{"id":18729,"date":"2026-07-01T07:55:27","date_gmt":"2026-07-01T06:55:27","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=18729"},"modified":"2026-07-01T07:55:27","modified_gmt":"2026-07-01T06:55:27","slug":"digitaler-euro-kommt-naher-so-soll-das-neue-digitale-bargeld-funktionieren-20260702-0441-556350","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/07\/01\/digitaler-euro-kommt-naher-so-soll-das-neue-digitale-bargeld-funktionieren-20260702-0441-556350\/","title":{"rendered":"Digitaler Euro kommt n\u00e4her: So soll das neue digitale Bargeld funktionieren"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wie Bargeld, aber nicht zum Anfassen: Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) will den digitalen Euro einf\u00fchren, den Verbraucher zum Bezahlen auf ihrem Handy speichern k\u00f6nnen. Daf\u00fcr braucht es zun\u00e4chst einen EU-weiten Rechtsrahmen. Der Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments hat am 23. Juni mit 43 zu 14 Stimmen den Weg daf\u00fcr geebnet.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In einer zweiteiligen Serie erkl\u00e4rt Epoch Times, wie der digitale Euro funktionieren soll, welche problematischen Punkte es gibt und warum die Kritiker des Projekts einen Teilerfolg errungen haben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Was ist der digitale Euro?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU beschreibt den digitalen Euro gern als digitales Bargeld. Das Geld liegt also nicht auf einem Bankkonto oder in einem Aktiendepot, sondern in einem sogenannten digitalen Geldbeutel. Dieser Geldbeutel ist in der Praxis eine App auf dem Smartphone, in der die digitalen Euros gespeichert sind. Sie sollen wie Scheine und M\u00fcnzen sofort verf\u00fcgbar sein \u2013 sogar ohne Internetverbindung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Sollen Scheine und M\u00fcnzen abgeschafft werden?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nein, die EZB will Bargeld und digitale Euros ausgeben. Verbraucher k\u00f6nnen beides parallel nutzen. Die Bereitstellung von Bargeld soll sogar gesetzlich garantiert werden. Fernando Navarrete Rojas, Mitglied des Wirtschaftsausschusses des EU-Parlaments, erkl\u00e4rte laut dem Portal <a href=\"https:\/\/www.btc-echo.de\/schlagzeilen\/digitaler-euro-rueckt-naeher-droht-europas-groesster-eingriff-ins-geldsystem-233018\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ebtc-echo.de\u201c<\/a>:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><blockquote>\u201eMit dem W\u00e4hrungspaket sch\u00fctzen wir die Freiheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, ihr Zahlungsmittel selbst zu w\u00e4hlen. Wir st\u00e4rken den Zugang zu und die Akzeptanz von Bargeld und stellen gleichzeitig Zentralbankgeld in digitaler Form zur Verf\u00fcgung. Der digitale Euro wird Bargeld erg\u00e4nzen, niemals ersetzen.\u201c<\/blockquote><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Wie bekomme ich digitale Euros?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wer eine Banking-App nutzt, kann Geld dort vom Konto in den digitalen Geldbeutel (Wallet) verschieben. F\u00fcr die Bank funktioniert das \u00e4hnlich, als h\u00e4tte der Kontoinhaber das Geld an einem Automaten abgehoben. Verbraucher k\u00f6nnen sich au\u00dferdem digitale Euros untereinander schicken \u2013 auch ohne Bankkonto.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Allerdings m\u00f6chte die EZB eine Obergrenze f\u00fcr den digitalen Geldbeutel einf\u00fchren. Sie will damit vermeiden, dass digitale Euros gehortet werden. Anders ausgedr\u00fcckt handelt es sich dabei um eine Deckelung von Privatbesitz. Das Portal \u201eheise.de\u201c <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitale-Waehrung-EU-Parlament-stellt-die-Weichen-fuer-den-digitalen-Euro-11341948.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtet<\/a>, dass die H\u00f6chstgrenze von der EU-Kommission festgelegt und alle zwei Jahre \u00fcberpr\u00fcft werden soll. Als Basis diene eine Empfehlung der EZB. Das EU-Parlament w\u00fcnscht sich dabei ein Mitspracherecht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Unternehmen sollen Zahlungen in digitalen Euros sogar nur 24 Stunden lang halten d\u00fcrfen, bevor das Geld weitergeschoben werden muss.<\/span><\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Wo kann ich damit bezahlen?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In fast allen Gesch\u00e4ften und im Internet. H\u00e4ndler sollen zur Annahme verpflichtet werden \u2013 mit Ausnahme von Kleinstbetrieben und Selbstst\u00e4ndigen. Das hei\u00dft: Alle H\u00e4ndler, die heute Kartenzahlungen akzeptieren, sollen k\u00fcnftig auch digitale Euros annehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch bei Onlinebestellungen soll die Bezahlung mit D\u20ac (so die Abk\u00fcrzung f\u00fcr den digitalen Euro) standardm\u00e4\u00dfig als Zahlungsmittel m\u00f6glich sein.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Bezahlen wir nicht schon jetzt h\u00e4ufig digital?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ja, aber normalerweise ist ein Drittanbieter im Spiel. Bei Kredit- und Debitkarten sind das h\u00e4ufig die US-Anbieter Visa und Mastercard, bei Onlinezahlungen Dienstleister wie PayPal oder Klarna. Diese erheben oft Geb\u00fchren und sammeln Daten \u00fcber ihre Nutzer.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Digitale Euros w\u00fcrden \u2013 wie Bargeld \u2013 direkt von der EZB ausgegeben. Die EU will damit unabh\u00e4ngiger von US-Dienstleistern werden. F\u00fcr private Nutzer sollen nach dem aktuellen Entwurf keine Geb\u00fchren anfallen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Was passiert beim digitalen Euro mit meinen Daten?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EZB verspricht, dass beim Offlinebezahlen keine Daten gespeichert werden. Ein kryptografisches Verfahren namens Zero-Knowledge-Proofs soll die Daten anonymisieren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Anders als private Finanzdienstleister darf die EZB die Daten nicht f\u00fcr gesch\u00e4ftliche Zwecke nutzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Banken und Ermittlungsbeh\u00f6rden d\u00fcrften \u2013 wie schon heute \u2013 eingreifen, wenn der Verdacht auf Geldw\u00e4sche oder Terrorismusfinanzierung besteht. Das Europ\u00e4ische Parlament und der Rat der 27 EU-Staaten m\u00fcssen die Datenschutzregeln jedoch noch im Detail aushandeln.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Ist der digitale Euro eine Kryptow\u00e4hrung?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nein, ein digitaler Euro w\u00e4re von der EZB abgesichert und damit immer genau 1 Euro wert \u2013 anders als Kryptow\u00e4hrungen, die nicht zentral verwaltet werden und deren Kurs oft schwankt. Nat\u00fcrlich kann auch ein digitaler Euro durch Inflation an Kaufkraft verlieren \u2013 wie der heutige Euro.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Digitale Euros sollen auch ohne Internetverbindung auf einem digitalen Endger\u00e4t (Smartphone) verf\u00fcgbar sein. Das bedeutet allerdings auch: Wer sein Ger\u00e4t mit der digitalen Brieftasche verliert, verliert auch sein Guthaben unwiderruflich \u2013 \u00e4hnlich wie bei einer verlorenen Brieftasche im realen Leben.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><strong>Wann will die EZB den digitalen Euro einf\u00fchren?<\/strong><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das kommt darauf an, wie schnell die Verhandlungen vorankommen. Die EZB bereitet sich eigenen Angaben zufolge darauf vor, ab 2029 die ersten digitalen Euros ausgeben zu k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>In der n\u00e4chsten Ausgabe der Epoch Times folgt eine Analyse des digitalen Euros mit Stellungnahmen von Bef\u00fcrwortern und Kritikern.\u00a0<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">(afp\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":18730,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134],"tags":[],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18729"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18729"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18731,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18729\/revisions\/18731"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18729"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=18729"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=18729"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=18729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}