{"id":20191,"date":"2026-07-05T13:25:55","date_gmt":"2026-07-05T12:25:55","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=20191"},"modified":"2026-07-05T13:25:55","modified_gmt":"2026-07-05T12:25:55","slug":"studie-warnt-deutschland-verliert-bei-investitionen-den-anschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/05\/studie-warnt-deutschland-verliert-bei-investitionen-den-anschluss\/","title":{"rendered":"Studie warnt: Deutschland verliert bei Investitionen den Anschluss"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>McKinsey: Deutschland investiert <strong>zu wenig in neue Produktionskapazit\u00e4ten<\/strong>.<\/li>\n<li>\n<strong>Standortnachteil:<\/strong> Hohe Kosten und lange Genehmigungen bremsen Investitionen.<\/li>\n<li>DIHK: Unternehmen setzen <strong>zunehmend auf Erhalt statt Wachstum.<\/strong>\n<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deutschland galt bis vor ein paar Jahren als der wettbewerbsf\u00e4higste Industriestandort der Welt. Im letzten <a href=\"https:\/\/composite-indicators.jrc.ec.europa.eu\/explorer\/indices\/cipi\/competitive-industrial-performance-index\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eCompetitive Industrial Performance Index\u201c<\/a> der Organisation der Vereinten Nationen f\u00fcr industrielle Entwicklung belegte Deutschland aufgrund von Daten des Jahres 2022 Platz eins unter 153 Volkswirtschaften.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gemessen wurden dabei unter anderem die industrielle Wertsch\u00f6pfung, die Exportleistung und die technologische Leistungsf\u00e4higkeit der Industrie. Deutschland rangierte zudem weltweit auf Platz zwei bei den Exporten von Industrieg\u00fctern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese Bestandsaufnahme beschreibt allerdings die industrielle St\u00e4rke, die \u00fcber Jahrzehnte entstanden ist. Ob sie sich erhalten l\u00e4sst, h\u00e4ngt davon ab, was in den kommenden Jahren von Unternehmen in unserem Land investiert wird. Mit jeder Entscheidung f\u00fcr eine neue Fabrik, ein Forschungszentrum oder ein Rechenzentrum legen Unternehmen fest, wo k\u00fcnftig produziert, entwickelt und Wertsch\u00f6pfung erzielt wird.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/reiche-in-china-deutschland-zwischen-wirtschaftsinteressen-und-wachsender-abhaengigkeit-a5502185.html\"><h4 class=\"heading-4\">Deutschland zwischen Wirtschaftsinteressen und wachsender Abh\u00e4ngigkeit<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/reiche-in-china-deutschland-zwischen-wirtschaftsinteressen-und-wachsender-abhaengigkeit-a5502185.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Deutschland zwischen Wirtschaftsinteressen und wachsender Abh\u00e4ngigkeit\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/enznekazu7-v5-ax-s2048-420x280.a5c5ac6d70216f3ed4aba6aa29ae9971.webp\" class=\"wp-image-20198\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/enznekazu7-v5-ax-s2048-420x280.a5c5ac6d70216f3ed4aba6aa29ae9971.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/enznekazu7-v5-ax-s2048-420x280.a5c5ac6d70216f3ed4aba6aa29ae9971-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Genau dort sieht das McKinsey Global Institute erhebliche Schw\u00e4chen. Die gerade ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/mgi\/our-research\/catalyzing-competitiveness-where-investment-happens-and-why#\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> \u201eCatalyzing Competitiveness: Where Investment Happens and Why\u201c (zu Deutsch: Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00f6rdern: Wo investiert wird und warum) zeigt, dass Unternehmen in Deutschland kaum noch zus\u00e4tzlich in Fabriken, Anlagen und andere produktive Infrastrukturen investieren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Nettoinvestitionen \u2013 also die Investitionen, die nach Abzug der Abschreibungen tats\u00e4chlich zus\u00e4tzliche Produktionskapazit\u00e4ten schaffen \u2013 betragen nur noch 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit bildet Deutschland unter den gro\u00dfen Industriestaaten das Schlusslicht und liegt damit deutlich hinter den Vereinigten Staaten, China und auch dem Durchschnitt der Mitgliedsl\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Investitionen als Ma\u00dfstab der Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das McKinsey Global Institute w\u00e4hlt einen anderen Zugang zur Frage der Wettbewerbsf\u00e4higkeit als andere \u00f6konomische Studien. Statt Steuerbelastungen, Lohnkosten oder B\u00fcrokratie in den Mittelpunkt zu stellen, betrachten die Autoren die Investitionsentscheidungen der Unternehmen. Dahinter steht die \u00dcberlegung, dass Investitionen dort erfolgen, wo optimale wirtschaftliche Aussichten erwartet werden. Im Bericht hei\u00dft es:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><blockquote>\u201eUnternehmen investieren dort, wo sie die besten Erfolgschancen sehen.\u201c<\/blockquote><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ber\u00fccksichtigt werden dabei produktive Investitionen, also Ausgaben f\u00fcr Fabriken, Maschinen, Infrastruktur sowie f\u00fcr Forschung, Software und andere immaterielle Verm\u00f6genswerte. Sie entscheiden nicht nur dar\u00fcber, wo heute produziert wird, sondern auch dar\u00fcber, welche Regionen k\u00fcnftig ihre Produktivit\u00e4t steigern und neue Technologien entwickeln k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">International entwickeln sich diese Investitionen seit Jahren sehr unterschiedlich. China investiert j\u00e4hrlich rund 5,9 Billionen US-Dollar (5,17 Billionen Euro) in produktive Anlagen, die Vereinigten Staaten etwa 5,1 Billionen Dollar (4,47 Billionen Euro) und die Summe der Mitgliedsl\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union (EU-27) 2,27 Billionen Euro. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Blick auf die Nettoinvestitionen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">China erweitert seinen Kapitalstock jedes Jahr um rund 23 Prozent seiner Wirtschaftsleistung. Die Vereinigten Staaten kommen auf etwa 4 Prozent, die EU-27\u00a0auf rund 2 Prozent. Deutschland erreicht lediglich 0,2 Prozent. Nach Berechnungen der Autoren m\u00fcsste Europa seine produktiven Investitionen j\u00e4hrlich um 750 bis 800 Milliarden Euro erh\u00f6hen, um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Hohe Kosten bremsen neue Projekte<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Warum Unternehmen neue Produktionsst\u00e4tten h\u00e4ufig anderswo errichten, untersuchte die Studie anhand von zehn konkreten Investitionsvorhaben. Verglichen werden unter anderem Halbleiterwerke, Batteriefabriken, Chemieanlagen, Rechenzentren sowie Forschungsprojekte in der Pharma- und Automobilindustrie.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dabei flie\u00dfen s\u00e4mtliche Kosten \u00fcber den gesamten Lebenszyklus eines Projekts ein \u2013 vom Bau \u00fcber Finanzierung und Energie bis zum laufenden Betrieb. F\u00fcr Deutschland ergibt sich ein einheitliches Bild. Je nach Branche liegen die Gesamtkosten neuer Investitionen zwischen 40 und mehr als 250 Prozent \u00fcber denen des jeweils wettbewerbsf\u00e4higsten Standorts.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wirtschaft-unter-druck-welle-an-insolvenzen-erschuettert-deutschland-und-europa-a5482519.html\"><h4 class=\"heading-4\">Wirtschaft unter Druck: Welle an Insolvenzen ersch\u00fcttert Deutschland und Europa<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wirtschaft-unter-druck-welle-an-insolvenzen-erschuettert-deutschland-und-europa-a5482519.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Wirtschaft unter Druck: Welle an Insolvenzen ersch\u00fcttert Deutschland und Europa\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/3g4wqr2d2h-v12-ax-s2048-420x280.fd1badb6d4bd3d78b00888badd923514.webp\" class=\"wp-image-20199\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/3g4wqr2d2h-v12-ax-s2048-420x280.fd1badb6d4bd3d78b00888badd923514.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/3g4wqr2d2h-v12-ax-s2048-420x280.fd1badb6d4bd3d78b00888badd923514-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bei Halbleiterwerken betr\u00e4gt der Kostennachteil gut 40 Prozent. Die Entwicklung neuer Elektrofahrzeugplattformen oder innovativer Biopharmazeutika verursacht bei deutschen oder amerikanischen Unternehmen Kosten, die drei- bis viermal so hoch sind wie bei chinesischen Wettbewerbern. In der chemischen Industrie verteuert prim\u00e4r der Energiepreis die Produktion. Die Herstellung von Polyethylen kostet in Deutschland aufgrund der Erdgaspreise ungef\u00e4hr doppelt so viel wie in den Vereinigten Staaten oder Saudi-Arabien.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Mehr als ein Energieproblem<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die hohen Strompreise geh\u00f6ren zu den bekanntesten Standortnachteilen Deutschlands. Nach Auffassung der Autoren greifen sie als Erkl\u00e4rung jedoch zu kurz. Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit werde durch mehrere Faktoren gleichzeitig beeintr\u00e4chtigt. Dazu z\u00e4hlen h\u00f6here L\u00f6hne, die sich nach Ansicht der Autoren nicht mehr vollst\u00e4ndig in einer entsprechend h\u00f6heren Produktivit\u00e4t niederschlagen. Hinzu kommen gestiegene Baukosten, lange Projektlaufzeiten und ein hohes Ma\u00df an B\u00fcrokratie.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders deutlich wird dies bei Genehmigungsverfahren. F\u00fcr ein nicht wohnwirtschaftliches Bauprojekt vergehen in Deutschland laut der Studie durchschnittlich rund 200 Tage, bis eine Genehmigung vorliegt. In den Vereinigten Staaten dauert ein vergleichbares Verfahren etwa 60, in China rund 40 Tage. Gerade in Branchen, in denen Produkte immer schneller auf den Markt kommen m\u00fcssen, wird die Zeit damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Nicht jeder Kostennachteil kann beseitigt werden<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass Unternehmen Investitionsentscheidungen nicht allein nach den niedrigsten Kosten treffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Jan Mischke, Partner beim McKinsey Global Institute, sagte: \u201eKosten sind dabei nur ein Kriterium. \u00dcber den Standort entscheiden auch politische Stabilit\u00e4t, Kapitalmarktzugang, Verf\u00fcgbarkeit von Talenten und Infrastruktur. Unsere Analyse legt bewusst die reine Kostenperspektive offen.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zugleich warnt er davor, die Analyse auf eine reine Standortkritik zu reduzieren. \u201eDeutschland hat enormes industrielles Know-how. Entscheidend ist jetzt, dass Investitionsvorhaben hier wieder schneller und verl\u00e4sslicher gerechnet werden k\u00f6nnen.\u201c<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wirtschaftsverbaende-warnen-vor-kipppunkt-fuer-standort-deutschland-a5419687.html\"><h4 class=\"heading-4\">Wirtschaftsverb\u00e4nde warnen vor \u201eKipppunkt\u201c f\u00fcr Standort Deutschland<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/wirtschaftsverbaende-warnen-vor-kipppunkt-fuer-standort-deutschland-a5419687.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Wirtschaftsverb\u00e4nde warnen vor \u201eKipppunkt\u201c f\u00fcr Standort Deutschland\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/5hocbulwr6-v1-ax-s2048-420x280.9e1e5f6f138324b9e0760d61ac6d7979.webp\" class=\"wp-image-20200\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/5hocbulwr6-v1-ax-s2048-420x280.9e1e5f6f138324b9e0760d61ac6d7979.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/5hocbulwr6-v1-ax-s2048-420x280.9e1e5f6f138324b9e0760d61ac6d7979-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Produktivit\u00e4t statt Subventionen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aus den Ergebnissen leiten die Autoren mehrere Ansatzpunkte f\u00fcr Unternehmen ab. Sie messen ein gr\u00f6\u00dferes Gewicht bei einer konsequenten Industrialisierung des Bauens sowie einem st\u00e4rkeren Einsatz von Automatisierung und k\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Weiterhin pl\u00e4dieren sie daf\u00fcr, sich st\u00e4rker auf Technologien und Branchen zu spezialisieren und zu konzentrieren, bei denen Deutschland nicht \u00fcber den Preis konkurrieren muss. Dazu z\u00e4hlen industrielle Anwendungen K\u00fcnstlicher Intelligenz, Halbleiterausr\u00fcstung, Feststoffbatterien oder industrielle Biotechnologie.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr Mischke w\u00e4re es allerdings ein Fehler, auf bessere Rahmenbedingungen zu warten. \u201eWenngleich das Investitionsumfeld sicher nicht ideal ist, bleibt Abwarten f\u00fcr Unternehmen die teuerste Option. Gerade gro\u00dfe und dynamische Unternehmen k\u00f6nnen vorangehen und das Umfeld selbst gestalten.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Studie beschreibt damit keinen raschen Verlust der industriellen St\u00e4rke Deutschlands. Im Gegenteil: Die Daten der UNIDO zeigen, dass die Bundesrepublik ihre Spitzenposition in der Industrie bis vor Kurzem behauptet hat.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Befund lautet vielmehr, dass diese St\u00e4rke zunehmend auf fr\u00fcheren Investitionen beruht. Ob Deutschland auch k\u00fcnftig zu den f\u00fchrenden Industriestandorten z\u00e4hlt, wird davon abh\u00e4ngen, ob Unternehmen wieder h\u00e4ufiger neue Produktionsanlagen, Forschungseinrichtungen und Zukunftstechnologien im Land aufbauen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Investitionsbereitschaft auf einem\u00a0Tiefstand<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dass dies derzeit eher unwahrscheinlich erscheint, zeigt die <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/newsroom\/konjunkturumfrage-fruehsommer-2026-178080\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konjunkturumfrage<\/a>\u00a0der Deutschen Industrie- und Handelskammer aus dem Fr\u00fchsommer dieses Jahres unter mehr als 23.000 Unternehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Investitionsbereitschaft ist demnach weiter gesunken: Nur noch 23 Prozent der Betriebe beabsichtigen, ihre Investitionsbudgets auszuweiten, 34 Prozent planen K\u00fcrzungen. Der Saldo der Investitionsabsichten fiel auf minus 11 Punkte, den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gleichzeitig geben 67 Prozent der Unternehmen an, vorwiegend in den Ersatz bestehender Anlagen zu investieren. Lediglich 19 Prozent planen noch Kapazit\u00e4tserweiterungen. Das ist laut DIHK ein Wert, der zuletzt w\u00e4hrend der Finanzkrise 2009 \u00e4hnlich niedrig war.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">DIHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Helena Melnikov fasst die Lage entsprechend drastisch zusammen: \u201eAnders als in fr\u00fcheren Krisen haben viele Betriebe kaum noch Reserven, um den Belastungen etwas entgegenzusetzen. Wir leben in Deutschland von der Substanz.\u201c<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Damit zeichnet die DIHK ein \u00e4hnliches Bild wie die McKinsey-Studie, allerdings aus der Perspektive der Unternehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00e4hrend McKinsey zeigt, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb zu wenig neue Produktionskapazit\u00e4ten aufbaut, macht die Umfrage deutlich, warum: Viele Betriebe konzentrieren sich inzwischen darauf, bestehende Anlagen zu erhalten, statt in Wachstum zu investieren. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung f\u00fcr den Industriestandort Deutschland.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":20192,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,131],"tags":[118,443,29,351,373,1772,9259,123,6083,32,4747,484,9260,9261,9262,8660,128,104,809,26],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20191"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20191"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20201,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20191\/revisions\/20201"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20191"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=20191"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=20191"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=20191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}