{"id":21419,"date":"2026-07-08T21:22:20","date_gmt":"2026-07-08T20:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=21419"},"modified":"2026-07-08T21:22:20","modified_gmt":"2026-07-08T20:22:20","slug":"deutscher-u-boot-boom-rekordauftrage-seit-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/08\/deutscher-u-boot-boom-rekordauftrage-seit-jahren\/","title":{"rendered":"Deutscher U-Boot-Boom: Rekordauftr\u00e4ge seit Jahren"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die R\u00fcstungsindustrie war bisher eine Ausnahmeerscheinung von der Misere der deutschen Industrie. Ein Vertreter daf\u00fcr ist ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wie berichtet wurde, hat Kanada vor, bis zu zw\u00f6lf U-Boote beim deutschen Marineschiffbauer mit Sitz in Kiel zu bestellen. Der geplante Gro\u00dfauftrag wurde kurz vor Beginn des NATO-Gipfels in Ankara am Montag, 6. Juli, durch die kanadische Zeitung \u201eThe Globe and Mail\u201c bekannt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Deutsche U-Boote auch in Norwegen und Kanada gebaut<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bei dem geplanten milliardenschweren R\u00fcstungsdeal soll es eine spezielle Vereinbarung geben: \u201eDer deutsche Vorschlag sieht vor, dass die ersten U-Boote in Europa gebaut werden, bevor f\u00fcr die sp\u00e4teren Modelle vollst\u00e4ndig auf eine lokale Fertigung in Kanada umgestellt wird\u201c, teilte die kanadische Zeitung weiter mit.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das kanadische Staatsfernsehen CBC erg\u00e4nzt, dass das \u201eVerteidigungsprogramm im Wert von mehreren Milliarden Dollar, das voraussichtlich gr\u00f6\u00dfte in der Geschichte des Landes sein wird\u201c. Es werde die Zukunft der kanadischen Marine f\u00fcr Jahrzehnte pr\u00e4gen. Der Sender zitiert den kanadischen Premierminister Mark Carney mit den Worten:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eBei diesem Projekt geht es um weit mehr als nur um die Anschaffung von U-Booten. Es st\u00e4rkt die industrielle Kapazit\u00e4t Kanadas\u201c, sagte der Regierungschef.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die deutschen U-Boote werden indes nicht nur in Deutschland und Kanada hergestellt. Auch Norwegen sitzt buchst\u00e4blich mit im Boot. Der Anteil Norwegens besteht in der gemeinsamen Entwicklung und Finanzierung der U-Boot-Klasse 212CD und bildet eine strategische Allianz mit Deutschland.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese besteht seit 2017. Seither haben der norwegische Schiffbau- und R\u00fcstungskonzern Kongsberg sowie die deutschen Unternehmen Atlas Elektronik und TKMS ein Joint Venture gegr\u00fcndet. Norwegen hat insgesamt sechs U-Boote des Typs 212CD in Auftrag gegeben. Dies berichtete im Dezember 2025 die Nachrichtenplattform \u201eEurop\u00e4ische Sicherheit &#038; Technik\u201c. Das erste Boot soll 2032 von Stapel laufen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deutsche U-Boote mit ihren verschiedenen Klassen sind seit Jahrzehnten ein Verkaufsschlager. Sie schwimmen in allen Ozeanen dieser Welt. Zu den Abnehmern z\u00e4hlen neben Norwegen, die T\u00fcrkei, Griechenland, S\u00fcdkorea, Italien, Portugal, Spanien, \u00c4gypten, S\u00fcdafrika, Chile, Brasilien, Kolumbien, Indonesien und Indien, das die Boote teilweise in Lizenz fertigt.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5546611 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/GettyImages-2271948906-700x467.f96a28ddd0dd3b1057f295ccd50dad64.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Ein deutsches U-Boot vom Typ U34 ist auf der U-Boot-Werft von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) w\u00e4hrend eines Besuchs des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius\u00a0 (SPD) und des indischen Verteidigungsministers Rajnath Singh (beide nicht im Bild) am 22. April 2026 in Kiel zu sehen.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Morris MacMatzen\/Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Historische Skandale wegen Schmiergelder<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Solche internationalen Gesch\u00e4fte blieben bisher indes nicht immer unumstritten. In der Vergangenheit erlebten deutsche U-Boot-Bauer eine Reihe von Skandalen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im August 2015 berichtete das \u201eHandelsblatt\u201c \u00fcber \u201ejahrelange Schmiergeldzahlungen\u201c. Marine Force International, ein Konzernableger von ThyssenKrupp, habe demnach \u201eetliche Offshore-Gesellschaften\u201c genutzt, \u201eum Gelder zu dubiosen Beratern zu lotsen, die wiederum Auftr\u00e4ge sicherten\u201c, so das Medium. Dadurch habe ThyssenKrupp in der T\u00fcrkei, Griechenland und S\u00fcdkorea Fu\u00df gefasst und dabei 7 Milliarden Euro umgesetzt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zwischen 1986 und 1990 besch\u00e4ftigte sich ein Untersuchungsausschuss im Bundestag mit einer Aff\u00e4re, die zun\u00e4chst als Geheimnisverrat eingestuft wurde. Unter Umgehung der Bundesregierung und des Bundesamtes f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sollen von der Howaldtswerke Deutsche Werft geheime Blaupausen und Bauteile unter anderem nach S\u00fcdafrika geliefert worden sein. S\u00fcdafrika unterlag damals aufgrund seines Apartheidregimes einem Handelsembargo. Der Vorfall wurde nie vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Bester Schleicher in der Tiefe<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Was ist das Besondere an deutschen U-Booten? Die deutsche <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/ausruestung-technik-bundeswehr\/seesysteme-bundeswehr\/u-boot-klasse-212-a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">U-Boot-Klasse 212A<\/a> gilt als eine der modernsten der Welt. Sie verf\u00fcgt \u00fcber einen Brennstoffzellenantrieb, der nicht davon abh\u00e4ngig ist, dass das Boot immer wieder auftauchen muss, um \u201eLuft zu sch\u00f6pfen\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das hei\u00dft im Technikjargon: Das Boot ist \u201eau\u00dfenluftunabh\u00e4ngig\u201c. Der Sauerstoff und Wasserstoff f\u00fcr die Brennstoffzellen werden vielmehr in gro\u00dfen Beh\u00e4ltern mitgef\u00fchrt. Au\u00dferdem werden die Batterien ger\u00e4uschlos geladen. Dadurch werden die U-Boote f\u00fcr feindliche Sonare nahezu unsichtbar und unh\u00f6rbar. Die 212A kann bis zu zwei Wochen ununterbrochen auf Tauchfahrt bleiben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zum Einsatzzweck teilt das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) mit: \u201eIhre Hauptaufgabe ist es, Ziele sowohl \u00fcber als auch unter Wasser zu bek\u00e4mpfen. Diesen Auftrag erf\u00fcllen sie entweder allein oder zusammen mit anderen Kampfschiffen, U-Jagd-Hubschraubern und Seefernaufkl\u00e4rern.\u201c Auch Kampfschwimmer werden \u00fcber diese U-Boote vor K\u00fcsten ein- und ausgesetzt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Erscheinungsbild wirken die deutschen U-Boote klein und unscheinbar. \u201eDeshalb lassen sich die U-Boote der Klasse 212A exzellent in geringer Wassertiefe, beispielsweise in der Nordsee und der Ostsee, aber auch vor jeder anderen K\u00fcste weltweit einsetzen\u201c, erkl\u00e4rt das BMVg.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">TKMS gibt historischen Auftragsbestand bekannt<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bei so vielen \u201eBesonderheiten\u201c wundert es nicht, dass TKMS im vergangenen Jahr einen \u201ehistorischen H\u00f6chststand beim Auftragsbestand\u201c bekannt gab.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Umsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2024\/25, mit Stichtag 30. September, sei um 9,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen. \u201eDer Nettogewinn belief sich auf 108 Millionen Euro, ein deutlicher Anstieg gegen\u00fcber den knapp 88 Millionen Euro im Vorjahr\u201c, teilte das Unternehmen mit.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Mit dem neuen kanadischen Auftrag, der im kommenden Jahr umgesetzt werden soll, d\u00fcrften Umsatz und Gewinn noch einmal deutlich steigen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">TKMS d\u00fcrfte damit neben Rheinmetall als derzeit eines der erfolgreichsten deutschen Unternehmen gelten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":21420,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7737,7198],"tags":[9534,9535,9536,711,449,9537,6939,9538,5041,555,9539,9346,858,1781,376,3987,4075,4077,383,1824],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21419"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21419"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21421,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21419\/revisions\/21421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21419"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=21419"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=21419"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=21419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}