatorische Anforderungen aufwendig, aber h\u00e4ufig beherrschbar. Sie verf\u00fcgen \u00fcber Rechtsabteilungen, Compliance-Spezialisten und eigene Teams f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz. F\u00fcr einen mittelst\u00e4ndischen Maschinenbauer, H\u00e4ndler oder Dienstleister sieht die Lage anders aus.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dort wurde die Einf\u00fchrung generativer KI meist nicht als regulatorisches Gro\u00dfprojekt begonnen. Mitarbeiter nutzen KI-Assistenten zum Schreiben von Texten, f\u00fcr \u00dcbersetzungen, Programmierarbeiten oder f\u00fcr die Analyse von Dokumenten. Marketingabteilungen erzeugen Bilder, Personalabteilungen testen neue Software und Kundenservices f\u00fchren Chatbots ein.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aus vielen einzelnen Anwendungen entsteht eine KI-Infrastruktur, f\u00fcr die das Unternehmen Verantwortung tr\u00e4gt. Bevor ein Betrieb die Vorschriften der KI-Verordnung umsetzen kann, muss er deshalb zun\u00e4chst wissen, welche Systeme seine Mitarbeiter \u00fcberhaupt verwenden. Er muss kl\u00e4ren, wer sie einsetzt, welche Inhalte damit erzeugt werden und ob daraus Kennzeichnungspflichten entstehen. Verantwortlichkeiten m\u00fcssen festgelegt, Mitarbeiter geschult und bestehende Compliance-Strukturen angepasst werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Regeln m\u00fcssen im Alltag bestehen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Darin liegt die besondere Herausforderung f\u00fcr den Mittelstand. Die Kennzeichnung eines KI-generierten Inhalts mag technisch l\u00f6sbar sein.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Schwieriger ist es, die relevanten Anwendungen im Unternehmen zu erfassen, rechtlich einzuordnen und in die betrieblichen Abl\u00e4ufe einzubinden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die DIHK fordert deshalb einen Katalog typischer KI-Anwendungen in kleinen und mittleren Unternehmen mit einer klaren Einordnung der jeweiligen Risiken. Hinzu kommen digitale Selbsttests, mit denen Unternehmen pr\u00fcfen k\u00f6nnen, welche Vorschriften f\u00fcr sie gelten, sowie sogenannte Safe-Harbor-Regelungen. Diese sollen Unternehmen Rechtssicherheit geben, wenn sie sich an bestimmte anerkannte Standards halten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch beim Umgang mit <a href=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/dihk-stellungnahme-dfg-ki-vo-ki-mig-data.3990bc6c716e091888db85d9f8720e95.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verst\u00f6\u00dfen<\/a> pl\u00e4diert die DIHK f\u00fcr einen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Ansatz: Die Beh\u00f6rden sollten ihre gesetzlichen Spielr\u00e4ume nutzen und pr\u00e4ventionsorientiert handeln.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ob die KI-Verordnung ihr Ziel erreicht, wird deshalb nicht allein von der Qualit\u00e4t ihrer Vorschriften abh\u00e4ngen. Wichtig ist auch, ob die Unternehmen sie verstehen und mit vertretbarem Aufwand in ihren Alltag \u00fcbersetzen k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein klarer Rechtsrahmen kann Investitionen erleichtern und Vertrauen in neue Technologien schaffen. Bleiben dagegen Zust\u00e4ndigkeiten und Abgrenzungen unklar, wird Regulierung gerade f\u00fcr kleinere Unternehmen schnell zur Kostenfrage. Ab August beginnt der Praxistest. Dann muss sich zeigen, ob Europas KI-Regeln im Unternehmensalltag funktionieren.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":25018,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,131],"tags":[2614,10501,378,118,5761,10502,5764,10503,1528,4998,136,463,10504,4094,10505,646,806,10506,10507,128],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25017"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25017"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25019,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25017\/revisions\/25019"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25017"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=25017"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=25017"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=25017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}