{"id":19981,"date":"2026-07-05T08:25:16","date_gmt":"2026-07-05T07:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=19981"},"modified":"2026-07-05T08:25:16","modified_gmt":"2026-07-05T07:25:16","slug":"vom-verlust-der-schonen-handwerkskunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/05\/vom-verlust-der-schonen-handwerkskunst\/","title":{"rendered":"Vom Verlust der sch\u00f6nen Handwerkskunst"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Wagen \u00e4hnelt einer kunstvoll verzierten Kutsche oder einem Karren mit geschwungenen Metallverzierungen in Form von Efeu und Bl\u00e4ttern, die an Filigranarbeit erinnern. Durch die Ber\u00fchrung vieler H\u00e4nde war das Holz glatt geschliffen. Es handelte sich um eine sehr fr\u00fche Form des Feuerwehrautos, im Wesentlichen eine gro\u00dfe, von Pferden gezogene Pumpe mit einem Schlauch zur Brandbek\u00e4mpfung. Doch man k\u00f6nnte es f\u00fcr ein Kunstwerk halten, was durchaus verst\u00e4ndlich w\u00e4re.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der Mitte des Wagens war eine Pumpe angebracht, die wie ein kleiner Baum emporragte. Ihre \u201e\u00c4ste\u201c waren die langen Griffe, die ein Team von M\u00e4nnern auf beiden Seiten bet\u00e4tigt hatte, indem sie diese auf und ab hoben. So wurde Wasser aus einem nahegelegenen See oder Fluss in den Schlauch gepumpt, der dann auf die Flammen gerichtet werden konnte.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/Flame_SW06.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"542\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534734 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/Flame_SW06-700x542.dbece186beacad73c091ce47a2d3da3c.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Feuerwehrfahrzeuge aus dem 19. Jahrhundert, ausgestellt im \u201eHall of Flame Museum of Firefighting\u201c in Phoenix.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Scotwriter21, Eigenes Werk | <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Im selben Museum konnte ich auch eine Muskete aus dem 18. Jahrhundert sehen. Ihr Schaft war lang und schlank wie der Stamm eines jungen Baums. Sie wirkte so leicht wie Luft, eine Waffe, die so geschmeidig war, dass man sie mit den Gedanken richten konnte. Sowohl das Holz als auch das Metall waren filigran und mit wundersch\u00f6nen botanischen Motiven graviert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Drang, Werkzeuge des Todes mit Sch\u00f6nheit zu schm\u00fccken, reicht weiter zur\u00fcck als die Entstehungszeit dieser Muskete. Man muss sich nur einen r\u00f6mischen Gladius oder das mit Gold eingelegte Breitschwert eines mittelalterlichen K\u00f6nigs ansehen. Ihre t\u00f6dliche Pracht muss im Herzen ihrer Tr\u00e4ger Mut entfacht haben \u2013 und Angst in denen ihrer Feinde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Warum haben wir uns im Westen von dieser Philosophie der Handwerkskunst, die Kunstfertigkeit mit N\u00fctzlichkeit und Sch\u00f6nheit verbindet, entfernt? Ist es an der Zeit, die utilitaristische (oder nutzenorientierte) Denkweise hinter uns zu lassen und zu einer fr\u00fcheren Art des Handwerks zur\u00fcckzukehren?<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-2219947488.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"335\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534861 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-2219947488-700x335.f9d5ef9c7be877f0874b53813eb3ecc5.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Eine aufwendig verzierte Vorderladerpistole mit elfenbeinfarbenem Griff aus dem 18. Jahrhundert, die in L\u00ecege, Belgien, hergestellt wurde.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: stitched photography\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Was uns verloren gegangen ist<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Einstellung unserer Vorfahren war zutiefst menschlich: Die Handwerkskunst jener Zeit wusste, dass die menschliche Seele mehr als nur Funktionalit\u00e4t sch\u00e4tzt. Wir sehnen uns nach vermeintlich \u201eunn\u00f6tigen\u201c Eigenschaften wie Sch\u00f6nheit, Anmut und Best\u00e4ndigkeit, da sie unseren spirituellen Anteil ansprechen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein eher allt\u00e4gliches Beispiel sind Laternenpf\u00e4hle. Vergleichen wir einen Laternenpfahl aus dem 19. Jahrhundert, wie er einst die pr\u00e4chtigen Stra\u00dfen Londons s\u00e4umte, mit einem modernen Laternenpfahl: Der Laternenpfahl aus der viktorianischen Zeit erhebt sich anmutig und majest\u00e4tisch \u00fcber die Stra\u00dfe wie ein m\u00e4rchenhafter Baum, dessen Fr\u00fcchte Flammen sind. Der alte Laternenpfahl ist mit verspielten Metallornamenten in organischen Formen verziert \u2013 eigentlich v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig. Der moderne Laternenpfahl hingegen konzentriert sich auf Effizienz und Zweckm\u00e4\u00dfigkeit: Es gibt keinerlei Verzierungen \u2013 lediglich eine LED-Leuchte an einem Mast.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-177466086.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534863 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-177466086-700x467.a7b260cae97e04745fe3c13a6a548c55.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Londoner Laternenpf\u00e4hle mit Drachen auf ihren Spitzen.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: bycostello\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-2230640832.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"525\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534865 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-2230640832-700x525.1da660be9cd5636031663dfcd2426995.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Heutige Stra\u00dfenlaternen sind ausschlie\u00dflich auf ihre Funktion ausgelegt, nicht auf \u00c4sthetik.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Christopher Snape\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zwar gibt es Ausnahmen, doch insgesamt trifft dies auf die meisten modernen Versionen von Werkzeugen, Maschinen, M\u00f6beln, Geb\u00e4uden und anderen Dingen zu. Dabei f\u00e4llt auf, dass zeitgen\u00f6ssischen Gegenst\u00e4nden die Verzierungen, organischen Formen sowie das Gesp\u00fcr f\u00fcr Symmetrie und Proportionen fehlen, die ihre historischen Vorl\u00e4ufer auszeichneten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Unsere Vorfahren waren sehr darauf bedacht, N\u00fctzlichkeit und Sch\u00f6nheit miteinander zu verbinden. Sie wollten, dass ihre Werkzeuge nicht nur gut verarbeitet und effektiv, sondern auch sch\u00f6n anzusehen sind. So fand die Sch\u00f6nheit Eingang in den Alltag. Bemerkenswerterweise investierten diese Menschen zus\u00e4tzliche Zeit, Materialien und Geld in die Versch\u00f6nerung ihrer Umgebung und ihrer Gegenst\u00e4nde, obwohl ihnen weitaus weniger Ressourcen zur Verf\u00fcgung standen als uns heute.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang der Handwerkskunst liegt auch in den Designbewegungen der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/bright\/a-case-for-beauty-in-our-cities-5917482\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bauhaus-Designschule<\/a> nach dem Ersten Weltkrieg beispielsweise stellte Funktionalit\u00e4t und Erschwinglichkeit \u00fcber Sch\u00f6nheit. Diese sozialistisch gepr\u00e4gte utilitaristische Bewegung hinterfragte die klassischen \u201eb\u00fcrgerlichen\u201c Ideale von Sch\u00f6nheit und Symmetrie und strebte gleichzeitig danach, Kunst, Architektur und M\u00f6bel zu schaffen, die sich leicht in Massenproduktion herstellen lie\u00dfen, um den Wiederaufbau und die Erneuerung der Ruinen im Europa der Nachkriegszeit zu unterst\u00fctzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In \u00e4hnlicher Weise setzte der Brutalismus der 1950er-Jahre auf karge, freiliegende, raue Formen und Texturen und schloss bewusst jegliche Aspekte der Sch\u00f6nheit aus seinen Entw\u00fcrfen aus. Wir leben noch immer in den Nachwehen des Bauhaus, des Brutalismus und \u00e4hnlicher Designbewegungen mit ihrer kargen, industriellen \u00c4sthetik.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-480503898.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"423\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534868 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-480503898-700x423.d1560c05828507ee1fb638a73507d084.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Geb\u00e4ude aus verschiedenen Epochen in der Innenstadt von Prag verdeutlichen die starken Ver\u00e4nderungen in der Architektur im Laufe der Jahre.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: prill\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Demgegen\u00fcber spiegelt die Verbindung von Sch\u00f6nheit und Produktivit\u00e4t eine von Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber der Welt gepr\u00e4gte Haltung wider. Sch\u00f6nheit spricht unsere Vernunft an und vermittelt uns Zugang zu Sinn. Handwerker und K\u00fcnstler erkennen in der Welt Sch\u00f6nheit und Ordnung, die \u00fcber die blo\u00dfen materiellen Gegebenheiten hinausgehen. Sie finden darin Sinn. Sie sehen beispielsweise, dass ein Baum mehr ist als nur Rinde, Bl\u00e4tter und Wurzeln \u2013 er besitzt Ganzheitlichkeit, Harmonie, Verst\u00e4ndlichkeit und eine F\u00fclle sinnlicher Anziehungskraft, die nur als sch\u00f6n bezeichnet werden kann.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Handwerker erkennen solche Muster in der Welt und m\u00f6chten sie ganz selbstverst\u00e4ndlich in ihren eigenen Werken nachbilden. Sie m\u00f6chten, dass ihre Werke mehr sind als eine Anordnung n\u00fctzlicher Teile. Sie m\u00f6chten, dass sie eine tiefere Bedeutung haben und etwas von der geheimnisvollen \u201e\u00fcberfl\u00fcssigen\u201c Sch\u00f6nheit einfangen, die der Welt innewohnt.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-2265465341.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534905 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-2265465341-700x467.90f4b6ff7b861f22a06b5a012e87045e.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Selbst das Automobildesign ist mittlerweile weitgehend funktionaler und weniger auf \u00c4sthetik ausgerichtet.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Joe Morris\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die Wiederbelebung bewusster Handwerkskunst<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Historische Artefakte zeigen, dass \u00e4sthetisches Empfinden und ein tiefes Gef\u00fchl f\u00fcr nat\u00fcrliche Harmonie einst die Gestaltung von Gebrauchsgegenst\u00e4nden ma\u00dfgeblich bestimmt haben. Dieses Empfinden ist auch heute noch in uns lebendig, wenngleich es die Produktion von Waren l\u00e4ngst nicht mehr pr\u00e4gt wie einst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So erkennen wir intuitiv den besonderen Wert einer handgefertigten Bambus-Fliegenrute mit kunstvoll eingelegtem Fischgr\u00e4tmuster im Griff gegen\u00fcber einer schlichten, industriell gefertigten Fiberglasrute. Beide erf\u00fcllen denselben Zweck, doch die eine zeugt von sorgf\u00e4ltiger handwerklicher Vollendung. Menschen sind bereit, f\u00fcr ein solches Objekt mehr zu bezahlen \u2013 nicht wegen eines funktionalen Vorteils, sondern weil seine Gestaltung ihm eine zus\u00e4tzliche, immaterielle Qualit\u00e4t verleiht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die menschliche Natur hat sich darin kaum ver\u00e4ndert; vielmehr scheint unser Bewusstsein f\u00fcr die Bedeutung dieser Eigenschaft mit der Zeit verblasst zu sein.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\">\n<div class=\"mb-3 text-start\"><a href=\"https:\/\/images-de.epochtimes.de\/uploads\/2026\/06\/iStock-506764358.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/div>\n<div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"467\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5534909 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/07\/iStock-506764358-700x467.acfe9ddc33cf95f1a051ff6709932912.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Hochwertige Handwerkskunst kann zwar etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber daf\u00fcr schafft sie wundersch\u00f6ne Produkte.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Mehtap Orgun\/iStock<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dass der in uns innewohnende Hang zur Sch\u00f6nheit nachgelassen hat, ist das Ergebnis einer langen und komplexen Entwicklung. Es h\u00e4ngt jedoch eng mit der Denkweise zusammen, die heute die industrielle Fertigung pr\u00e4gt, n\u00e4mlich der \u201eLogik der Fabrik\u201c. Diese unterscheidet sich grundlegend vom Geist des Handwerks. W\u00e4hrend die industrielle Sichtweise die Welt vor allem als Rohstoff begreift, der geformt und verwertet werden soll, verstand das traditionelle Handwerk sie als geordnete Wirklichkeit, an der man sich orientieren konnte. Im Vordergrund stehen hier Ma\u00dfstab, Effizienz, Erschwinglichkeit und Funktionalit\u00e4t \u2013 eine stark vom Materiellen gepr\u00e4gte Haltung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Handwerksmentalit\u00e4t legt hingegen weniger Wert auf Quantit\u00e4t als auf Qualit\u00e4t. Erschwinglichkeit tritt hinter Bewunderungsw\u00fcrdigkeit zur\u00fcck. Das Handwerk hat ein spirituelles Bewusstsein f\u00fcr Eigenschaften, die \u00fcber den materiellen Nutzen hinaus erstrebenswert sind.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zweifellos bringt die \u201eLogik der Fabrik\u201c zahlreiche Vorteile mit sich. Nie zuvor hatten wir Zugang zu so vielen G\u00fctern zu so g\u00fcnstigen Preisen wie heute. Es lohnt sich jedoch, dar\u00fcber nachzudenken, was verloren gegangen ist, als die Werkst\u00e4tten der kleinen Handwerker von Fabriken abgel\u00f6st wurden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Verlust der Harmonie zwischen Sch\u00f6nheit und N\u00fctzlichkeit geht eng mit dem Aufkommen des Industrialismus einher. Als Waren nicht l\u00e4nger das Ergebnis menschlicher Handwerkskunst, sondern maschineller Produktion geworden sind, haben sie ihre menschliche Note verloren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Maschinen haben keinen Bedarf an Sch\u00f6nheit. Wir jedoch schon.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Dieser Artikel erschien im Original auf <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">theepochtimes.com<\/a> unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/bright\/the-lost-art-of-beautiful-craftsmanship-6021433\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eThe Lost Art of Beautiful Craftsmanship\u201c<\/a>. (redaktionelle Bearbeitung: ee)<\/em><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":19982,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2113,7259,7198],"tags":[],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19981"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19981"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19983,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19981\/revisions\/19983"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19981"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=19981"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=19981"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=19981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}