{"id":21114,"date":"2026-07-08T07:01:18","date_gmt":"2026-07-08T06:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=21114"},"modified":"2026-07-08T07:01:18","modified_gmt":"2026-07-08T06:01:18","slug":"unterdrucken-statt-schutzen-chinas-neues-ethnie-gesetz-erntet-internationale-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/08\/unterdrucken-statt-schutzen-chinas-neues-ethnie-gesetz-erntet-internationale-kritik\/","title":{"rendered":"Unterdr\u00fccken statt sch\u00fctzen: Chinas neues Ethnie-Gesetz erntet internationale Kritik"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\n<ul data-start=\"422\" data-end=\"711\">\n<li data-section-id=\"12r8vby\" data-start=\"422\" data-end=\"528\">Chinas neues Gesetz st\u00e4rkt laut Kritikern den <strong>Einfluss der KPCh auf ethnische Minderheiten<\/strong> und Kritiker weltweit.<\/li>\n<li data-section-id=\"i6qbsn\" data-start=\"529\" data-end=\"613\">Umstrittene Artikel k\u00f6nnten laut Gegnern auch <strong>Personen au\u00dferhalb Chinas<\/strong> betreffen.<\/li>\n<li data-section-id=\"1y9fuaq\" data-start=\"614\" data-end=\"711\">\n<strong> Menschenrechtsorganisationen warnen<\/strong> vor Einschr\u00e4nkungen kultureller und politischer Freiheiten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Chinas neues Gesetz zur ethnischen Einheit, das am 1. Juli in Kraft getreten ist, sorgt international f\u00fcr wachsende Kritik. Abgeordnete, Menschenrechtsvertreter und Vertreter ethnischer Minderheiten warnen, dass das Gesetz Peking einen rechtlichen Rahmen geben k\u00f6nnte,\u00a0um seinen politischen Einfluss auch au\u00dferhalb Chinas zu verst\u00e4rken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das als \u201eGesetz zur F\u00f6rderung von ethnischer Einheit und Fortschritt\u201c bekannte Regelwerk setzt die Vision von Xi Jinping, F\u00fchrer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), f\u00fcr eine \u201eGemeinschaft der chinesischen Nation\u201c in geltendes Recht um. Beobachter sehen darin jedoch weniger eine F\u00f6rderung kultureller Vielfalt, sondern vielmehr den Versuch, politische und ideologische Einheit durchzusetzen. Sie bef\u00fcrchten, dass die weitreichenden Befugnisse der Kommunistischen Partei Chinas genutzt werden k\u00f6nnten, um gegen abweichende Meinungen vorzugehen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kritiker des Gesetzes, die mit der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times sprachen, warnen, dass die Folgen weit \u00fcber Chinas Innenpolitik hinausreichen k\u00f6nnten. Ihrer Ansicht nach k\u00f6nnten mehrere Bestimmungen genutzt werden, um Druck auf Einzelpersonen und Organisationen im Ausland auszu\u00fcben, die Pekings Umgang mit ethnischen Minderheiten kritisieren oder sich f\u00fcr deren Rechte einsetzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Einf\u00fchrung des Gesetzes hat international deutliche Reaktionen ausgel\u00f6st. Dazu geh\u00f6ren eine partei\u00fcbergreifende Resolution im US-Repr\u00e4sentantenhaus sowie Warnungen europ\u00e4ischer Politiker und Menschenrechtsorganisationen, die darin eine m\u00f6gliche Bedrohung grundlegender Freiheiten innerhalb und au\u00dferhalb Chinas sehen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Ausweitung von Pekings Einflussbereich<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00e4hrend Peking das Gesetz als Ma\u00dfnahme zur F\u00f6rderung ethnischer Einheit und nationaler Geschlossenheit bezeichnet, sehen Gegner darin ein Instrument zur st\u00e4rkeren Anpassung ethnischer Minderheiten an die Mehrheitsgesellschaft.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders umstritten sind die Artikel 15 und 20. Artikel 15 schreibt die F\u00f6rderung der standardisierten chinesischen Sprache in Wort und Schrift vor. Artikel 20 verpflichtet Familien dazu, Kinder zur Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber der KPCh zu erziehen und untersagt Inhalte, die nach Ansicht der Beh\u00f6rden die ethnische Einheit gef\u00e4hrden k\u00f6nnten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Artikel 62 stellt unter anderem die \u201eAnstiftung\u201c oder \u201eUnterst\u00fctzung\u201c von Handlungen unter Strafe, die als sch\u00e4dlich f\u00fcr die ethnische Einheit eingestuft werden. Gegner der Regelung bem\u00e4ngeln, dass zentrale Begriffe unklar definiert seien und dadurch weit ausgelegt werden k\u00f6nnten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Artikel 63 geht nach Ansicht von Kritikern noch weiter: Er erm\u00f6glicht es, auch ausl\u00e4ndische Organisationen und Einzelpersonen rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, wenn Peking ihnen Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit \u201eethnischem Separatismus\u201c oder einer Gef\u00e4hrdung der ethnischen Einheit vorwirft. Da die Regelung keine eindeutige Begrenzung auf chinesische Staatsb\u00fcrger oder das Staatsgebiet Chinas enth\u00e4lt, bef\u00fcrchten Beobachter darin einen Versuch, den rechtlichen Einfluss der KPCh \u00fcber die Landesgrenzen hinaus auszudehnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im Mittelpunkt des Gesetzes steht das Konzept einer \u201eGemeinschaft der chinesischen Nation\u201c, das Xi Jinping 2014 einf\u00fchrte und 2017 in die Parteiverfassung der KPCh aufgenommen wurde. Unter diesem Leitbild verfolgt Peking in Regionen wie Tibet, Xinjiang und der Inneren Mongolei eine Politik, die Kritiker als zunehmende sprachliche und kulturelle Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft bewerten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Chinesische Dissidenten werfen der F\u00fchrung in Peking vor, dadurch den Spielraum f\u00fcr Minderheitensprachen, religi\u00f6se Praktiken und eigenst\u00e4ndige kulturelle Identit\u00e4ten weiter einzuschr\u00e4nken. Das neue Gesetz f\u00fcgt sich damit in einen gr\u00f6\u00dferen politischen Kurs unter Xi Jinping ein, der auf eine st\u00e4rkere Kontrolle gesellschaftlicher und kultureller Bereiche abzielt.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gesetz als Instrument politischer Kontrolle<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im vergangenen Jahrzehnt hat Peking eine Reihe von Gesetzen in den Bereichen nationale Sicherheit, Spionageabwehr, Cybersicherheit, Hongkong-Verwaltung und ausl\u00e4ndische Sanktionen verabschiedet. Beobachter sehen darin eine Ausweitung der rechtlichen Befugnisse der Kommunistischen Partei Chinas und eine zunehmende Einschr\u00e4nkung des politischen Freiraums.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Gesetz zur ethnischen Einheit ist die j\u00fcngste Erg\u00e4nzung dieses rechtlichen Rahmens. Besonders umstritten ist dabei die m\u00f6gliche Anwendung \u00fcber Chinas Staatsgrenzen hinaus.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Jiang Pinchao, ein in den USA lebender Herausgeber der \u201eJune 4th Poetry Collection\u201c (Gedichtsammlung zum 4. Juni) und Schriftsteller, dessen Werke von der Library of Congress (Kongressbibliothek) gesammelt wurden, sagte gegen\u00fcber der Epoch Times, dass es bei dem Gesetz weniger um die Verbindung der verschiedenen Volksgruppen Chinas gehe, sondern vielmehr um die Durchsetzung politischer Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber der KPCh.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDie KPCh akzeptiert nur eine einzige gemeinsame politische Identit\u00e4t\u201c, sagte Jiang. \u201eEs geht letztlich nicht um die Han-Chinesen oder eine andere ethnische Gruppe. Vielmehr geht es darum, eine Art \u201aPartei-Identit\u00e4t\u2018 zu schaffen, bei der traditionelle Kulturen und historische Wurzeln durch Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber der Partei ersetzt werden.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Temtselt Shobshuud, Pr\u00e4sident der in Deutschland ans\u00e4ssigen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte in der Inneren Mongolei, bezeichnete das Gesetz gegen\u00fcber der Epoch Times als \u201eerzwungene Kontrolle und erzwungene Assimilation, verpackt in der Sprache des Rechts\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Er verwies auf Entwicklungen in der Inneren Mongolei, wo die Kommunistische Partei Chinas in den vergangenen Jahren den Mandarin-Unterricht an Schulen deutlich ausgeweitet habe. Dies habe zu umfangreichen Protesten unter ethnischen Mongolen gef\u00fchrt. Die chinesischen Beh\u00f6rden reagierten darauf mit Verhaftungen und einer verst\u00e4rkten Einschr\u00e4nkung kritischer Stimmen.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"458\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5544375 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/id5497486-GettyImages-1228448149-1200x785-1-700x458.1cb187769f509d2a5f6cb87933479a1c.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Eltern warten am 10. September 2020 vor einer Schule in Tongliao in der n\u00f6rdlichen chinesischen Region Innere Mongolei.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Noel Celis\/AFP via Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Neue Phase der grenz\u00fcberschreitenden Repression<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p class=\"isSelectedEnd\">Nach Ansicht von\u00a0Gegnern der Regelung\u00a0liegt die gr\u00f6\u00dfte Brisanz des neuen chinesischen Gesetzes zur ethnischen Einheit nicht in der Sprachpolitik oder der ideologischen Erziehung, sondern in den weitreichenden Befugnissen, die es den Beh\u00f6rden einr\u00e4umen k\u00f6nnte.\u00a0Aktivisten aus Tibet, Xinjiang, der Inneren Mongolei, Hongkong und der chinesischen Diaspora bef\u00fcrchten, dass das Gesetz als Grundlage f\u00fcr \u00dcberwachung, Einsch\u00fcchterung, Druck auf Angeh\u00f6rige in China und Ma\u00dfnahmen gegen Regierungskritiker im Ausland genutzt werden k\u00f6nnte.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shobshuud erkl\u00e4rte, dass sich fr\u00fchere Kontrollma\u00dfnahmen der KPCh vor allem gegen Menschen innerhalb Chinas gerichtet h\u00e4tten. Der Druck auf Kritiker im Ausland sei hingegen h\u00e4ufig verdeckt durch \u00dcberwachung, Drohungen oder Einflussversuche ausge\u00fcbt worden. Das neue Gesetz signalisiere laut Shobshuud jedoch eine offenere Ausweitung des politischen Anspruchs Pekings. Auch chinesische Gemeinschaften im Ausland und oppositionelle Stimmen au\u00dferhalb Chinas k\u00f6nnten dadurch st\u00e4rker unter den Einfluss der Partei geraten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDas Gesetz nimmt etwas, das fr\u00fcher nur ein politisches Schlagwort war, und macht daraus ein rechtliches Instrument\u201c, sagte er. \u201eViele Menschen sehen darin kein Gesetz zur Einheit, sondern ein Instrument der Unterdr\u00fcckung.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Joseph Shi, ein ehemaliger Stadtrat in Alberta, Kanada, und Demokratieaktivist, der nach den Protesten auf dem Tian\u2019anmen-Platz 1989 in China inhaftiert war, sagte gegen\u00fcber der Epoch Times, das Gesetz solle offenbar auch Kritik aus dem Ausland an Pekings Umgang mit ethnischen Minderheiten und seiner Taiwan-Politik abschrecken. \u201eEin Ziel ist Einsch\u00fcchterung\u201c, sagte Shi. \u201eDie Botschaft lautet, dass Menschen aufh\u00f6ren sollen, sich im Ausland zu \u00e4u\u00dfern und die Gleichbehandlung von Minderheiten zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shobshuud betonte, der Druck werde nicht nur ethnische Minderheiten treffen.\u00a0\u201eNicht nur Tibeter, Uiguren und Mongolen werden diesen Druck sp\u00fcren\u201c, sagte er. \u201eAuch chinesische und Hongkonger Demokratieaktivisten au\u00dferhalb Chinas werden zunehmend betroffen sein.\u201c\u00a0Shi warnte davor, dass auch B\u00fcrger westlicher Staaten nicht automatisch gesch\u00fctzt seien.\u00a0\u201eDie KPCh hat bereits gezeigt, dass sie bereit ist, ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrger festzuhalten, wenn sie glaubt, dass dies ihren politischen Interessen dient\u201c, sagte er.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als Beispiel nannte Shi die Inhaftierung der Kanadier Michael Kovrig und Michael Spavor im Jahr 2018 w\u00e4hrend eines diplomatischen Konflikts mit Peking.\u00a0Er verwies au\u00dferdem auf indirekten Druck gegen Politiker und Aktivisten durch Familienangeh\u00f6rige und soziale Netzwerke. Kritiker Pekings in Kanada h\u00e4tten demnach seit Langem die Sorge, dass Verwandte in Hongkong oder China wegen politischer Aktivit\u00e4ten im Ausland unter Druck gesetzt werden k\u00f6nnten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In Wahlbezirken mit gro\u00dfen chinesischsprachigen Gemeinschaften seien Politiker laut Shi zudem teilweise starkem Einfluss durch Gruppen ausgesetzt, die mit Peking verbunden seien \u2013 etwa durch Lobbyarbeit oder organisierte Gegenkampagnen bei Wahlen.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5544376 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/id5826392-GettyImages-1223719853-LSedit-1200x800-1-700x467.30aff49c8af3239ee26e372a04788faf.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Bereitschaftspolizisten nehmen am 1. Juli 2020 in Hongkong einen Demonstranten fest, w\u00e4hrend sie eine Protestkundgebung gegen das neue Sicherheitsgesetz aufl\u00f6sen. Die Demonstration fand am 23. Jahrestag der \u00dcbergabe Hongkongs von Gro\u00dfbritannien an China statt.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Dale De La Rey\/AFP via Getty Images<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Einsch\u00fcchterungskampagne<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shi, der in Kanada regelm\u00e4\u00dfig \u00f6ffentlich die KPCh kritisiert, berichtete von einem Vorfall, den er als gezielten Einsch\u00fcchterungsversuch bewertet. Seinen Angaben zufolge erhielt er einen Anruf von einem Mann, der sich als kanadischer Polizist ausgab und wegen einer angeblich gemeldeten Trunkenheitsfahrt (DUI) ermitteln wollte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Anrufer kannte zahlreiche pers\u00f6nliche Details, darunter Shis Autokennzeichen, Fahrzeugmodell, Fahrzeugfarbe, seine ungef\u00e4hre Heimroute und die Adresse seines Hauses. \u201eEs klang wie ein echter Polizeibeamter\u201c, sagte Shi. \u201eDie Menge an Details machte den Anruf besonders beunruhigend.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nachdem Shi die \u00f6rtliche Polizei kontaktiert hatte, wurde ihm nach eigenen Angaben best\u00e4tigt, dass keine DUI-Meldung vorlag und kein Beamter ihn angerufen hatte. Der Vorfall ereignete sich kurz nach seiner R\u00fcckkehr von einer \u00f6ffentlichen Veranstaltung zu Hongkong am 1. Juli. Shi vermutet deshalb, dass der Anruf dazu diente, ihn einzusch\u00fcchtern und psychisch unter Druck zu setzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shi berichtete au\u00dferdem von weiteren Vorf\u00e4llen, die er als m\u00f6gliche Versuche wertet, sein Gesch\u00e4ft unter Druck zu setzen. Diese Vorw\u00fcrfe konnten von der Epoch Times nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden. Shi r\u00e4umte ein, dass er keinen direkten Beweis f\u00fcr einen Zusammenhang mit politischem Druck habe. Er erkl\u00e4rte jedoch, dass Zeitpunkt und Umst\u00e4nde aus seiner Sicht den Eindruck erweckten, eine Botschaft vermitteln zu sollen.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5544378 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/id5242907-rsz_6c0ca74fe794586e12c12bbe-1200x800-1-700x467.fa8a25057dffb8fae08f0aa1d089fcee.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Das chinesische Konsulat in Toronto am 25. April 2023.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Andrew Chen\/The Epoch Times<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Internationale Kritik nimmt zu<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das neue Gesetz zur ethnischen Einheit der chinesischen F\u00fchrung hat international deutliche Kritik von Abgeordneten und Menschenrechtsorganisationen ausgel\u00f6st.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In den USA forderten 14 Abgeordnete des Repr\u00e4sentantenhauses am 30. Juni den Au\u00dfenminister auf, die Gesetzgebung zu verurteilen. Sie warnten, dass das Gesetz Peking neue M\u00f6glichkeiten geben k\u00f6nnte, seine politische Ideologie \u00fcber die Landesgrenzen hinaus durchzusetzen, gegen Menschen im Ausland \u2013 einschlie\u00dflich in den USA \u2013 vorzugehen und die kulturellen sowie religi\u00f6sen Rechte ethnischer Minderheiten in China weiter einzuschr\u00e4nken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201ePekings Botschaft ist beunruhigend: Gebt euren Glauben auf, vergesst eure Sprache, gehorcht der Partei \u2013 oder ihr m\u00fcsst mit Konsequenzen rechnen, sogar im Ausland\u201c, sagte der republikanische Abgeordnete Chris Smith aus New Jersey gegen\u00fcber der Epoch Times.\u00a0\u201eDas ist keine Einheit. Das ist Unterdr\u00fcckung \u2013 und es macht die Ausl\u00f6schung kultureller und religi\u00f6ser Identit\u00e4ten zur offiziellen Politik.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch Amnesty International \u00e4u\u00dferte Bedenken wegen der weit gefassten Formulierungen des Gesetzes.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Sarah Brooks, stellvertretende Regionaldirektorin der Organisation, erkl\u00e4rte, dass Menschen weltweit, die sich friedlich f\u00fcr die Rechte ethnischer Minderheiten in China einsetzen, m\u00f6glicherweise beschuldigt werden k\u00f6nnten, die \u201eethnische Einheit\u201c zu untergraben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201e\u201aEinheit\u2018 bedeutet in diesem Zusammenhang nicht ein friedliches Zusammenleben verschiedener Gemeinschaften, sondern politische und ideologische Anpassung an die Kommunistische Partei Chinas\u201c, sagte Brooks. \u201eStatt Vielfalt und Gleichheit zu sch\u00fctzen, verlangt das Gesetz Anpassung und Konformit\u00e4t.\u201c<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5544379 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/id6026223-EpochImages-8588451918-1200x800-1-700x467.502c0b906ba312f6daa52535a13f12aa.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Der republikanische Abgeordnete Chris Smith aus New Jersey, Co-Vorsitzender der Congressional-Executive Commission on China, bei einer Anh\u00f6rung auf dem Capitol Hill in Washington am 14. Mai 2026.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Madalina Kilroy\/The Epoch Times<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gesetzgebung als Teil eines gr\u00f6\u00dferen Kontrollsystems<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shi sieht das neue Gesetz als Teil einer umfassenderen Ver\u00e4nderung in der Regierungsf\u00fchrung der KPCh, die sich nach Beginn des Handelskonflikts zwischen den USA und China im Jahr 2018 sowie nach den Demokratieprotesten in Hongkong 2019 verst\u00e4rkt habe.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In dieser Zeit habe Peking die politische Konzepte von Xi Jinping zunehmend in Gesetze und nationale Sicherheitsma\u00dfnahmen eingebunden. Dadurch seien rechtliche Instrumente geschaffen worden, mit denen ideologische Vorgaben durchgesetzt werden k\u00f6nnten, die zuvor haupts\u00e4chlich als Parteirichtlinien galten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Jiang erkl\u00e4rte, viele dieser Gesetze verfolgten ein gemeinsames Ziel: Menschen durch Angst von Kritik abzuhalten.\u00a0\u201eDiese Gesetze wurden nicht geschaffen, um B\u00fcrger zu sch\u00fctzen\u201c, sagte er. \u201eSie dienen dazu, die Partei zu sch\u00fctzen und Menschen zum Schweigen zu bringen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Er bezweifelte, dass ein chinesisches Inlandsgesetz rechtm\u00e4\u00dfig die Meinungs\u00e4u\u00dferungen und \u00dcberzeugungen von Menschen kontrollieren k\u00f6nne, die au\u00dferhalb Chinas leben. Den Versuch bezeichnete er als rechtlich fragw\u00fcrdig und zugleich politisch aufschlussreich.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr Beobachter wie Jiang liegt die Bedeutung des neuen Gesetzes daher weniger darin, ob Peking es weltweit tats\u00e4chlich durchsetzen kann. Entscheidend sei vielmehr die Botschaft dahinter: Die KPCh betrachte ethnische Identit\u00e4t, politische Loyalit\u00e4t und \u00c4u\u00dferungen im Ausland zunehmend als Teil eines umfassenden Einflussbereichs der Partei.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Aktivisten rufen zu Widerstand und Wachsamkeit auf<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Trotz ihrer Kritik an dem neuen Gesetz sind die befragten Aktivisten der Ansicht, dass seine unmittelbare Wirkung m\u00f6glicherweise weniger rechtlicher als vielmehr psychologischer Natur sein k\u00f6nnte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Jiang erkl\u00e4rte, Pekings Ziel bestehe darin, Kritik abzuschrecken, indem Unsicherheit dar\u00fcber geschaffen werde, welche Folgen offener Widerstand gegen die Regierung haben k\u00f6nnte. \u201eDas Wichtigste ist, sich nicht einsch\u00fcchtern zu lassen\u201c, sagte er.\u00a0\u201eMenschen im Ausland sollten weiterhin ihre Freiheiten nutzen. Wenn die KPCh versucht, diese Rechte au\u00dferhalb Chinas einzuschr\u00e4nken, sollten sie sich auf die rechtlichen Schutzmechanismen ihrer jeweiligen L\u00e4nder verlassen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shobshuud warnte, dass Schweigen Peking nur dazu ermutigen w\u00fcrde, seinen Einfluss weiter auszubauen. \u201eWenn Menschen glauben, die KPCh sei zu m\u00e4chtig, um herausgefordert zu werden, und deshalb aufh\u00f6ren zu sprechen, dann ist genau das, was sie erreichen will\u201c, sagte er.\u00a0\u201eMenschen in freien und demokratischen Gesellschaften haben die M\u00f6glichkeit und die Verantwortung, ihre Stimme zu erheben. Viele Menschen in China k\u00f6nnen ihre Meinung nicht frei \u00e4u\u00dfern. Wir sollten dazu beitragen, dass ihre Stimmen geh\u00f6rt werden.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Shobshuud, der seit mehr als 40 Jahren in der Menschenrechtsbewegung der s\u00fcdlichen Mongolei aktiv ist, bezeichnete den Einsatz f\u00fcr diese Rechte als eine Aufgabe, die \u00fcber einzelne Generationen hinausgeht.\u00a0\u201eIch bin seit 46 Jahren in dieser Bewegung aktiv\u201c, sagte er. \u201eIch kann sie nicht einfach aufgeben, nur weil ich eingesch\u00fcchtert werde. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden Teil des Verm\u00e4chtnisses sein, das wir der n\u00e4chsten Generation hinterlassen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch Shi betonte, dass \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit weiterhin eine wichtige Reaktion auf Pekings Einflussversuche sei.\u00a0Er rief chinesische Gemeinschaften im Ausland dazu auf, weiterhin den Kontakt zu Politikern und der breiteren Gesellschaft zu suchen \u2013 insbesondere in westlichen L\u00e4ndern, deren Regierungen sich zunehmend mit dem Thema grenz\u00fcberschreitender Repression durch Peking befassen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aus seiner Erfahrung in Kanada heraus empfahl Shi au\u00dferdem Unternehmen, ihre Abh\u00e4ngigkeit vom chinesischen Markt zu reduzieren. Wirtschaftlicher Einfluss sei zu einem wichtigen politischen Werkzeug Pekings geworden. \u201eUnternehmen sollten vorausschauend planen\u201c, sagte er. \u201eNiemand sollte eine Gesch\u00e4ftsstrategie aufbauen, die vollst\u00e4ndig vom Zugang zum chinesischen Markt abh\u00e4ngt, denn die KPCh kann ihre Politik jederzeit \u00e4ndern.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/china\/chinas-new-ethnic-unity-law-is-tool-to-expand-ccps-transnational-repression-critics-say-6057820?ea_src=frontpage&#038;ea_med=section-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eChina\u2019s New Ethnic Unity Law Is Tool to Expand CCP\u2019s Transnational Repression, Critics Say\u201c<\/a>. (deutsche Bearbeitung: zk)<\/em><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":21115,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[133,7198],"tags":[9459,849,443,9460,1750,9461,860,9462,444,3706,98,952,1981,674,9463,9464,455,491,492,776],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21114"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21114"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21116,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21114\/revisions\/21116"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21114"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=21114"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=21114"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=21114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}