{"id":15157,"date":"2026-06-17T09:22:25","date_gmt":"2026-06-17T08:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=15157"},"modified":"2026-06-17T09:22:25","modified_gmt":"2026-06-17T08:22:25","slug":"neue-stahlzolle-ab-juli-2026-was-die-neuen-eu-schutzmasnahmen-fur-deutschland-bedeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/06\/17\/neue-stahlzolle-ab-juli-2026-was-die-neuen-eu-schutzmasnahmen-fur-deutschland-bedeuten\/","title":{"rendered":"Neue Stahlz\u00f6lle ab Juli 2026: Was die neuen EU-Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Deutschland bedeuten"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>\n<strong>EU versch\u00e4rft Stahlschutz:<\/strong> Ab Juli 2026 gelten deutlich niedrigere Importquoten und h\u00f6here Strafz\u00f6lle. Die Ma\u00dfnahmen sollen Europas Stahlindustrie vor Billigimporten und globalen \u00dcberkapazit\u00e4ten sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>\n<strong>Rippel sieht wichtige Entlastung:<\/strong> Die Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl bewertet die neuen Regeln als notwendige Voraussetzung f\u00fcr Investitionen und den Umbau zu klimaneutraler Produktion, fordert aber zus\u00e4tzlich niedrigere Energiepreise und bessere Standortbedingungen.<\/li>\n<li>\n<strong>Standortpolitik bleibt entscheidend:<\/strong> Trotz der neuen Schutzma\u00dfnahmen warnt Rippel vor ungel\u00f6sten Problemen wie hohen Energiekosten, schwacher Nachfrage und internationalem Wettbewerbsdruck. Z\u00f6lle allein k\u00f6nnten die Krise nicht l\u00f6sen.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Am 1. Juli 2026 werden die Karten auf dem europ\u00e4ischen Stahlmarkt neu gemischt. Mit den <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/press-room\/20260513IPR43305\/neue-massnahmen-zum-schutz-des-eu-stahlmarktes-vor-uberkapazitaten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sch\u00e4rfsten Schutzma\u00dfnahmen<\/a> seit Jahren begrenzt die EU den Zustrom ausl\u00e4ndischen Stahls und setzt auf h\u00f6here Strafz\u00f6lle sowie strengere Herkunftsnachweise. Die Erwartungen sind hoch: Europas Stahlhersteller sollen gest\u00e4rkt, Investitionen gesichert und die industrielle Basis des Kontinents gesch\u00fctzt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Doch k\u00f6nnen Z\u00f6lle und Importbeschr\u00e4nkungen die tiefgreifenden Probleme der Branche tats\u00e4chlich l\u00f6sen? Dar\u00fcber spricht Kerstin Maria Rippel, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl im Interview mit Epoch Times. Er erl\u00e4utert, welche Bedeutung die neuen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den milliardenschweren Umbau zur klimaneutralen Stahlproduktion haben, wie wirksam die neue \u201eMelt and Pour\u201c-Regel gegen Umgehungsgesch\u00e4fte ist und welche Folgen die versch\u00e4rften Importbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Industrie, Lieferketten und den deutschen Mittelstand erwarten lassen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Das EU-Parlament hat am 19. Mai neue Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr den Stahlmarkt beschlossen. Die zollfreien Importmengen werden ab Juli 2026 drastisch reduziert, gleichzeitig verdoppelt sich der Strafzoll auf 50 Prozent. Ist das der Schritt, der der deutschen Stahlindustrie wieder auf die Beine helfen kann?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Seit 2015 hat sich der Importanteil in die EU nahezu verdoppelt. Trotz schwacher Nachfrage steigen die Importe weiter, was Preisverfall, Handelsdefizit, Kapazit\u00e4tsabbau und Arbeitsplatzverluste verursacht. Die neuen Ma\u00dfnahmen sind ein sehr wichtiger Schritt, um den europ\u00e4ischen Stahlmarkt wieder zu stabilisieren. Sie setzen erstmals klar dort an, wo die Probleme entstehen: bei globalen \u00dcberkapazit\u00e4ten und verzerrten Wettbewerbsbedingungen. Damit schaffen sie bessere Voraussetzungen f\u00fcr mehr Fairness und Planungssicherheit. Die Schutzma\u00dfnahmen sind eine zentrale Voraussetzung, damit die deutschen Unternehmen wieder zu einer ges\u00fcnderen Kapazit\u00e4tsauslastung gelangen. Gleichzeitig ist das Instrument ausbalanciert ausgestaltet: 50 Prozent der bisherigen Importmengen gelangen auch in Zukunft zollfrei in den EU-Markt. Erst dar\u00fcber hinausgehende Mengen werden mit einem Importzoll belegt. Das neue EU-Instrument sichert somit eine kontrollierte Markt\u00f6ffnung mit intelligenten Schutzmechanismen \u2013 und nutzt gerade keine pauschalen Z\u00f6lle oder gar Mengenbeschr\u00e4nkungen.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/protest-in-berlin-ig-metall-bangt-um-zehntausende-stahljobs-a5518494.html\"><h4 class=\"heading-4\">Protest in Berlin: IG Metall bangt um Zehntausende Stahljobs<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/deutschland\/protest-in-berlin-ig-metall-bangt-um-zehntausende-stahljobs-a5518494.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Protest in Berlin: IG Metall bangt um Zehntausende Stahljobs\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jmqoknellq-v8-ax-s2048-420x280.000237b6efc61904c66f3d57360bce13.webp\" class=\"wp-image-15154\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jmqoknellq-v8-ax-s2048-420x280.000237b6efc61904c66f3d57360bce13.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jmqoknellq-v8-ax-s2048-420x280.000237b6efc61904c66f3d57360bce13-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>An der Stahlindustrie h\u00e4ngen in Deutschland Hunderttausende Arbeitspl\u00e4tze, direkt und indirekt. Wie ernst war die Lage zuletzt tats\u00e4chlich? Ging es hier aus Ihrer Sicht schon um den Erhalt eines wichtigen Teils unserer Industrie?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Lage war und ist \u00e4u\u00dferst angespannt und in Teilen existenziell. Seit Jahren treffen ein krisenhaftes Nachfragetief, zu hohe Energiekosten und stark steigende Importe aufeinander. Durch den jetzt kommenden Schutz vor negativen Auswirkungen globaler Stahl\u00fcberkapazit\u00e4ten erhalten die Unternehmen wieder \u201eLuft zum Atmen\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Die EU setzt jetzt st\u00e4rker auf Z\u00f6lle und Importbegrenzungen. Wie viel hilft das tats\u00e4chlich im Alltag eines Stahlunternehmens und wo liegen die Grenzen solcher Schutzma\u00dfnahmen?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das neue Instrument hilft, den Importdruck zu reduzieren und dadurch die Importquote an die tats\u00e4chliche Nachfragesituation in der EU anzupassen. Das verbessert die Planbarkeit von Produktion und Investitionen erheblich. Gleichzeitig bleiben Importe weiterhin m\u00f6glich, wodurch die Versorgung der nachfolgenden Industrien gesichert wird. Die Grenze der Wirksamkeit wird durch die zus\u00e4tzlichen Herausforderungen definiert, die von der Politik in Br\u00fcssel und Berlin ebenfalls dringend angegangen werden m\u00fcssen: Carbon-Leakage-Schutz [Ma\u00dfnahmen zum Schutz vor Wettbewerbsnachteilen durch Importe von Stahl, der unter geringeren Klimaschutzanforderungen produziert wurde] aufbauen, Energiepreise senken und Leitm\u00e4rkte f\u00fcr gr\u00fcne Grundstoffe \u201emade in EU\u201c schaffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Kritiker sagen: Die eigentlichen Probleme bleiben trotzdem bestehen, vor allem die hohen Energiepreise und die schwache Wirtschaft in Deutschland. Reicht der jetzige Schutz \u00fcberhaupt aus, wenn der Standort insgesamt so teuer bleibt?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Schutz ist ein entscheidender Baustein, weil er faire Wettbewerbsbedingungen \u00fcberhaupt erst wiederherstellt. Ohne ihn w\u00fcrden Unternehmen zunehmend vom Markt verdr\u00e4ngt. Gleichzeitig ist klar, dass die Ma\u00dfnahmen mit Verbesserungen bei Energiepreisen, Infrastruktur und Investitionsbedingungen einhergehen m\u00fcssen. Nur so l\u00e4sst sich eine nachhaltige Perspektive f\u00fcr den Industriestandort Deutschland schaffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Viele Menschen denken bei h\u00f6heren Z\u00f6llen erstmal an steigende Preise. Besteht die Gefahr, dass Stahl in Europa dadurch teurer wird und dass am Ende andere deutsche Industrien oder sogar Arbeitspl\u00e4tze darunter leiden, insbesondere im Mittelstand?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Es kommt ja weiterhin die H\u00e4lfte der Importe zollfrei in die EU. Durch das neue Instrument wird ein Gleichgewicht wiederhergestellt, das extreme Preisschwankungen verhindert. Und von stabilen und verl\u00e4sslichen Marktbedingungen profitieren mittelfristig alle.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/eu-greift-in-stahlmarkt-ein-druck-auf-verarbeitende-industrie-waechst-a5461996.html\"><h4 class=\"heading-4\">EU greift in Stahlmarkt ein: Druck auf verarbeitende Industrie w\u00e4chst<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/eu-greift-in-stahlmarkt-ein-druck-auf-verarbeitende-industrie-waechst-a5461996.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"EU greift in Stahlmarkt ein: Druck auf verarbeitende Industrie w\u00e4chst\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jfsbixl42u-v4-ax-s2048-420x280.4fb39c7ef2dc2451ef65f2a48966476c.webp\" class=\"wp-image-15155\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jfsbixl42u-v4-ax-s2048-420x280.4fb39c7ef2dc2451ef65f2a48966476c.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jfsbixl42u-v4-ax-s2048-420x280.4fb39c7ef2dc2451ef65f2a48966476c-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Ma\u00dfnahmen sind bewusst als ausgewogenes Instrument konzipiert, das sowohl die Interessen der Produzenten als auch die der Verbraucher ber\u00fccksichtigt. Der Markt bleibt offen, da weiterhin erhebliche Importmengen zugelassen werden. Zugleich wird verhindert, dass \u00dcberkapazit\u00e4ten aus Drittstaaten die Preise auf ein nicht nachhaltiges Niveau dr\u00fccken. Ein stabiler europ\u00e4ischer Stahlsektor sollte im Interesse aller industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten liegen.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Verschaffen die Ma\u00dfnahmen der deutschen Stahlindustrie realistisch genug Luft f\u00fcr den milliardenschweren Umbau hin zu \u201egr\u00fcnem Stahl\u201c oder bleibt die Transformation angesichts der Energiepreise und der schwachen Industriekonjunktur wirtschaftlich kaum darstellbar?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Schutzma\u00dfnahmen bilden eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr die Transformation, da sie stabilisierend wirken. Ohne eine solche Stabilisierung des Marktes w\u00e4ren milliardenschwere Investitionen in klimafreundliche Technologien kaum m\u00f6glich. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass Energiepreise gesenkt und eine verl\u00e4ssliche Nachfrage nach emissionsarmem Stahl geschaffen wird.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Das EU-Parlament begr\u00fcndet die Ma\u00dfnahmen ausdr\u00fccklich auch mit der strategischen Bedeutung von Stahl f\u00fcr Verteidigung, Infrastruktur und industrielle Souver\u00e4nit\u00e4t. Teilen Sie die Einsch\u00e4tzung, dass Europa bei Stahl inzwischen ein sicherheitspolitisches Risiko eingegangen ist, \u00e4hnlich wie zuvor bei Energie oder Halbleitern?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Diese Einsch\u00e4tzung teilen wir ausdr\u00fccklich. Stahl ist ein strategischer Grundstoff f\u00fcr nahezu alle industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten, auch f\u00fcr Verteidigung und kritische Infrastrukturen. Eine zunehmende Importabh\u00e4ngigkeit ginge mit erheblichen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Risiken einher. Die neuen Ma\u00dfnahmen tragen indes dazu bei, die industrielle Resilienz zu st\u00e4rken und die strategische Handlungsf\u00e4higkeit Europas zu erhalten.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Ein gro\u00dfes Thema sind die \u00dcberkapazit\u00e4ten in China. Der g\u00fcnstige Stahl dringt weiterhin in den deutschen Markt. Wie stark sp\u00fcren deutsche Hersteller diesen Druck inzwischen und wie unfair l\u00e4uft der Wettbewerb aus Ihrer Sicht tats\u00e4chlich ab?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Druck durch globale \u00dcberkapazit\u00e4ten, insbesondere aus China, ist enorm und pr\u00e4gt den Markt seit Jahren. J\u00fcngste OECD-Annahmen gehen von 745 Millionen Tonnen Stahl\u00fcberkapazit\u00e4ten im Jahr 2028 aus. Zus\u00e4tzlich f\u00fchren Subventionen, staatliche Eingriffe und niedrigere Umweltstandards zu systematisch verzerrten Wettbewerbsbedingungen. Diese Mengen gelangen leider h\u00e4ufig indirekt \u00fcber Drittl\u00e4nder in die EU. Die neuen, breit wirkenden Schutzma\u00dfnahmen sind daher entscheidend, um diesen unfairen Wettbewerb einzud\u00e4mmen.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/ueberkapazitaeten-als-waffe-der-oekonomische-machtkampf-zwischen-europa-und-china-a5293634.html\"><h4 class=\"heading-4\">\u00dcberkapazit\u00e4ten als Waffe: Der \u00f6konomische Machtkampf zwischen Europa und China<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/ueberkapazitaeten-als-waffe-der-oekonomische-machtkampf-zwischen-europa-und-china-a5293634.html\"><div class=\"relative h-fit\">\n<figure><img alt=\"\u00dcberkapazit\u00e4ten als Waffe: Der \u00f6konomische Machtkampf zwischen Europa und China\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jjphvrubhp-v7-ax-s2048-420x280.aa7ecafe88b8f77f1864b51d3178abc4.webp\" class=\"wp-image-15156\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jjphvrubhp-v7-ax-s2048-420x280.aa7ecafe88b8f77f1864b51d3178abc4.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/06\/jjphvrubhp-v7-ax-s2048-420x280.aa7ecafe88b8f77f1864b51d3178abc4-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Die EU will k\u00fcnftig \u00fcber die sogenannte Melt-and-Pour-Regel genauer kontrollieren, wo Stahl wirklich geschmolzen und verarbeitet wurde, damit Z\u00f6lle nicht \u00fcber Umwege umgangen werden. Ist das aus Ihrer Sicht ein sinnvoller Schutz oder droht am Ende vor allem mehr B\u00fcrokratie f\u00fcr die Unternehmen?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Melt-and-Pour-Regel ist ein wichtiger Baustein, um die Wirksamkeit der Schutzma\u00dfnahmen sicherzustellen und Umgehungsstrategien zu verhindern. Bislang handelt es sich allerdings lediglich um eine Ank\u00fcndigung der EU-Kommission. Entscheidend ist jetzt, dass sie konsequent ausgestaltet und dann wirksam umgesetzt wird.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Wenn Sie jetzt nach vorn blicken: Was braucht die deutsche und europ\u00e4ische Stahlindustrie als n\u00e4chsten Schritt, damit aus diesem Schutzpaket tats\u00e4chlich wieder Wachstum, Investitionen und sichere Arbeitspl\u00e4tze entstehen?<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Was die neuen Schutzma\u00dfnahmen angeht, geht es zun\u00e4chst darum, die noch fehlenden Stahlerzeugnisse in die Ma\u00dfnahmen aufzunehmen. Dann d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass der Carbon-Leakage-Schutz noch nicht l\u00fcckenlos funktioniert. Hier muss die EU nachsteuern. Wichtig ist zudem die Arbeit an einem der gr\u00f6\u00dften Standortnachteile: Wir brauchen endlich wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise. Denn der Umbau zur Klimaneutralit\u00e4t beruht im Wesentlichen auf Elektrifizierung. Wesentliches Zukunftsthema ist schlie\u00dflich die Schaffung von Leitm\u00e4rkten f\u00fcr emissionsarme Grundstoffe, die in Europa produziert wurden. Hier kann \u2013 und muss \u2013 die \u00f6ffentliche Beschaffung der Startpunkt sein.<\/div>\n<div class=\"mb-5\"><h5><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/h5><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><em>Das Interview f\u00fchrte Patrick Langendorf.<\/em><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\n<em>Transparenzhinweis: <\/em><em>In einer fr\u00fcheren Version dieses Beitrags wurde das Interview irrt\u00fcmlich als Gespr\u00e4ch mit Herrn Groebel, Pr\u00e4sident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, ausgewiesen. Tats\u00e4chlich stammen die zitierten Aussagen von Kerstin Maria Rippel, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Wir haben die Zuordnung entsprechend korrigiert.<\/em>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737],"tags":[7924,4343,443,275,121,7925,7926,7927,7928,3034,7929,127,7930,806,7931,4356,7932,1890,809,7933],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15157"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15157"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15158,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15157\/revisions\/15158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15157"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=15157"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=15157"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=15157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}